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Aktuelles Thema:

Neustrukturierung des Notfalldienstes

Hier finden Sie Informationen zur Neuorganisation der Notfalldienste sowie zur geplanten Änderung der gemeinsamen Notfalldienstordnung von Zahnärztekammer und KZV Nordrhein.
Artikel

Die Zahnärztekammer (ZÄK) Nordrhein wird im Notfalldienst zum nächsten Einteilungszeitraum ein bedarfsorientiertes Schichtmodell einführen. Ziel ist es, die Notfalldienste gerechter zu verteilen und gleichzeitig die Einsatzzeiten der diensthabenden Zahnärztinnen und Zahnärzte zu reduzieren sowie die Notfallversorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen.

In der Folge werden die Notfalldienste in Zukunft in drei Schichten unterteilt: 8 bis 13 Uhr, 13 bis 18 Uhr und 18 bis 8 Uhr. Morgens, wenn erfahrungsgemäß viele Patienten kommen, werden mehrere Praxen eingeteilt, am Abend, wenn die Zahl der Patienten deutlich abnimmt, werden entsprechend weniger Praxen zum Dienst eingeteilt. Die Einteilung entspricht zukünftig der Notwendigkeit und vor allem der Inanspruchnahme durch unsere Patienten.

Seit 2018 wird das Modell bereits in der Testregion Nord (Duisburg und Krefeld) praktiziert und hat dazu geführt, dass die Anzahl der Notfalldienststunden der betroffenen Kollegen deutlich zurückgegangen ist, in einzelnen Fällen sogar um rund zwei Drittel.

Um eine gerechte Verteilung der verschiedenen Schichten in der Kollegenschaft zu gewähren, wird jeder Schicht je nach Tag und Tageszeit ein Punktewert zugeordnet. Notfalldienste an Samstagvormittagen werden mit weniger Punkten honoriert als ein Notfalldienst an Weihnachten.

Geplante Änderung der Gemeinsamen Notfalldienstordnung

Weiterhin wird eine Änderung der Gemeinsamen Notfalldienstordnung der ZÄK Nordrhein und der KZV Nordrhein auf den Weg gebracht, mit der zum einen eine Heranziehung über Einrichtungen sowie eine verpflichtende Portalnutzung eingeführt werden sollen. Ein entsprechender Vorschlag wird daher zeitnah den maßgeblichen Gremien sowohl bei der Kammer als auch bei der KZV vorgelegt und im Falle eines positiven Votums in das Genehmigungsverfahren gebracht.

Der Kreis der Notfalldienstverpflichteten bleibt danach unverändert, das heißt, in eigener Praxis tätige Zahnärzte und Zahnärztinnen, in Praxen angestellte Zahnärzte und Zahnärztinnen und MVZ sind zur Teilnahme am Notfalldienst verpflichtet. Die Heranziehung soll aber zukünftig über die Einrichtung, das heißt, über die jeweilige Praxis erfolgen. In Kombination mit den beiden festgelegten Stichtagen führt dies dazu, dass sich an der Heranziehung während eines laufenden Notdienstzeitraums nichts mehr ändert. Änderungen zum Beispiel durch den Weggang von Zahnärzten aus einer Praxis werden im folgenden Einteilungszeitraum berücksichtigt. Darüber hinaus soll die Einteilung und Bekanntgabe des zahnärztlichen Notfalldienstes künftig ausschließlich über das Portal der Zahnärztekammer Nordrhein erfolgen.

Antworten zu Ihren Fragen finden Sie unter „FAQ“.

Die Kammerversammlung der Zahnärztekammer Nordrhein und die Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein haben eine Änderung der Gemeinsamen Notfalldienstordnung (G-NDO) beschlossen, die am 03. Mai in Kraft getreten ist.

Die Umsetzung wird sukzessive in den beiden kommenden Einteilungszeiträumen erfolgen. Mit diesem Schreiben wollen wir Sie über die wesentlichen Änderungen, die bereits ab dem kommenden Einteilungszeitraum vom 01. September 2022 bis zum 31. Januar 2023 relevant werden, informieren.

