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Informationen zur Berufsausübung und Weiterbildung für Zahnmediziner und Praxismitarbeiter
Aktuelles Thema:

Weiterbildung

Ziel der Weiterbildung ist es, Zahnärzten und Zahnärztinnen für die Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten einschließlich der Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt in den notwendigen Maßnahmen der Rehabilitation nach Abschluss ihrer Berufsausbildung im Rahmen einer Berufstätigkeit besondere Kenntnisse in bestimmten Gebieten der Zahnheilkunde zu vermitteln.
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Es können nach Maßgabe der Weiterbildungsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein unterschiedliche Gebietsbezeichnungen geführt werden, die auf besondere Kenntnisse in der Zahnheilkunde hinweisen. Es dürfen mehrere Gebietsbezeichnungen nebeneinander geführt werden.

Eine Gebietsbezeichnung darf nur führen, wer nach erfolgreicher Prüfung in diesem Bereich eine Anerkennung der Zahnärztekammer erhalten hat. Die Titelbezeichnungen lauten dann:

  • auf dem Gebiet der Kieferorthopädie: "Fachzahnarzt/Fachzahnärztin für Kieferorthopädie" oder "Kieferorthopäde/Kieferorthopädin",
  • auf dem Gebiet der Zahnärztlichen Chirurgie: "Fachzahnarzt/Fachzahnärztin für Oralchirurgie" oder "Oralchirurg/Oralchirurgin",
  • auf dem Gebiet des Öffentlichen Gesundheitswesens: "Fachzahnarzt/Fachzahnärztin für Öffentliches Gesundheitswesen".

Die Weiterbildungszeit für die Fachbereiche Kieferorthopädie und Oralchirurgie beträgt nach Vorgabe der Weiterbildungsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein jeweils drei Jahre. Die Weiterbildung muss kontinuierlich erfolgen (zeitliche Unterbrechungen bedürfen der vorherigen Genehmigung).

Die Anerkennung für das Gebiet "Öffentliches Gesundheitswesen" wird aufgrund eines Zeugnisses über das Bestehen der Prüfung an einer Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen im Nachhinein durch die Zahnärztekammer erteilt. Inhalt und Dauer dieses Weiterbildungslehrgangs richten sich ausschließlich nach den jeweils gültigen staatlichen Zulassungs- und Prüfungsordnungen.

Hinweis:

  • Vor Beginn und während der Weiterbildung sollten Sie sicherstellen, dass der Weiterbildende für den gesamten Zeitraum eine Weiterbildungsermächtigung durch die Zahnärztekammer für die Weiterbildungsstätte besitzt. Im Ressort Berufsausübung der Zahnärztekammer Nordrhein kann eine entsprechende Liste der weiterbildungsberechtigten Praxen nebst der Ermächtigungszeiträume für den Kammerbereich Nordrhein erbeten werden.
  • Eine Weiterbildung kann nur in persönlich begründeten Fällen in Teilzeit abgeleistet werden. Eine Teilzeitweiterbildung kann nur dann angerechnet werden, wenn sie vorher der Zahnärztekammer angezeigt (Antragstellung erforderlich!) und von dieser als anrechnungsfähig schriftlich bestätigt worden ist.
  • Die Anmeldung zur Fachzahnarztprüfung setzt eine Mitgliedschaft gemäß der Meldeordnung der Zahnärztekammer Nordrhein voraus. Anknüpfungspunkt für eine Mitgliedschaft ist die zahnärztliche Tätigkeit im Kammerbereich Nordrhein. Der Wohnort ist nur sekundär dann zu berücksichtigen, wenn die zahnärztliche Tätigkeit gar nicht (d.h. weder in einem anderen Kammerbereich noch im Ausland) ausgeübt wird. Die Mitgliedschaft muss auch während der Prüfung selbst und bis zum Ende des Verwaltungsverfahrens bestehen!
  • Die Anmeldung zur Prüfung kann erst nach Ableisten der vollen Weiterbildungszeit bei der Zahnärztekammer Nordrhein eingereicht werden (§§ 13,14 Weiterbildungsordnung ZÄK NR).
  • Erst im Anschluss an die Zulassung zur Prüfung erfolgt eine verbindliche Terminvergabe durch die Zahnärztekammer Nordrhein und sodann das Prüfungsfachgespräch

Hinweis zur zahnärztlichen Tätigkeit im Ausland während der Weiterbildung:

  • Sollte eine der notwendigen Weiterbildungsstationen (§§ 3, 8 und 10 Weiterbildungsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein) im Ausland erfolgen, sollten Sie unbedingt im Vorfeld bei der zuständigen ausländischen Behörde die Erkundigung einholen, welche rechtlichen Voraussetzungen dort für den Erhalt einer Erlaubnis zur Tätigkeit am Patienten gelten. Die ausländische Erlaubnis muss bereits im Zeitpunkt des Beginns der zahnärztlichen Tätigkeit im Ausland vorliegen und während der gesamten Tätigkeitsdauer Gültigkeit besitzen.
  • Der entsprechende Nachweis muss später im Rahmen der Antragstellung (§§ 6 und 7 Weiterbildungsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein) zum Prüfungsfachgespräch zusammen mit den sonstigen Unterlagen (§ 13 Weiterbildungsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein) der Zahnärztekammer eingereicht werden. Gleiches gilt für einen mit der zur Weiterbildung ermächtigten Stätte geschlossener Arbeitsvertrag.
  • Dieser Hinweis gilt auch für das EU-Ausland.
FAQ's
Dokumente
Information Weiterbildungszeugnisse KfO

Kriterien für die Ausstellung von Weiterbildungszeugnissen auf dem Gebiet der Kieferorthopädie

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