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Zahnzwischenraumpflege: Zahnseide und Co

Die richtige Mundhygiene ist das A und O für jeden Patienten! Denn wer seine Zähne vernachlässigt, riskiert nicht nur Verfärbungen, sondern auch Erkrankungen wie Karies oder Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), die schwere Folgen haben können.
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Die Reinigung der Räume zwischen den einzelnen Zähnen ist zwar nicht einfach, aber es ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Entfernung von Belägen und damit unabdingbar, möchte man Karies und Parodontitis vermeiden. Am ehesten lässt sich die Zwischenraumpflege mit der Unterbodenwäsche bei einem Auto vergleichen, bei dem nach einer Spritztour über mit Salz enteiste Straßen eine einfache Fahrzeugwäsche zur gründlichen Reinigung nicht mehr ausreicht. Das Salz des Straßendienstes auch aus den kleinsten Ritzen zu entfernen entspricht der gründlichen Pflege der Zahnzwischenräume.

Eine Zahnbürste erreicht nur etwa 70 Prozent der Fläche eines Zahnes, der Rest bleibt - ohne Zwischenraumpflege - einfach schmutzig. Diesen Bereich sollte man mindestens einmal pro Tag reinigen. Ob man dieses vor oder nach dem Zähneputzen macht, ist dabei nicht entscheidend.

Auch die Stiftung Warentest bestätigt (test, Ausgabe 09/2012): „Der Pflegezustand des Gebisses besserte sich bei allen Probanden – egal, ob sie Zahnseide, Tape, Flauschzahnseide oder Interdentalbürste benutzten.“ Die Größe des Zahnzwischenraumes entscheidet letztendlich über das auszuwählende Hilfsmittel. Von Dünn nach Dick in aufsteigender Größe nachfolgend aufgelistet:

  • Zahnseide findet Anwendung bei ganz engen Zwischenräumen
  • Superfloss (aufgeschäumte Zahnseide), wenn die Zahnseide ohne Widerstand und ohne Reinigungseffekt durch den Zahnzwischenraum gleitet
  • Interdentalbürstchen, wenn die Zähne weiter auseinander stehen und die Zwischenräume größer werden

Die Bürstchen gibt es in unterschiedlichen Größen, sie werden vor allem zur Pflege der Zähne beim Tragen einer Zahnspange, bei Brücken, Implantaten oder im durch Parodontitis vorgeschädigten Gebiss genutzt. Sind unterschiedlich große Zwischenräume in ein und demselben Gebiss vorhanden, kann es notwendig sein, verschiedene Hilfsmittel, wie z.B. Zahnseide und Interdentalbürstchen und/oder Superfloss einzusetzen. Bei der Auswahl des richtigen Hilfsmittels und der Anleitung zur richtigen Anwendung ist Ihnen die Zahnarztpraxis Ihres Vertrauens sehr gerne behilflich – sprechen Sie Ihren Zahnarzt an!

Die Handhabung der ganzen Technik ist nicht ganz einfach, aber auch hier gilt: Übung macht den Meister! Zusätzlich zur eigenen Pflege ist zudem mindestens zweimal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung (PZR) bei Ihrem Zahnarzt als Karies- und Paradontitisprophylaxe sinnvoll.

Dr. med. dent. Thomas Heil

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Die neue App "Alles sauber?" soll das Zähneputzen bei Kindern fördern. Die Kinder füttern je nach Vorliebe ein Pferd, einen Hund oder einen Hasen. Doch wie werden deren Zähne wieder sauber? Da hilft die rote Zahnbürste weiter. Die Kinder wischen mit der Bürste über den Bildschirm und nach und nach strahlen die Zähne wieder. Dann werden die Kinder aufgefordert, ihre eigenen Zähne zu putzen. Zu guter Letzt darf ein Foto der sauberen Zähne geschossen werden. Wer noch etwas Hilfe bei der Technik benötigt, bekommt wichtige Tipps der Initiative proDente, die die App auch sponsort. Die App steht kostenlos im iTunes App Store zur Verfügung: https://itunes.apple.com/de/app/alles-sauber-zahne-putzen/id642318964?mt=8

