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Steuern: Zahnbehandlungen können abgesetzt werden

Von A wie Angst wie Angst vorm Zahnarzt bis Z wie Zahnzusatzversicherung - hier gibt es Tipps und Informationen zu wichtigen Themen für Patientinnen und Patienten.
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Sämtliche Kosten, die durch eine medizinisch notwendige Behandlung zur Heilung oder zur Linderung einer Krankheit entstehen, sind grundsätzlich als sogenannte außergewöhnliche Belastungen steuerlich abzugsfähig. Der Ausgleich greift aber erst dann, wenn die „Zumutbarkeitsgrenze“ überschritten wird, die vom Einkommen, dem Familienstand und der Zahl an Kindern abhängig ist (siehe Tabelle).

 

Was ist außergewöhnlich?

Als außergewöhnlich werden im Steuerrecht all diejenigen Aufwendungen bezeichnet, die auf Grund besonderer Lebensumstände entstehen und den Bürger stärker als den Durchschnitt der vergleichbaren Steuerpflichtigen belastet. Die entsprechenden Regelungen finden sich im Paragrafen 33 und folgende des Einkommensteuergesetzes. Das medizinische Spektrum reicht von „A“ wie Arzneimittel über „R“ wie Rezeptgebühren bis hin zu „Z“ wie Zahnbehandlungen. So können dem gesetzlich krankenversicherten Patienten beispielsweise bei aufwändigeren Zahnfüllungen, Zahnersatz oder Implantatversorgungen Eigenanteile entstehen, weil die Kosten für diese Leistungen überhaupt nicht oder nur teilweise von der Krankenkasse erstattet werden. Aber auch ein Privatversicherter bekommt – abhängig von Art und Umfang des gewählten Tarifs – nicht unbedingt alles bezahlt.

Belege sammeln

Das Finanzamt fordert natürlich schriftliche Nachweise, damit die außergewöhnlichen Belastungen auch wirklich anerkannt werden. Deshalb ist es sinnvoll, eine einfache, formlose Auflistung der Aufwendungen zu anzufertigen, aus der die Erstattungen und die selbstgetragenen Kosten für die ganze Familie zu ersehen sind. Dem sollten dann auch direkt die Belege beigeheftet werden, sodass alles direkt als Anlage für die Einkommensteuererklärung zur Verfügung steht (siehe Beispielrechnung).

Tabelle

Die zumutbare Belastung beträgt in einer dreistufigen Einteilung der Gesamteinkünfte dann in Prozent

  bis 15.340 € über 15.340 bis 51.130 € über 51.130 €
Steuerpflichtige ohne Kinder (Grundtarif, alleinstehend) 5% 6% 7%
Steuerpflichtige ohne Kinder (Splittingtarif, verheiratet) 4% 5% 6%
Steuerpflichtige mit bis zu 2 Kindern 2% 3% 4%
Steuerpflichtige mit mehr als 2 Kindern 1% 1% 2%

Mit einem Urteil vom 19. Januar 2017 (Az. VI R 75/14) wich der Bundesfinanzhof von der bisher üblichen Berechnung der zumutbaren Belastung ab. Die Entscheidung gilt über den Einzelfall hinaus. Die Steuerverwaltungen der genannten Länder prüfen deshalb die betreffenden Einkommensteuerbescheide, die von September 2013 bis Mitte Juni 2017 erlassen wurden. Die Steuerzahler müssten nicht selbst aktiv werden, so die Finanzstaatssekretärin.

Hintergrund ist, dass im Einkommensteuergesetz geregelt ist, dass zwangsläufig entstandene private Belastungen dann steuerlich geltend gemacht werden können, wenn sie für Steuerpflichtige im Vergleich zur überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen überdurchschnittlich hoch sind. Die nach dem Gesetz noch zumutbare und damit von jedem selbst zu tragende Belastung wird jedoch angerechnet und ist abhängig vom Gesamtbetrag der Einkünfte, der dafür in drei Stufen eingeteilt wird (Stufe 1: bis 15.340 Euro, Stufe 2: bis 51.130 Euro, Stufe 3: über 51.130 Euro).