Mitteilung der Notfalldiensteinteilung erfolgt ausschließlich über das Portal

Die Mitteilung, wann und wie Sie zum Notfalldienst herangezogen werden, erfolgt zukünftig ausschließlich auf elektronischem Weg über das Portal der Zahnärztekammer Nordrhein, welches Sie unter portal.zaek-nr.de erreichen. Hier werden die Notfalldiensttermine zur Einsicht und zum Abruf bereitgestellt.

Die Notfalldiensttermine werden jeweils am 01. Juni und 01. November des jeweiligen Jahres über das Portal eingestellt.

Pflicht zur Einsicht der Notfalldiensttermine im Portal

Viele von Ihnen kennen und nutzen das Portal bereits. Zur Vereinfachung der Abläufe ist die Nutzung nun für alle verpflichtend geregelt, § 3 Absatz 1 Satz 6 G-NDO.

Sofern Sie noch keinen persönlichen Portalzugang haben, richten Sie diesen bitte umgehend ein. Wenden Sie sich hierzu gerne an den Portal-Support in unserem Hause unter der Rufnummer: 0211-44704-221 oder per E-Mail unter: portal-support(at)zaek-nr.de. Der Portalzugang ist zwingende Voraussetzung zum Abruf der Notfalldiensteinteilung.

Stichtagsregelung für die Notfalldiensteinteilung

Die Notfalldiensteinteilung erfolgt

  • zu dem Stichtag des 01. Oktober für einen Zeitraum von sieben Monaten ab dem 01. Februar des Folgejahres, also vom 01. Februar bis 31. August, sowie
  • zu dem Stichtag des 01. Mai für einen Zeitraum von fünf Monaten ab dem 01.September desselben Jahres, also vom 01. September bis 31. Januar

anhand der in der G-NDO festgelegten Anrechnungsfaktoren. Der Teilnahmeumfang (Faktor) einer Praxis/eines MVZ errechnet sich insoweit aus den Tätigkeitsumfängen beziehungsweise den Versorgungsaufträgen.

Ändern sich die den Anrechnungsfaktoren zugrundeliegenden Umstände nach dem jeweiligen Stichtag, so erfolgt eine Berücksichtigung bei der Heranziehung zum Notfalldienst im nächsten Einteilungszeitraum. Änderungen sind gegenüber der Zahnärztekammer Nordrhein anzuzeigen; die weiteren allgemeinen Meldepflichten bleiben unberührt.

Risikoadaptierter Notdienst / Schichtmodell seit dem 01. Februar

Für den zahnärztlichen Notfalldienst konnte bereits zum 01. Februar dieses Jahres erfolgreich ein sogenanntes risikoadaptiertes Schichtmodell eingeführt werden. Entsprechend der Inanspruchnahme durch Patienten wird seitdem nur noch die notwendige Anzahl an Einrichtungen in unterschiedlichen Schichten eingeteilt. Dies führt zu einer zeitlichen Reduktion der persönlichen Inanspruchnahme um bis zu 70 Prozent. Nachstehend haben wir noch einmal die wichtigsten Änderungen für Sie zusammengefasst:

Der Notfalldienst ist in drei Schichten aufgeteilt (weiterhin vier Schichten in der Region Goch/Wesel/Emmerich), in denen eine Rufbereitschaft besteht:

Schicht 1:          8.00 Uhr bis 13.00 Uhr

Schicht 2:        13.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Schicht 3:        18.00 Uhr bis   8.00 Uhr

Die Einteilung wechselt nach jeder Schicht.

Die Sprechstundenzeiten, in denen der Notfalldienstverpflichtete in der Praxis anwesend sein muss, sind samstags, sonntags und feiertags von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr (vorher 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr) und von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Tausch/Abgabe von Notfalldienstterminen

Bitte berücksichtigen Sie, dass die Möglichkeiten des Tausches und der Abgabe von Notfalldiensten nur noch über das Online-Notfalldienstportal vorgenommen werden können.

Um in den Schichten 1 und 2 ein geographisches Ungleichgewicht zu vermeiden, ist der Tausch nur im gleichen Notdienstbezirk möglich. In Schicht 3 kann beliebig – auch mit benachbarten Bezirken – getauscht werden.

Bitte beachten Sie, dass Sie so lange für Ihre Termine zuständig sind, bis sich ein geeigneter Tauschpartner gefunden hat und bis Sie zudem die Bestätigung Ihrer Bezirksstelle über Ihr Portal-Postfach erhalten haben.

