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Mundpflege bei älteren Menschen

Die richtige Mundhygiene ist das A und O für jeden Patienten! Denn wer seine Zähne vernachlässigt, riskiert nicht nur Verfärbungen, sondern auch Erkrankungen wie Karies oder Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), die schwere Folgen haben können.
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In den kommenden Jahrzehnten wird sich die Altersstruktur der deutschen Gesamtbevölkerung wesentlich verändern. Bis 2020 werden 35% der Bürger über 60 Jahre alt sein. 2008 waren es noch 25%.

In einer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden, wird auch die Mund-, Zahn- und Prothesenpflege im Alter immer wichtiger.

Eine gute Zahn- und Mundgesundheit bedeutet ein großes Plus für die Lebensqualität - in jedem Lebensalter. Gesunde eigene Zähne, gesundes Zahnfleisch und gut funktionierender Zahnersatz sorgen für genussvolles Essen und Trinken, vitales Wohlbefinden und eine aktive Teilnahme am Leben. Dank der modernen Zahnmedizin alles längst keine Frage des Alters mehr!

Was aber ist, wenn der es dem älter gewordenem Mensch nicht mehr selbst gelingt, eine "normale" Mundpflege zu betreiben? Falls der Pflegebedürftige in einer Einrichtung lebt, kümmern sich professionelle Kräfte um den Bewohner. Aber wenn er zuhause lebt, ist der geistig und/oder körperlich eingeschränkte Senior auf die Hilfe seiner - dafür meist nicht ausgebildeten - Familie angewiesen.

Praktische Helfer erleichtern die Mundhygiene

  • Häufig helfen schon die Lesebrille und mehr Licht im Badezimmer, um die Mundhygiene deutlich zu verbessern. Spezielle Seniorenzahnbürsten mit dickerem Handgriff ermöglichen eine sichere Handhabung.
  • Auch eine elektrische Zahnbürste kann sehr hilfreich sein. Sie muss nur noch von Zahn zu Zahn geführt werden und sorgt für eine gleichmäßige, gründliche und schonende Reinigung.
  • Bei der Reinigung von engen Zahnzwischenräumen helfen Zahnpflegehilfsmittel für Zahnseide, die die Zahnseide für eine leichtere Handhabung auffädeln.
  • Bei größeren Zahnzwischenräumen können Zwischenraumbürstchen eingesetzt werden. Die Zunge kann mit einem speziellen Zungenreiniger oder einer weichen Zahnbürste von Belag befreit werden.

Festsitzender Zahnersatz

Kronen bauen einen noch fest verwurzelten, aber stark geschädigten Zahn wieder auf. Brücken schließen eine Zahnlücke. Festsitzender Zahnersatz wird wie die eigenen Zähne gepflegt.

Herausnehmbarer Zahnersatz

Wenn so viele Zähne ersetzt werden müssen, dass eine festsitzende Brücke für eine Versorgung nicht mehr ausreicht, kommen Teilprothesen zum Einsatz (Klammer-, Geschiebe-, Teleskopprothesen). Wenn ein Patient keine eigenen Zähne mehr zur Verankerung von Kronen, Brücken oder Teilprothesen hat, benötigt er eine Vollprothese.

Auch herausnehmbarer Zahnersatz ist leicht zu pflegen:

  • Die Zahnprothese nach jeder Mahlzeit herausnehmen und reinigen.
  • Am besten erfolgt die Reinigung im Waschbecken über einer weichen Unterlage, damit sie nicht beschädigt wird, wenn sie aus Versehen herunterfällt. Alternativ dazu kann das Waschbecken mit Wasser gefüllt werden.
  • Für die Reinigung der Prothese eine weiche Zahnbürste oder eine spezielle Prothesenbürste verwenden.
  • Normale Zahnpasta eignet sich nicht für die Prothesenpflege, da sie auf Dauer die Oberfläche anrauen kann. Daher besser ein spezielles mildes Reinigungsmittel verwenden, das man in der Drogerie oder Apotheke kaufen kann.
  • Nach der Reinigung die Prothese gründlich mit Wasser abspülen.

Bei Druckstellen oder anderen größeren Problemen sollte aber auf jeden Fall ein Zahnmediziner kontaktiert werden. Heutzutage gibt es viele Zahnärztinnen und Zahnärzte, die in Pflegeeinrichtungen behandeln oder Hausbesuche machen.

Dr. med. dent. Erling Burk

 

Videotipps und weitere Informationen

Videos mit Tipps und Hinweisen zur Zahnpflege von Älteren, Pflegebedürftigen oder Menschen mit Behinderung haben die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) in ihrem You Tube-Kanal eingestellt: https://www.youtube.com/channel/UCwmGBPNN7xOxFbtrnzN86aw

Weiterführende Informationen:

  • Die Zahnärztekammer Nordrhein gibt unter der Telefonnummer 0211-44704-216 Auskunft, welche Zahnärztinnen und Zahnärzte ihrem Zuständigkeitsbereich Hausbesuche durchführen und welche Praxen barrierefrei sind.
  • Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat auf ihrer Webseite das Faltblatt "Vorsorge ist unser Anliegen - Zahnärztliche Betreuung zu Hause für Ältere, Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung" eingestellt: Download
  • Die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) Nordrhein bietet den Zahntipp "Zahngesundheit von Pflegebedürftigen" auf ihrer Webseite an: Download

