Was wie ein harmloser Angeltrip klingt, kann für eine Zahnarztpraxis die Insolvenz bedeuten: Phishing. Phishing-Angriffe haben zum Ziel, Opfer zu ködern, um vertrauliche Informationen zu beziehen.
Beim Phishing versuchen Kriminelle meistens über betrügerische E-Mails vertrauliche Informationen von Nutzerinnen und Nutzern abzugreifen oder sie zu einem unbedachten Klick auf einen Anhang mit einem Schadprogramm zu verführen. Und das häufig mit Erfolg.
E-Mail-Phishing ist die häufigste Form von Phishing, traditionell im Namen bekannter Unternehmen wie Banken, Behörden oder Lieferunternehmen. Inzwischen setzen Kriminelle aber nicht mehr nur auf E-Mails. Vermehrt erfolgen Phishing-Angriffe genauso über Soziale Medien, Messenger-Dienste, SMS und als Voice-Phishing über das Telefon, sogar mit Unterstützung von künstlichen Intelligenzen. Allen Formen ist gemeinsam, Opfer zu ködern, um vertrauliche Informationen zu beziehen. Oder die Täterinnen und Täter fordern Sie auf, eine Datei mit einem schädlichen Programm zu öffnen, die entweder als Anhang beigefügt ist oder zum Download bereitsteht. Hinter diesen Cyberangriffen stecken meist keine Einzeltäterinnen und Einzeltäter, sondern professionell organisierte Gruppen mit großer Infrastruktur.
Ein typisches Vorgehen von Kriminellen ist es, in Praxen E-Mails von Praxisinhabern oder angestellten Zahnärzten zu fälschen und diese an andere Mitarbeitende zu verschicken – darauf spekulierend, dass die Person durch fehlenden Kaffee, Feierabendstress oder das private Umfeld unachtsam ist. Es wird darum gebeten, beim Anliegen äußerst diskret vorzugehen und die Anweisung der vermeintlichen Führungskraft sofort auszuführen – meist eine Überweisung, die getätigt werden soll. Diese Betrugsmasche nennt sich CEO-Fraud. Um glaubwürdig als Vorgesetzte oder Vorgesetzter aufzutreten, sammeln die Täterinnen und Täter möglichst viele Informationen über die Praxis und dessen Struktur an. Besonders häufig stehen Mitarbeitende aus Abrechnung oder Buchhaltung im Visier solcher personalisierten Phishing-E-Mails.
Bei Phishing-E-Mails lassen sich Fälschungen von Originalen kaum noch unterscheiden. Deshalb ist es wichtig, Mitarbeitenden Grundkenntnisse zu vermitteln, wie sie gefälschte Absender oder eine manipulierte Internetadresse erkennen. Denn: Egal, wie gut Ihre Sicherheitssysteme sind, einen vollständigen technischen Schutz gegen Phishing gibt es nicht. Neben dem Einsatz von professionellen Spam- und Antivirenfiltern sollten Arztpraxen daher ihre internen Prozesse auf den Prüfstand stellen. Dazu zählen das Vier-Augen-Prinzip bei der Änderung von Kontodaten oder der Freigabe von Überweisungen ab einer bestimmten Summe und eine Unternehmenskultur, bei der Mitarbeitende bei ihrer Führungskraft direkt Rücksprache halten können. Diese sollte über einen anderen Kanal als die E-Mail erfolgen, zum Beispiel über das Telefon.
Grundsätzlich sollten Sie achtgeben, wenn Sie per E-Mail aufgefordert werden, Ihren Benutzernamen oder Passwort auf einer Webseite einzugeben oder diese zu ändern. Tun Sie es nicht einfach so. Behalten Sie im Hinterkopf: Der beste Schutz vor Phishing-Angriffen sind Sie selbst!
Autorin: Laura Schoner, DIGITAL.SICHER.NRW, veröffentlicht im RZB 06/2024
Im Internet tauchen immer wieder betrügerische Onlineshops auf, die mit verlockenden Angeboten Kundinnen und Kunden in die Falle locken. Besonders Unternehmen sind gefährdet, wenn sie Anschaffungen tätigen, Geschenke für Mitarbeitende organisieren oder attraktive Rabatte für Investitionen nutzen möchten.
Datensicherungen (engl.: Backups) gehören zur Gesundheitsvorsorge der IT-Systeme Ihres Unternehmens. Der Verlust von Daten kann viele Ursachen haben: technische Defekte, Cyberangriffe oder menschliches Fehlverhalten. Ohne eine separate Datenspeicherung sind wichtige Dokumente ersatzlos verloren.
Cybersicherheitsvorfälle können jedes Unternehmen treffen – von der kleinen Bäckerei bis hin zum mittelständischen Maschinenbauer. Ohne einen klaren Plan drohen IT-Probleme, Chaos und Betriebsunterbrechungen, die schwerwiegende Folgen haben können.
123456 ist das beliebteste Passwort – und eine Einladung an Kriminelle. Wie Sie Ihre Zugänge schützen, ohne sich unendliche Zifferkombinationen merken zu müssen, haben unsere Kollegen von Digtal.Sicher.NRW aufbereitet.
Was wie ein harmloser Angeltrip klingt, kann für eine Zahnarztpraxis die Insolvenz bedeuten: Phishing. Phishing-Angriffe haben zum Ziel, Opfer zu ködern, um vertrauliche Informationen zu beziehen.
Der verantwortungsvolle Umgang mit Daten ist entscheidend, um die Sicherheit von Unternehmens- und Kundeninformationen zu gewährleisten. Das bloße Löschen von Daten auf einem Computer, indem sie in den „Papierkorb“ verschoben und dieser geleert wird, reicht nicht aus.
Beim Surfen im Internet hinterlassen Sie oft zahlreiche Datenspuren, die Cyberkriminelle ebenso anziehen wie Blut Haie. Auf unsicheren Webseiten oder über öffentliche WLAN-Hotspots bewegen Sie sich schnell in trüben Gewässern und erkennen womöglich schädliche Software nicht, die Sie oft nur durch einen einzigen Klick an Land ziehen – oder auf Ihren Computer herunterladen.
Würden Sie Ihr Geschäft oder Büro verlassen, ohne die Tür zu schließen? Leider stehen bei vielen Betrieben die digitalen Fenster und Türen sperrangelweit offen – Dauerlüften ist angesagt! Was wie eine willkommene Einladung für Cyberkriminelle wirkt, können Sie verhindern.
Verschlüsselung ist wie die Tarntechnik aus der Trickkiste eines James Bond: Sie verwandelt alltägliche Nachrichten, Bilder und Dateien in einen unlesbaren Geheimtext, den nur diejenigen entschlüsseln können, die den richtigen Schlüssel besitzen.