Frühkindliche Karies, oder auch Nuckelflaschenkaries, ist ein zunehmendes Problem. Zu viele Kleinkinder haben bereits stark zerstörte Zähne. Die Bundeszahnärztekammer hat daher gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband einen textfreien Comic zur Zahnpflege und Mundgesundheit bei Kleinkindern herausgegeben. Der Comic richtet sich an alle jungen Eltern. Durch den sparsamen Gebrauch von Worten wird er auch von denen verstanden, die nicht gut oder gerne lesen.

Seit dem 1. Juli 2018 gilt die EU-Quecksilberverordnung. Danach darf Dentalamalgam nicht mehr für zahnärztliche Behandlungen von Milchzähnen, von Kindern unter 15 Jahren und von schwangeren oder stillenden Patientinnen verwendet werden. Für die Behandlung der genannten Patientinnen und Patienten muss regelmäßig ein alternatives plastisches Füllungsmaterial gewählt werden, das dauerhaft haltbar und erprobt ist und dem Stand der Wissenschaft entspricht.

Die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) hat zu dem Thema einen Katalog mit wichtigen Fragen und Antworten erarbeitet, um Patientinnen und Patienten über die neuen Vorgaben, Ausnahmen von diesen Vorgaben und Behandlungsmöglichkeiten bei Zahnfüllungen zu informieren. Die Auflistung gibt unter anderem Auskunft darüber, welche Alternativen zu Dentalamalgam in der Füllungstherapie verfügbar sind und welche Leistungen gesetzliche Krankenkassen übernehmen.

Der Frage- und Antwortkatalog kann auf der Website der KZBV unter www.kzbv.de/eu-quecksilberverordnung abgerufen werden. Auch die aktualisierte KZBV-Patienteninformation „Zahnfüllungen – Was Sie als Patient wissen sollten“ ist dort zum kostenlosen Download verfügbar oder kann als gedruckte Broschüre bestellt werden.

Patientinnen und Patienten in NRW stehen im Patientenwegweiser des Patientenbeauftragten für Nordrhein-Westfalen unterschiedliche Informations-, Beratungs- und Selbsthilfeangebote zur Verfügung.

Das umfangreiche Adressverzeichnis soll dazu beitragen, die Suche nach geeigneten Ansprechpartnerinnen und -partnern zu vereinfachen.

Für Patienten wurde eigens eine Telefon-Hotline eingerichtet. Diese erreichen Sie montags von 12.00 bis 15.00 Uhr und donnerstags von 10.00 bis 13.00 Uhr unter der Telefonnummer 0211 / 44 704 280. Dort beantworten wir Ihre Fragen rund um die zahnärztliche Behandlung.

Das Bilderbuch „Zahnbande“ begeistert schon seit Herbst 2016 Kinder und Erwachsene. Jetzt kommen Abenteuer, Spiele und spannende Infos über gesunde Zähne mit allen Mitgliedern der Zahnbande auch ins Internet. Auf „zahnbande.de“ präsentiert die Initiative proDente für 5- bis 12-Jährige kleine Geschichten, Filme, Spiele, Animationen und Ausmalbilder.

Natürlich geht es um Zähne und was die Beißerchen so alles leisten. Also Essen, Trinken und beim Sprechen helfen. Auch Zähneputzen und der Besuch beim Zahnarzt dürfen nicht fehlen. Doch wichtiger als Belehrungen sind Geschichten und Figuren, die Kinder und deren Phantasie ansprechen. Auch ein Menüpunkt mit Spielen, Geschichten und Ausmalbildern darf nicht fehlen. Und wie herrlich schrill ein Bohrer klingt hören die Kids auch.

www.zahnbande.de

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