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Aktuelles Thema:

Arbeitsschutz

Der Arbeitsschutz dient dem Schutze der Gesundheit der Praxismitarbeiter und bildet damit betriebsintern das Pendant zum Patientenschutz.
Artikel

Der Arbeitgeber ist nach dem Arbeitsschutzgesetz, der Biostoffverordnung und der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge - unabhängig von der Mitarbeiteranzahl - rechtlich dazu verpflichtet, Arbeitsschutzmaßnahmen innerhalb seines Betriebes durchzuführen. Hierzu zählen insbesondere regelmäßige Impfschutzüberprüfungen.

Das Arbeitssicherheitsgesetz verpflichtet den Zahnarzt zu einer betriebsärztlichen Betreuung seiner Mitarbeiter. Im Rahmen dessen ist zwischen Angebots- und Pflichtuntersuchungen zu unterscheiden.

FAQ's
Nein! Dies darf nach dem Arbeitssicherheitsgesetz nur ein Arzt mit der Gebietsbezeichnung
„Arbeitsmedizin“ oder der Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“ machen.
Ja! Nach den einschlägigen Arbeitsschutzgesetzen kann sowohl die Bezirksregierung
als Aufsichtsbehörde des Arbeitsschutzes als auch die Berufsgenossenschaft als Träger
der gesetzlichen Unfallversicherung entsprechende Praxisbegehungen durchführen.
Sofern die Maßgaben nicht ordnungsgemäß umgesetzt wurden, können Bußgelder
festgesetzt werden.
Der Betriebsarzt legt im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung fest, welche Impfungen
jeweils anzuraten sind. Einen Impfzwang gibt es nicht. Impfschutz ist auch
Selbstschutz, der bei der Ausübung eines medizinischen Berufes eine Selbstverständlichkeit
darstellen sollte. Im Fall der Verweigerung einer betriebsärztliche angeratenen
Impfung sollte die Impfverweigerung schriftlich dokumentiert werden, da sich
arbeitsrechtliche Konsequenzen für die Mitarbeiterin ergeben können.
Ja! Für jeden Unternehmer (damit ist auch der Freiberufler gemeint) besteht nach
den Vorschriften zur gesetzlichen Unfallversicherung die Pflicht, sein Unternehmen
anzumelden.
Nein! Die Mitarbeiten sind durch die Anmeldung der Praxis bei der Berufsgenossenschaft
versichert. Der Zahnarzt ist nur dann selbst über die Berufsgenossenschaft
unfallversichert, sofern er sich dort freiwillig versichern möchte.
·  Schutzkleidung
·  Schutzhandschuhe
·  Mund-Nasen-Schutz
·  Schutzbrille
Die arbeitsmedizinische Vorsorge ist als Präventivmaßnahme zu verstehen. Die Mitarbeiter einer Zahnarztpraxis können biologischen Arbeitsstoffen (Viren) – insbesondere bei der Stuhlassistenz,  Instrumentenaufbereitung – ausgesetzt sein. Sofern präventive Impfungen möglich sind (insbes. Hepatitis B) sollte ein entsprechender Schutz bestehen. Die arbeitsmedizinische Vorsorge in der Zahnarztpraxis konzentriert sich zudem auf den Aspekt des Hautschutzes.
·  Bereitstellung einer arbeitsmedizinischen Vorsorge/Betreuung für die Mitarbeiter
·  Ergreifen von Arbeitsschutzmaßnahmen
·  Erstellen eines praxisbezogenen Hygieneplans
·  Stellen von persönlicher Schutzausrüstungen für jeden Mitarbeitern
·  Sicherheitstechnische Geräteüberprüfungen durch Fachkräfte müssen erfolgen
Die Berufsgenossenschaft ist ein Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Das bedeutet,
dass im Falle eines nachgewiesenen Arbeitsunfalls (z.B. Nadelstichverletzung
oder Wegeunfall) die Berufsgenossenschaft für den Personenschaden kostentechnisch
einsteht. Der Arbeitgeber ist insoweit von einer Haftung (i.d.R.) freigestellt.
Hierfür kann ein sogenannter BuS-Dienst (betriebsärztliche und sicherheitstechnische
Betreuung) beauftragt werden. Der BuS-Dienst ist ein privater Dienstleister, der
technische Sicherheitsfachkräfte und Arbeitsmediziner zur Beratung des Zahnarztes
bei der Erfüllung der sich aus dem Arbeitsschutzrecht ergebenden Arbeitgeberpflichten
kostenpflichtig zur Verfügung stellt.
Nähere Ausführungen dazu sind u.a. zu finden in der Empfehlung des Robert Koch –
Instituts zur Infektionsprävention in der Zahnheilkunde und im DAHZ Hygieneleitfaden
(Deutscher Arbeitskreis für Hygiene in der Zahnmedizin) –auf der jeweiligen
Homepage zu finden-.
Sie soll die Mitarbeiter vor Kontamination mit Krankheitserregern schützen!
Dokumente
Arbeitsmedizinische Vorsorge in der Zahnarztpraxis
Information der Zahnärztekammer Nordrhein
Arbeitsmedizinische Vorsorge in der Zahnarztpraxis

"Ein gesetzliches Muss!" (RZB 06/2012)

Arbeitsschutz in der Zahnarztpraxis
Information der Zahnärztekammer Nordrhein
Die schwangere Praxismitarbeiterin

"Relevante Regelungen und gesetzliche Neuregelungen ab 01.01.2018" (RZB 11/2017)

Mitteilung an die Bezirksregierung über die Beschäftigung von werdenden Müttern
nach § 5 Abs. 1 und Auskünfte gem. § 19 Abs. 1 Mutterschutzgesetz
Musterablaufplan bei Nadelstichverletzungen
Ergänzende Information zum Artikel "Nadelstichverletzungen in der Zahnarztpraxis" (RZB 02/2011)
Mutterglück und Arbeitgeberpflichten
"Was ist zu tun bei Schwangerschaft der Praxismitarbeiterin?" (RZB 11/2013)
Mutterschutz in Zahnarztpraxen und kieferorthopädischen Praxen
Informationen für Betriebsärzte
Nadelstichverletzungen in der Zahnarztpraxis

"Schutz durch Prävention!" (RZB 02/2011)

Wegeunfälle
Information der Zahnärztekammer Nordrhein
Arbeitsschutzgesetz
ArbSchG
Verordnung zur arbeitsmedizinischen Versorge
Behandlungen und Kosten
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