Im Internet tauchen immer wieder betrügerische Onlineshops auf, die mit verlockenden Angeboten Kundinnen und Kunden in die Falle locken. Besonders Unternehmen sind gefährdet, wenn sie Anschaffungen tätigen, Geschenke für Mitarbeitende organisieren oder attraktive Rabatte für Investitionen nutzen möchten.
Doch die vermeintlichen Schnäppchen können Ihrem Unternehmen teuer zu stehen kommen. Fakeshops sind echt aussehende, aber gefälschte Online-Plattformen, auf denen Sie etwas kaufen können. Damit Sie nicht auf die Betrugsmasche Fakeshop hereinfallen, geben wir Ihnen fünf Merkmale an die Hand, mit denen Sie prüfen können, ob ein Onlineshop vertrauenswürdig ist.
Bereits die URL, also die Internetadresse der Webseite, kann einen ersten Hinweis darauf geben, dass es sich um einen Fakeshop handelt. Passt der Name zu dem, was auf der Seite angeboten wird? Wenn beides voneinander abweicht, sollten Sie stutzig werden. Auch sollte in der URL immer „https“ statt „http“ stehen, denn das „s“ gibt an, dass es sich hierbei um eine sichere Übertragung zwischen Ihnen und dem Onlinedienst handelt. Cyberkriminelle können so zum Beispiel Ihre Anmeldedaten mitsamt Passwörtern weder abfangen noch einsehen.
Zunächst: Prüfen Sie, ob das Angebot auf der Webseite weit unter dem üblichen Marktpreis liegt. Das könnte ein Hinweis auf einen Fakeshop sein. Auch die Zahlmethoden, die angeboten werden, sollten Sie sich genauer ansehen. Viele Fakeshops bieten ausschließlich Zahlungen in Vorkasse an, da Vorabüberweisungen schwer rückgängig gemacht werden können. Zahlen Sie daher bei Ihnen unbekannten Shops niemals vorab per Überweisung, sondern zum Beispiel mit Kreditkarte, PayPal, Lastschrift oder per Rechnung. Achtung: Einige Fakeshops geben zwar Zahlungsmethoden wie Mastercard bzw. Visa an, im letzten Schritt handelt es sich dann doch um einen Bezahlvorgang per Vorkasse. Oder es wird zu einer PayPal-Zahlung in der Variante „Freunde und Familie“ verleitet, da diese im Vergleich zu „Waren und Dienstleistungen“ keinen Käuferschutz enthält.
Die Abbildungen von Gütesiegeln wie Trusted Shops, TÜV Süd oder EHI lassen sich leicht kopieren. Klicken Sie zunächst auf das Siegel und schauen Sie, ob Sie zur Seite des Siegelanbieters weitergeleitet werden. Wenn das nicht der Fall ist, sollte es Ihnen verdächtig vorkommen. Auf Seiten wie Trustpilot können Sie außerdem auch Kundenbewertungen zu den jeweiligen Erfahrungen mit dem Shop einsehen – diese sind dann auf jeden Fall nicht vom Fakeshop erfunden.
Onlineshops sind verpflichtet ein Impressum anzugeben. Wenn dieses fehlt, dann ist das ein eindeutiges Zeichen, dass Sie der Seite nicht vertrauen sollten. Wenn Sie sich bei einem Onlineshop nicht sicher sind, jedoch ein Impressum vorhanden ist, prüfen Sie aufmerksam, ob folgende Angaben gemacht werden:
Im sogenannten „Fakeshop-Finder“ der Verbraucherzentrale können Sie ganz einfach einen Link zu einem Onlineshop einfügen und die Seite prüfen lassen. Der „Fakeshop-Finder“ schaut, ob die Seite, auf der Sie einkaufen wollen, Auffälligkeiten aufweist, die darauf hindeuten, dass der Onlineshop unseriös ist. Dabei geht es beispielsweise um das Vorhandensein eines Impressums, ob der Shop auf anderen vertrauenswürdigen Plattformen gelistet ist oder in welchem Land die Webseite gehostet wird.
Autorin: Laura Schoner, DIGITAL.SICHER.NRW, veröffentlicht im RZB 05/2025
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