Raus aus dem Studium, rein in den Praxisalltag – und plötzlich zählt jede Entscheidung. Genau hier setzt die Young Dental Academy an: mit praxisnahen Kursen, ehrlichem Austausch und Mentoring auf Augenhöhe. Zwei Teilnehmende erzählen, was ihnen die YDA gebracht hat, wo sie heute sicherer auftreten und warum ein starkes Netzwerk gerade am Anfang so viel wert ist.
Interview mit YDA-Teilnehmerin Pegah Groh und YDA-Teilnehmer Philipp Mahadevan
Pegah Groh: Ich hatte gerade das erste Jahr meiner Assistenzzeit beendet, als ich mich für die Young Dental Academy entschieden habe. Ich wollte zum einen mehr Sicherheit bei Behandlungsabläufen und in der Patientenkommunikation gewinnen. Zum anderen hatten sich auch einige fachliche Fragen ergeben, bei denen ich mir zusätzlichen Austausch und neue Impulse gewünscht habe. Besonders wichtig war es mir, praktische Tipps von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zu bekommen und gleichzeitig andere junge Zahnärztinnen und Zahnärzte kennenzulernen. Da ich nicht in der Region studiert habe, kannte ich hier bisher nur wenige Kolleginnen und Kollegen.
Philipp Mahadevan: Nach meinem Studienabschluss im Jahr 2025 erhielt ich einen Arbeitsvertrag ab Januar dieses Jahres. Wenige Wochen später erhielt mein Chef Post mit dem Fortbildungsangebot der Young Dentist Academy. Die Fortbildungen waren ihm bereits bekannt und er empfahl mir die Teilnahme wärmstens!
Während des klinischen Abschnitts des Studiums konnte ich bereits einige Aspekte der dort gelehrten Theorie praktisch anwenden. Trotzdem gab es Situationen, in denen ich mir mehr Sicherheit gewünscht habe – vor allem bei komplexeren Behandlungsfällen oder medizinischen Notfällen in der Zahnarztpraxis, Therapieentscheidungen und der Frage, wie man theoretisches Wissen souverän in den Praxisalltag überträgt. Denn die theoretischen Voraussetzungen des Studiums überwogen die praktischen Erfahrungen durch die überschaubare Anzahl von Patienten und individueller Therapiekonzepte bei weitem.
Außerdem wollte ich mich direkt nach dem Studium gezielt weiterentwickeln, vor allem mehr über die Leistungserfassung im deutschen Abrechnungssystem lernen und von den Erkenntnissen erfahrener Kolleginnen und Kollegen an angewandtem Fachwissen gewinnen.
Pegah Groh: Ich hat vor allem die Kombination aus den praktischen Kursen und der Themenauswahl überzeugt, da diese sehr gut auf die Herausforderungen zugeschnitten sind, mit denen man als junge Zahnärztin im Praxisalltag konfrontiert wird. Ich hatte beispielsweise noch einige Unsicherheiten in den Bereichen Endodontologie und Chirurgie. Durch die Hands-on-Kurse konnte ich viele praktische Tipps mitnehmen und dadurch mehr Sicherheit in diesen Bereichen gewinnen. Gleichzeitig finde ich den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, die sich in einer ähnlichen Phase ihrer beruflichen Entwicklung befinden, sehr wertvoll. Man merkt schnell, dass viele dieselben Fragen und Herausforderungen beschäftigen.
Philipp Mahadevan: Die Begeisterung meines Chefs hat hierzu nicht nur meine Neugierde an der YDA geweckt, sondern mich regelrecht dafür begeistert. Nach kurzer Bedenkzeit habe ich mich noch am selben Tag dafür angemeldet.
Mich hat vor allem die Kombination aus praxisnahen Fortbildungen, persönlichem Mentoring durch andere Kolleginnen und Kollegen und dem Austausch mit anderen jungen Zahnärztinnen und Zahnärzten aus der Region überzeugt. Ich finde, dass die Themen genau auf die Herausforderungen der ersten Berufsjahre zugeschnitten sind, die viele meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen während und nach dem Studium beschäftigt haben. Besonders wertvoll finde ich, dass man individuelle Fragen gemeinsam diskutiert und unterschiedliche Lösungsansätze aus der Praxis kennenlernt.
Pegah Groh: Ja, mehrere. Besonders hilfreich fand ich beispielsweise die Fortbildung zur Patientenkommunikation. Dort haben wir verschiedene Situationen aus dem Praxisalltag besprochen und Strategien kennengelernt, wie man auch schwierige Situationen souverän lösen kann. Gerade als Berufseinsteigerin gibt es immer wieder Momente, in denen man zunächst unsicher ist, wie man am besten reagiert. An der Uni kommt dieses Thema viel zu kurz, diese Fähigkeiten entwickelt man vor allem durch Erfahrung im Praxisalltag – umso wertvoller sind solche praktischen Tipps.
