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Zähneputzen mit System für Kinderzähne: KAI-plus

Die richtige Mundhygiene ist das A und O für jeden Patienten! Denn wer seine Zähne vernachlässigt, riskiert nicht nur Verfärbungen, sondern auch Erkrankungen wie Karies oder Zahnfleischentzündungen (Gingivitis), die schwere Folgen haben können.
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"KAI“ müsste mittlerweile jedes Kind kennen. Die leicht zu merkende Buchstabenfolge steht nämlich für das optimale System, um die Zähne sauber zu halten und vor Karies zu schützen:

  • K Man beginnt auf der Kaufläche, natürlich auf allen Seiten im Ober- und im Unterkiefer,
  • A setzt die Reise durch den Mund fort, indem die Außenflächen geputzt werden und
  • I landet schließlich auf den Innenflächen (siehe Abbildungen unten).

 

Drei Buchstaben – Drei Minuten ist auch der Zeitraum, den man braucht, um alle Zähne und alle Zahnflächen gründlich zu reinigen. Wer es perfekt machen will, benutzt zur Kontrolle eine (Zahnputz-)Uhr.

Eltern putzen Kinderzähne (nach): „KAI-Plus“

Zähneputzen ist nicht einfach und will gelernt sein. Kinder verfügen in den ersten Lebensjahren noch nicht über dieselben feinmotorischen Fähigkeiten wie Erwachsene. Insbesondere Bewegungen im Handgelenk, die beispielsweise für die Reinigung der Innenflächen (siehe oben) wichtig sind, fallen zunächst schwer oder sind noch gar nicht möglich. Mit dem Begriff „KAI-Plus“ wollen wir Zahnärzte den Eltern daher nahebringen, dass sie unbedingt die Zähne ihrer Kinder abends nachputzen sollten – und dies mindestens bis zum Ende des ersten Schuljahres. Als Faustregel gilt: Wenn ein Kind flüssig die Schreibschrift beherrscht, kann es auch „richtig die Zähne putzen“.

„Schulzähne“ können schon vor dem 6. Lebensjahr kommen!

Beim Erscheinen der ersten bleibenden Backenzähne im Alter von ungefähr sechs Jahren (Achtung: Hierfür fällt kein Milchzahn vorher aus!) müssen diese mitgeputzt werden. Das ist deshalb schwierig, weil die „Schulzähne“ erst langsam nach oben wachsen. Solange gibt es hinter dem letzten Milchbackenzahn noch eine Stufe. Bei normalem Putzen erreicht die Zahnbürste die neuen Zähne also nur unzureichend. Hier droht Kariesgefahr! Deshalb empfehlen Experten, in diesem Lebensalter zusätzlich zur KAI-Systematik hinten noch einmal in allen vier Kieferhälften „quer zu putzen“ (siehe Abbildung unten).

Die ersten bleibenden Backenzähne kommen häufig aber schon wesentlich früher. Der Zahnarzt erkennt dies bei Einhalten der regelmäßigen Untersuchungen sofort, da Zahnfleisch und Kiefer in diesem Bereich schon eine ganze Zeit vorher etwas anschwellen. Der „Durchbruch“ des Zahnes kündigt sich an. Lassen Sie sich in Ihrer Zahnarztpraxis auch bei den Vorsorgeuntersuchungen darüber beraten, welche Zahnpasta, welche Zahnbürste und welche Zahnputztechnik am besten für Ihr Kind geeignet ist.