 

FAQ's
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Behandlungen und Kosten
Service

Die neue App "Alles sauber?" soll das Zähneputzen bei Kindern fördern. Die Kinder füttern je nach Vorliebe ein Pferd, einen Hund oder einen Hasen. Doch wie werden deren Zähne wieder sauber? Da hilft die rote Zahnbürste weiter. Die Kinder wischen mit der Bürste über den Bildschirm und nach und nach strahlen die Zähne wieder. Dann werden die Kinder aufgefordert, ihre eigenen Zähne zu putzen. Zu guter Letzt darf ein Foto der sauberen Zähne geschossen werden. Wer noch etwas Hilfe bei der Technik benötigt, bekommt wichtige Tipps der Initiative proDente, die die App auch sponsort. Die App steht kostenlos im iTunes App Store zur Verfügung: https://itunes.apple.com/de/app/alles-sauber-zahne-putzen/id642318964?mt=8

Frühkindliche Karies, oder auch Nuckelflaschenkaries, ist ein zunehmendes Problem. Zu viele Kleinkinder haben bereits stark zerstörte Zähne. Die Bundeszahnärztekammer hat daher gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband einen textfreien Comic zur Zahnpflege und Mundgesundheit bei Kleinkindern herausgegeben. Der Comic richtet sich an alle jungen Eltern. Durch den sparsamen Gebrauch von Worten wird er auch von denen verstanden, die nicht gut oder gerne lesen.

Seit dem 1. Juli 2018 gilt die EU-Quecksilberverordnung. Danach darf Dentalamalgam nicht mehr für zahnärztliche Behandlungen von Milchzähnen, von Kindern unter 15 Jahren und von schwangeren oder stillenden Patientinnen verwendet werden. Für die Behandlung der genannten Patientinnen und Patienten muss regelmäßig ein alternatives plastisches Füllungsmaterial gewählt werden, das dauerhaft haltbar und erprobt ist und dem Stand der Wissenschaft entspricht.

Die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) hat zu dem Thema einen Katalog mit wichtigen Fragen und Antworten erarbeitet, um Patientinnen und Patienten über die neuen Vorgaben, Ausnahmen von diesen Vorgaben und Behandlungsmöglichkeiten bei Zahnfüllungen zu informieren. Die Auflistung gibt unter anderem Auskunft darüber, welche Alternativen zu Dentalamalgam in der Füllungstherapie verfügbar sind und welche Leistungen gesetzliche Krankenkassen übernehmen.

Der Frage- und Antwortkatalog kann auf der Website der KZBV unter www.kzbv.de/eu-quecksilberverordnung abgerufen werden. Auch die aktualisierte KZBV-Patienteninformation „Zahnfüllungen – Was Sie als Patient wissen sollten“ ist dort zum kostenlosen Download verfügbar oder kann als gedruckte Broschüre bestellt werden.

Patientinnen und Patienten in NRW stehen im Patientenwegweiser des Patientenbeauftragten für Nordrhein-Westfalen unterschiedliche Informations-, Beratungs- und Selbsthilfeangebote zur Verfügung.

Das umfangreiche Adressverzeichnis soll dazu beitragen, die Suche nach geeigneten Ansprechpartnerinnen und -partnern zu vereinfachen.

Für Patienten wurde eigens eine Telefon-Hotline eingerichtet. Diese erreichen Sie montags von 12.00 bis 15.00 Uhr und donnerstags von 09.00 bis 12.00 Uhr unter der Telefonnummer 0211 / 44 704 280. Dort werden Ihre allgemeinen Fragen rund um die zahnärztliche Behandlung – soweit möglich – von unseren zahnmedizinisch fachkundigen Mitarbeitern beantwortet.

Ergänzend dazu bieten wir Ihnen jeden 2. Mittwoch im Monat von 15.00 bis 17.00 Uhr ebenfalls unter der Telefonnummer 0211/44 704 280 die Möglichkeit mit einem Zahnarzt/ einer Zahnärztin alle medizinisch relevanten Fragen zu erörtern.

Das Bilderbuch „Zahnbande“ begeistert schon seit Herbst 2016 Kinder und Erwachsene. Jetzt kommen Abenteuer, Spiele und spannende Infos über gesunde Zähne mit allen Mitgliedern der Zahnbande auch ins Internet. Auf „zahnbande.de“ präsentiert die Initiative proDente für 5- bis 12-Jährige kleine Geschichten, Filme, Spiele, Animationen und Ausmalbilder.

Natürlich geht es um Zähne und was die Beißerchen so alles leisten. Also Essen, Trinken und beim Sprechen helfen. Auch Zähneputzen und der Besuch beim Zahnarzt dürfen nicht fehlen. Doch wichtiger als Belehrungen sind Geschichten und Figuren, die Kinder und deren Phantasie ansprechen. Auch ein Menüpunkt mit Spielen, Geschichten und Ausmalbildern darf nicht fehlen. Und wie herrlich schrill ein Bohrer klingt hören die Kids auch.

www.zahnbande.de

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