Rufnummer der Praxis/des MVZ – Weiterleitungen

Bitte beachten Sie, dass über die Auskunft der allgemeinen Service-Hotline des zahnärztlichen Notfalldienstes und auch bei der Online-Notfalldienstsuche ausschließlich die Rufnummer der Praxis/des MVZ angesagt beziehungsweise angezeigt wird. Für eine etwaige Rufumleitung sind Sie eigenverantwortlich zuständig.

Im Verhinderungsfall (Krankheit, Urlaub etc.) ist der Notfalldienstverpflichtete dafür verantwortlich, eigenständig für eine Vertretung zu sorgen und diese der zuständigen Bezirksstelle mitzuteilen.

Bitte beachten Sie auch, dass Sie unabhängig von dem Wohn- oder Aufenthaltsort eines Patienten grundsätzlich zur Hilfe verpflichtet sind. Ablehnungen aufgrund einer vermeintlich fehlenden Zuständigkeit sind unzulässig.

Ausfälle oder eine Nichterreichbarkeit während des Notfalldienstes sind nicht nur ein Ärgernis für hilfesuchende Patienten, sondern sind auch eine zusätzliche und nicht notwendige Belastung für eingeteilte Einrichtungen in den Nachbarbezirken. Diese Unkollegialitäten und berufsrechtlichen Verfehlungen können durch den Berufsstand so nicht akzeptiert werden.

Zum Schluss möchten wir noch einmal die eindringliche Bitte an Sie richten, den Notfalldienst gewissenhaft und ordnungsgemäß zu verrichten.

Für Rückfragen stehen Ihnen die Zahnärztekammer Nordrhein (info(at)zaek-nr.de) in Düsseldorf und auch Ihre regionalen Bezirksstellen gerne zur Verfügung.

FAQ's
Einteilung zum Notfalldienst

Ein Notfalldienstjahr geht vom 1. Februar bis zum 31. Januar des Folgejahres. Die Einteilung zum Notfalldienst erfolgt zweimal pro Jahr. Die Einteilung für den Notfalldienstzeitraum 1. Februar bis 31. August erfolgt zum 1. November des Vorjahres. Die Einteilung für den Notfalldienstzeitraum vom 1. September bis 31. Januar erfolgt zum 1. Juni. Die Notfalldiensteinteilung steht damit immer mindestens drei Monate vor Beginn des entsprechenden Zeitraums fest.

Viele Kollegen haben sich aus Gründen der Planungssicherheit eine ganzjährige Einteilung zum Notfalldienst gewünscht. Diesem Wunsch wären wir gerne nachgekommen. In Verbindung mit der Stichtagsregelung hätte dies jedoch dazu geführt, dass Veränderungen in der Praxisstruktur über einen ganzen Jahreszeitraum unberücksichtigt geblieben wären. Dies wäre nicht sachgerecht.

Sollten Sie bislang über keinen Portalzugang verfügen, wenden Sie sich bitte an portal-support@zaek-nr.de oder telefonisch an 0211 44704–221.

Für Portalnutzer wird die Heranziehung zum Notfalldienst auch jetzt schon über das Portal der Zahnärztekammer Nordrhein durchgeführt. Für die Änderung der Gemeinsamen Notfalldienstordnung der Zahnärztekammer Nordrhein und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein ist geplant, zukünftig alle Notdienstfunktionen ausschließlich über das Portal zu organisieren.

Einführung eines Schichtnotfalldienstes

Für die Einteilung in Schichten werden Notfalldienstbezirke zu regionalen Großbereichen zusammengefasst.

Nein, mit der Einteilung zum Notfalldienst im Schichtmodell richten wir die Einteilung nach dem tatsächlichen Bedarf der Patienten aus, sodass die eingeteilten Praxen beziehungsweise Zahnärzte insgesamt weniger Notfalldienststunden absolvieren müssen. Während in der Region Aachen zum Beispiel bislang an einem Samstag Praxen für insgesamt 240 Stunden zum Notfalldienst eingeteilt waren, reduziert sich die Stundenanzahl durch Einführung des Schichtnotfalldienstes auf 68 Stunden.

Nein, anwesend sein müssen Sie während der Präsenzzeiten von 11 Uhr bis 13 Uhr (bisher 10 Uhr bis 12 Uhr) und von 16 Uhr bis 18 Uhr. Im Übrigen ist der Notfalldienst als Bereitschaftsdienst ausgestaltet.