Dr. med. dent. Dirk Erdmann

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Die neue App "Alles sauber?" soll das Zähneputzen bei Kindern fördern. Die Kinder füttern je nach Vorliebe ein Pferd, einen Hund oder einen Hasen. Doch wie werden deren Zähne wieder sauber? Da hilft die rote Zahnbürste weiter. Die Kinder wischen mit der Bürste über den Bildschirm und nach und nach strahlen die Zähne wieder. Dann werden die Kinder aufgefordert, ihre eigenen Zähne zu putzen. Zu guter Letzt darf ein Foto der sauberen Zähne geschossen werden. Wer noch etwas Hilfe bei der Technik benötigt, bekommt wichtige Tipps der Initiative proDente, die die App auch sponsort. Die App steht kostenlos im iTunes App Store zur Verfügung: https://itunes.apple.com/de/app/alles-sauber-zahne-putzen/id642318964?mt=8

Frühkindliche Karies, oder auch Nuckelflaschenkaries, ist ein zunehmendes Problem. Zu viele Kleinkinder haben bereits stark zerstörte Zähne. Die Bundeszahnärztekammer hat daher gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband einen textfreien Comic zur Zahnpflege und Mundgesundheit bei Kleinkindern herausgegeben. Der Comic richtet sich an alle jungen Eltern. Durch den sparsamen Gebrauch von Worten wird er auch von denen verstanden, die nicht gut oder gerne lesen.

Seit dem 1. Juli 2018 gilt die EU-Quecksilberverordnung. Danach darf Dentalamalgam nicht mehr für zahnärztliche Behandlungen von Milchzähnen, von Kindern unter 15 Jahren und von schwangeren oder stillenden Patientinnen verwendet werden. Für die Behandlung der genannten Patientinnen und Patienten muss regelmäßig ein alternatives plastisches Füllungsmaterial gewählt werden, das dauerhaft haltbar und erprobt ist und dem Stand der Wissenschaft entspricht.

Die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) hat zu dem Thema einen Katalog mit wichtigen Fragen und Antworten erarbeitet, um Patientinnen und Patienten über die neuen Vorgaben, Ausnahmen von diesen Vorgaben und Behandlungsmöglichkeiten bei Zahnfüllungen zu informieren. Die Auflistung gibt unter anderem Auskunft darüber, welche Alternativen zu Dentalamalgam in der Füllungstherapie verfügbar sind und welche Leistungen gesetzliche Krankenkassen übernehmen.

Der Frage- und Antwortkatalog kann auf der Website der KZBV unter www.kzbv.de/eu-quecksilberverordnung abgerufen werden. Auch die aktualisierte KZBV-Patienteninformation „Zahnfüllungen – Was Sie als Patient wissen sollten“ ist dort zum kostenlosen Download verfügbar oder kann als gedruckte Broschüre bestellt werden.

Patientinnen und Patienten in NRW stehen im Patientenwegweiser des Patientenbeauftragten für Nordrhein-Westfalen unterschiedliche Informations-, Beratungs- und Selbsthilfeangebote zur Verfügung.

Das umfangreiche Adressverzeichnis soll dazu beitragen, die Suche nach geeigneten Ansprechpartnerinnen und -partnern zu vereinfachen.

Für Patienten wurde eigens eine Telefon-Hotline eingerichtet. Diese erreichen Sie mittwochs in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 52 60 500. Dort beantworten Zahnärzte Ihre Fragen rund um die zahnärztliche Behandlung.

Das Bilderbuch „Zahnbande“ begeistert schon seit Herbst 2016 Kinder und Erwachsene. Jetzt kommen Abenteuer, Spiele und spannende Infos über gesunde Zähne mit allen Mitgliedern der Zahnbande auch ins Internet. Auf „zahnbande.de“ präsentiert die Initiative proDente für 5- bis 12-Jährige kleine Geschichten, Filme, Spiele, Animationen und Ausmalbilder.

Natürlich geht es um Zähne und was die Beißerchen so alles leisten. Also Essen, Trinken und beim Sprechen helfen. Auch Zähneputzen und der Besuch beim Zahnarzt dürfen nicht fehlen. Doch wichtiger als Belehrungen sind Geschichten und Figuren, die Kinder und deren Phantasie ansprechen. Auch ein Menüpunkt mit Spielen, Geschichten und Ausmalbildern darf nicht fehlen. Und wie herrlich schrill ein Bohrer klingt hören die Kids auch.

www.zahnbande.de

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