Hier finden Sie aktuelle Pressemitteilungen der Zahnärztekammer Nordrhein.
Die Pläne der Bundesgesundheitsministerin kommen einem Berufsverbot für kieferorthopädisch tätige Zahnärzte gleich. Die Folge: Tausende Patienten – vor allem Kinder und Jugendliche – stünden von heute auf morgen ohne Behandler da.
Neuss/Düsseldorf, 22.04.2026 – Die Zahnärztekammer Nordrhein und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein kritisieren den Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Dieser sieht unter anderem vor, dass kieferorthopädische Behandlungen in Zukunft nur noch durch Fachärzte für Kieferorthopädie durchgeführt werden sollen.
Diese Pläne kommen einem Berufsverbot für Zahnärzte, die kieferorthopädisch tätig sind, gleich. 921.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland würden ihren Behandler verlieren. Eine flächendeckende kieferorthopädische Versorgung könnte somit nicht mehr sichergestellt werden.
Dabei unterschlägt das Reformvorhaben, dass die Behandlungsqualität schon heute abgesichert ist – durch Fortbildung, Berufsrecht, Haftung und das Gutachterverfahren. Für alle, die kieferorthopädische Leistungen erbringen, gelten die gleichen hohen Qualitätsstandards für Leistungserbringung und Fortbildung. Die Bindung an die fachlichen Standards ist einheitlich verbindlich.
„Es gibt keinerlei Belege dafür, dass Patienten in diesen Fällen qualitativ schlechter versorgt werden als bei Fachzahnärzten für Kieferorthopädie“, erklärt Dr. Ralf Hausweiler, Präsident der Zahnärztekammer Nordrhein und Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. „Für eine derartige gesetzliche Fachgebietsbeschränkung in der Zahnheilkunde besteht weder Notwendigkeit noch ist diese fachlich richtig.“
19,2 Prozent der kieferorthopädisch tätigen Behandler in Nordrhein wären von dem Berufsverbot betroffen. Viele Praxen müssten sofort schließen. Ein Wegfall, der nicht ohne Weiteres kompensiert werden kann. „Statt die Versorgung zu sichern, werden Kapazitäten abgebaut. Das ist eine gesundheitspolitische Fehlentscheidung zulasten der Kinder und Jugendlichen – und am Ende zulasten der Mundgesundheit einer ganzen Generation“, so Dr. Hausweiler.
So werde dieses Reformvorhaben zur Spaltung der Gesellschaft auf Basis sozialer Hintergründe sowie zwischen ländlichem und städtischem Raum beitragen. „Bei Umsetzung dieses sozialpolitisch verhängnisvollen Entwurfs wird man künftig soziale Unterschiede wieder an den Zähnen erkennen“, erklärt Dr. Ralf Hausweiler.
Kontakt:
Daniel Schrader, Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Zahnärztekammer Nordrhein
Tel. 02131 / 53119-210, E-Mail: presse@zaek-nr.de
Marscha Edmonds, Abteilungsleiterin Öffentlichkeitsarbeit, Kassenzahnärztliche Vereinigung Nordrhein
Tel 0211 / 9684-387, E-Mail: presse@kzvnr.de
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