Würden Sie Ihr Geschäft oder Büro verlassen, ohne die Tür zu schließen? Leider stehen bei vielen Betrieben die digitalen Fenster und Türen sperrangelweit offen – Dauerlüften ist angesagt! Was wie eine willkommene Einladung für Cyberkriminelle wirkt, können Sie verhindern.
Der zentrale Schlüssel zur digitalen Selbstverteidigung liegt in Ihrer Hand.
„Unternehmen unterliegen oft dem Trugschluss, sie seien zu klein, zu unbedeutend und zu unattraktiv, um angegriffen zu werden. Das ist schlichtweg ein großer Irrtum“, so Sebastian Barchnicki, Sprecher der Geschäftsführung von DIGITAL.SICHER.NRW. Hinter Cyberangriffen stecken meist kriminell organisierte Gruppen mit großer Infrastruktur, die nach dem Gießkannenprinzip Betriebe jeglicher Größe ins Visier nehmen – und dabei Erfolg haben. Vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) besteht Nachholbedarf im Bereich der digitalen Sicherheit im Betrieb. Beschäftigte weisen dort weniger gute Fähigkeiten zum Thema Cybersicherheit als der Durchschnitt auf. Auch setzen Betriebe dieser Größenordnung weniger Schutzmaßnahmen ein und wenden sich seltener an Behörden, wenn Sie von Cybersicherheitsvorfällen betroffen sind.
Am häufigsten greifen Cyberkriminelle Unternehmen über betrügerische E-Mails an. Beim sogenannten Phishing werden Mitarbeitende dazu verleitet, vertrauliche Daten wie Passwörter oder Finanzinformationen preiszugeben oder unbedacht auf einen Link oder einen Anhang mit einem Schadprogramm zu klicken. Ebenfalls zählen schwache Passwörter und fehlende Sicherheitsupdates zu den am meisten ausgenutzten Sicherheitslücken von Firmen. Passwörter werden leichter geknackt, wenn Sie eine geringe Zeichenanzahl aufweisen, insbesondere wenn sie aus gebräuchlichen Wörtern oder einfachen Kombinationen bestehen. Vernachlässigen Sie die regelmäßige und zeitnahe Durchführung von Updates auf Ihren Geräten, bleiben Sicherheitslücken offen, die Angreifende gezielt ausnutzen.
Lassen Sie den Hacker von nun an nur Holz machen, Spyware die Angelegenheit von James Bond sein und sich nicht mehr von Phishing ködern. Wie? Mit digitaler Selbstverteidigung! „Bereits mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko für einen erfolgreichen Angriff erheblich reduzieren und der Schaden im Ernstfall deutlich einschränken“, so die gute Nachricht von Barchnicki. Regelmäßige Sicherheitsupdates und Backups, Antivirenprogramme und Firewalls sowie starke Passwörter, die Sie mit einem zweiten Faktor absichern, sind die ersten Schritte in einen digital sicheren Betrieb. Auch die Verschlüsselung von einzelnen Dateien oder ganzen Datenträgern wie Festplatten oder Smartphones verbessert Ihren digitalen Schutz. Neben technischen Grundlagen lassen besonders organisatorische Maßnahmen wie das Aufstellen eines Notfallplans oder Sicherheitsschulungen für Mitarbeitende die Zahl der erfolgreichen Cyberangriffe auf Unternehmen sinken.
Autorin: Laura Schoner, DIGITAL.SICHER.NRW, veröffentlicht im RZB 06/2025
Im Internet tauchen immer wieder betrügerische Onlineshops auf, die mit verlockenden Angeboten Kundinnen und Kunden in die Falle locken. Besonders Unternehmen sind gefährdet, wenn sie Anschaffungen tätigen, Geschenke für Mitarbeitende organisieren oder attraktive Rabatte für Investitionen nutzen möchten.
Datensicherungen (engl.: Backups) gehören zur Gesundheitsvorsorge der IT-Systeme Ihres Unternehmens. Der Verlust von Daten kann viele Ursachen haben: technische Defekte, Cyberangriffe oder menschliches Fehlverhalten. Ohne eine separate Datenspeicherung sind wichtige Dokumente ersatzlos verloren.
Cybersicherheitsvorfälle können jedes Unternehmen treffen – von der kleinen Bäckerei bis hin zum mittelständischen Maschinenbauer. Ohne einen klaren Plan drohen IT-Probleme, Chaos und Betriebsunterbrechungen, die schwerwiegende Folgen haben können.
123456 ist das beliebteste Passwort – und eine Einladung an Kriminelle. Wie Sie Ihre Zugänge schützen, ohne sich unendliche Zifferkombinationen merken zu müssen, haben unsere Kollegen von Digtal.Sicher.NRW aufbereitet.
Was wie ein harmloser Angeltrip klingt, kann für eine Zahnarztpraxis die Insolvenz bedeuten: Phishing. Phishing-Angriffe haben zum Ziel, Opfer zu ködern, um vertrauliche Informationen zu beziehen.
Der verantwortungsvolle Umgang mit Daten ist entscheidend, um die Sicherheit von Unternehmens- und Kundeninformationen zu gewährleisten. Das bloße Löschen von Daten auf einem Computer, indem sie in den „Papierkorb“ verschoben und dieser geleert wird, reicht nicht aus.
Beim Surfen im Internet hinterlassen Sie oft zahlreiche Datenspuren, die Cyberkriminelle ebenso anziehen wie Blut Haie. Auf unsicheren Webseiten oder über öffentliche WLAN-Hotspots bewegen Sie sich schnell in trüben Gewässern und erkennen womöglich schädliche Software nicht, die Sie oft nur durch einen einzigen Klick an Land ziehen – oder auf Ihren Computer herunterladen.
Würden Sie Ihr Geschäft oder Büro verlassen, ohne die Tür zu schließen? Leider stehen bei vielen Betrieben die digitalen Fenster und Türen sperrangelweit offen – Dauerlüften ist angesagt! Was wie eine willkommene Einladung für Cyberkriminelle wirkt, können Sie verhindern.
Verschlüsselung ist wie die Tarntechnik aus der Trickkiste eines James Bond: Sie verwandelt alltägliche Nachrichten, Bilder und Dateien in einen unlesbaren Geheimtext, den nur diejenigen entschlüsseln können, die den richtigen Schlüssel besitzen.