Philipp Mahadevan: Ja, mehrere. Besonders hilfreich waren die praxisorientierten Seminare und Tipps zur strukturierten Behandlung beispielsweise in der Oralchirurgie und der Wurzelkanalbehandlung. Diese beiden praktischen Kurse waren für mich persönlich sehr wertvoll, weil sie meine Fähigkeiten in zahnmedizinischen Standardtherapien deutlich gefestigt haben. Mit der Fortbildung in der Notfallmedizin wurde nicht nur Wissen aufgefrischt, sondern auch praktische Anwendungen speziell für die Zahnmedizin anschaulich und ansprechend geschult. Ich konnte viele Anregungen direkt in meinen Praxisalltag übernehmen und fühle mich bei bestimmten Entscheidungen inzwischen deutlich sicherer. Es ist motivierend, wenn man das Gelernte unmittelbar anwenden kann.
Pegah Groh: Ich achte inzwischen bewusster auf eine klare Kommunikation mit meinen Patientinnen und Patienten sowie auf eine strukturierte Dokumentation. Außerdem konnte ich einige Tipps aus der Endodontologie-Fortbildung direkt am nächsten Tag anwenden und anschließend in meine Behandlung integriert. Auch verschiedene Nahttechniken aus dem Chirurgie-Kurs konnte ich bereits erfolgreich einsetzen. Insgesamt gehe ich viele Situationen heute selbstbewusster an als zu Beginn meiner Assistenzzeit.
Philipp Mahadevan: Vor allem im Bereich der Endodontologie konnte ich dank des Kurses von Herrn Dr. Sandweg viel mitnehmen. Sein Kurs hat mich und meine Kolleginnen und Kollegen begeistert und Ängste bzw. Hemmungen genommen. Ich bin sehr dankbar, dass renommierte Spezialistinnen und Spezialisten die Zeit nehmen, ihr Wissen mit uns zu teilen. Das empfinde ich als junger Zahnarzt als besonders wertvoll und beeindruckend. Auch essenzielle, organisatorische Themen wie die Leistungserfassung, Abrechnung und die Bedeutung einer guten Dokumentation wurden sehr praxisnah vermittelt. Dadurch gehe ich viele Abläufe inzwischen bewusster und strukturierter an, was sowohl mir als auch den Patientinnen und Patienten zugutekommt.
Pegah Groh: Beides ist für mich ein sehr großer Gewinn. Der Austausch mit anderen jungen Zahnärztinnen und Zahnärzten zeigt, dass man mit seinen Fragen und Unsicherheiten nicht allein ist. Gleichzeitig entstehen dadurch wertvolle Kontakte, die auch über die YDA hinaus bestehen bleiben können.
Besonders hilfreich ist auch die Begleitung durch unsere Mentorin. Wir treffen uns regelmäßig in einer kleinen Gruppe außerhalb des Kurses und können dort offen alle Fragen stellen, die uns beschäftigen. Die persönlichen Erfahrungen und ehrlichen Einschätzungen helfen sehr dabei, mehr Sicherheit im Berufsalltag zu gewinnen.
Philipp Mahadevan: Der gegenseitige Austausch ist für mich der größte Mehrwert. Beim Kennenlernen zu Beginn des Programms stellte sich schnell heraus, dass viele Kolleginnen und Kollegen ähnliche Fragen oder Wünsche zur Selbstoptimierung haben. Das baut Hemmungen und Ängste ab und ermöglicht einen ehrlichen Erfahrungsaustausch, der für den praktischen Einsatz für Menschen und in der Wissenschaft von essenzieller Bedeutung ist.
Die Mentorinnen und Mentoren bringen zusätzlich einen großen Erfahrungsschatz mit und geben praxisnahe Tipps, die man in Lehrbüchern oft nicht findet. Das Mentorenprogramm wird vielen aus dem Studium bekannt sein. Es tut gut, auch nach dem Studium jemanden zu haben, an den man sich wenden kann.
Pegah Groh: Ich gehe heute deutlich entspannter an viele Behandlungssituationen heran und traue mir mehr zu. Natürlich lernt man als Zahnärztin jeden Tag dazu, aber ich merke, dass ich durch die YDA bereits mehr Sicherheit gewonnen habe. Besonders gespannt bin ich auf den letzten praktischen Kurs zum Thema Notfallmedizin. Ich hoffe, dadurch im Ernstfall einen kühlen Kopf bewahren zu können und genau zu wissen, welche Schritte wichtig sind. Außerdem freue ich mich auf den weiteren Austausch mit den anderen Teilnehmenden und unserer Mentorin und darauf, mein Wissen und Können Schritt für Schritt weiter auszubauen.
Philipp Mahadevan: Ich treffe Entscheidungen heute mit mehr Selbstvertrauen und gehe strukturierter an neue oder anspruchsvolle Behandlungssituationen heran. Gleichzeitig weiß ich besser, wann es sinnvoll ist, Rücksprache zu halten oder verschiedene Therapieoptionen abzuwägen. Für den weiteren Verlauf freue ich mich besonders auf die kommenden Fortbildungen wie der Patientenkommunikation, den weiteren Austausch über Erfahrungen mit den Teilnehmenden und darauf, mein fachliches Netzwerk weiter auszubauen.
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich an dem Programm der Young Dental Academy der Zahnärztekammer Nordrhein teilnehmen darf.
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Das Interview führte Caroline Hofmann