Die Gesamtstundenanzahl, mit der Zahnärzte beziehungsweise Praxen zum Notfalldienst eingeteilt werden, reduziert sich deutlich. Da jedoch oftmals die Einteilung nur für eine Schicht erfolgt, insbesondere die Schicht 1 von 8 Uhr bis 13 Uhr, in der viele Patienten den Notfalldienst aufsuchen und entsprechend viele Praxen eingeteilt sind, kann die Anzahl der Tage, an denen ein Zahnarzt oder eine Praxis Notfalldienst leisten muss, leicht ansteigen. Die Erfahrungen aus den Bezirksstellen Duisburg und Krefeld, wo das Schichtmodell bereits seit mehreren Jahren getestet wird, zeigen, dass die neue Einteilung insgesamt zu einer deutlichen Entlastung der Kollegenschaft führt.

Es gibt drei Schichten. Die erste Schicht beginnt morgens um 8 Uhr und endet um 13 Uhr, denn hier kommen erfahrungsgemäß die meisten Patienten in die Praxis. Deswegen sind in der ersten Schicht auch mehr Praxen zum Notfalldienst eingeteilt. Die zweite Schicht dauert von 13 bis 18 Uhr, da sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass hier bereits deutlich weniger Patienten eine Praxis mit einem Notfall aufsuchen, das heißt, die Anzahl der eingeteilten Praxen wird reduziert. Die Nachtschicht beginnt um 18 Uhr und endet um 8 Uhr am Folgetag. Da zu diesen Zeiten nur noch vereinzelt Patienten in die Praxis kommen, werden noch einmal deutlich weniger Praxen eingeteilt. Sofern es bereits Kooperationen gibt, kann diese Schicht auch weiterhin durch zentrale Einrichtungen abgedeckt werden.

Notfalldienst-Punktesystem

Wir legen den Planungen folgende Punktevergabe zugrunde:

Tage

Schichten

Punkte

Montag, Dienstag, Donnerstag

S3

15 Punkte

Mittwoch, Freitag

S2

5 Punkte

Mittwoch, Freitag

S3

15 Punkte

Samstag, Sonntag, Feiertag, Brückentag

S1

6 Punkte

Samstag, Sonntag, Feiertag, Brückentag

S2

6 Punkte

Samstag, Sonntag, Feiertag, Brückentag

S3

18 Punkte

hohe Feiertage (Karfreitag, Ostern, Weihnachten, Pfingsten, ggf. regionale Besonderheiten)

S1

8 Punkte

hohe Feiertage (Karfreitag, Ostern, Weihnachten, Pfingsten, ggf. regionale Besonderheiten)

S2

8 Punkte

hohe Feiertage (Karfreitag, Ostern, Weihnachten, Pfingsten, ggf. regionale Besonderheiten)

S3

24 Punkte

höchste Feiertage (Heiligabend, Silvester)

S1

9 Punkte

höchste Feiertage (Heiligabend, Silvester)

S2

9 Punkte

höchste Feiertage (Heiligabend, Silvester)

S3

27 Punkte

Sollte sich herausstellen, dass die eine oder andere Änderung erforderlich wird, werden wir diese selbstverständlich vornehmen und entsprechend informieren.

Notfalldiensttausch

Ein Notdiensttausch kann – wie bisher – nur mit einer Praxis aus dem gleichen Notdienstbezirk erfolgen. Sogenannte Bezirksübergreifende Notdiensttausche sind zu vermeiden und nur im Ausnahmefall – nach Zustimmung durch die zuständigen Bezirksstellen – möglich. Dies soll ein geografisches Ungleichgewicht, das durch einen solchen Tausch entstehen könnte, verhindern.

Ein Notdiensttausch wird über das Portal der Zahnärztekammer Nordrhein abgewickelt. Nach erfolgter Portalanmeldung und der Auswahl des Buttons „Meine Notfalldienste“ erfolgt eine automatische Weiterleitung zu Ihrem persönlichen Online-Bereitschaftsplan, wo Sie Ihre Notfalldiensttermine tauschen/abgeben können. Hier finden Sie auch eine ausführliche Tauschanleitung

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