Je nach Familienstand und Zahl der Kinder wurde bislang ein bestimmter Prozentsatz vom Gesamtbetrag der Einkünfte angenommen (zwischen 1 und 7 Prozent). Nach der neuen Rechtsprechung werde dieser Prozentsatz nur noch auf den Teil der gesamten Einkünfte angewandt, der oberhalb des Stufengrenzwerts liegt. Damit sinke insgesamt die zumutbare Belastung, was zu einer niedrigeren Einkommensteuer führt.

 

Dr. med.dent Dirk Erdmann (Stand: 2018)

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Die neue App "Alles sauber?" soll das Zähneputzen bei Kindern fördern. Die Kinder füttern je nach Vorliebe ein Pferd, einen Hund oder einen Hasen. Doch wie werden deren Zähne wieder sauber? Da hilft die rote Zahnbürste weiter. Die Kinder wischen mit der Bürste über den Bildschirm und nach und nach strahlen die Zähne wieder. Dann werden die Kinder aufgefordert, ihre eigenen Zähne zu putzen. Zu guter Letzt darf ein Foto der sauberen Zähne geschossen werden. Wer noch etwas Hilfe bei der Technik benötigt, bekommt wichtige Tipps der Initiative proDente, die die App auch sponsort. Die App steht kostenlos im iTunes App Store zur Verfügung: https://itunes.apple.com/de/app/alles-sauber-zahne-putzen/id642318964?mt=8

Gesetzlich Versicherte erhalten einen Heil- und Kostenplan von ihrem Zahnarzt, wenn sie Zahnersatz benötigen. Das Formular und die Eintragungen sind für Laien jedoch schwer zu verstehen. Die Initiative proDente stellt daher jetzt eine interaktive Online-Erklärung zur Verfügung, die den Heil- und Kostenplan (HKP) für Patienten aufschlüsselt. Ein ergänzenden Informationsblatt zum HKP kann von Patienten kostenfrei unter 01805/55 22 55 bestellt werden.

Seit dem 1. Juli 2018 gilt die EU-Quecksilberverordnung. Danach darf Dentalamalgam nicht mehr für zahnärztliche Behandlungen von Milchzähnen, von Kindern unter 15 Jahren und von schwangeren oder stillenden Patientinnen verwendet werden. Für die Behandlung der genannten Patientinnen und Patienten muss regelmäßig ein alternatives plastisches Füllungsmaterial gewählt werden, das dauerhaft haltbar und erprobt ist und dem Stand der Wissenschaft entspricht.

Die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) hat zu dem Thema einen Katalog mit wichtigen Fragen und Antworten erarbeitet, um Patientinnen und Patienten über die neuen Vorgaben, Ausnahmen von diesen Vorgaben und Behandlungsmöglichkeiten bei Zahnfüllungen zu informieren. Die Auflistung gibt unter anderem Auskunft darüber, welche Alternativen zu Dentalamalgam in der Füllungstherapie verfügbar sind und welche Leistungen gesetzliche Krankenkassen übernehmen.

Der Frage- und Antwortkatalog kann auf der Website der KZBV unter www.kzbv.de/eu-quecksilberverordnung abgerufen werden. Auch die aktualisierte KZBV-Patienteninformation „Zahnfüllungen – Was Sie als Patient wissen sollten“ ist dort zum kostenlosen Download verfügbar oder kann als gedruckte Broschüre bestellt werden.

Das Thema Hygiene geht jeden etwas an! Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat eine neue Informationsseite ins Leben gerufen: www.infektionsschutz.de. Diese Homepage bietet umfassende Inhalte zum Thema und ist ansprechend und interessant gestaltet. Eine hilfreiche Infoseite gerade auch für den Patienten.

Patientinnen und Patienten in NRW stehen im Patientenwegweiser des Patientenbeauftragten für Nordrhein-Westfalen unterschiedliche Informations-, Beratungs- und Selbsthilfeangebote zur Verfügung.

Das umfangreiche Adressverzeichnis soll dazu beitragen, die Suche nach geeigneten Ansprechpartnerinnen und -partnern zu vereinfachen.

Für Patienten wurde eigens eine Telefon-Hotline eingerichtet. Diese erreichen Sie mittwochs in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 52 60 500. Dort beantworten Zahnärzte Ihre Fragen rund um die zahnärztliche Behandlung.

Das Bilderbuch „Zahnbande“ begeistert schon seit Herbst 2016 Kinder und Erwachsene. Jetzt kommen Abenteuer, Spiele und spannende Infos über gesunde Zähne mit allen Mitgliedern der Zahnbande auch ins Internet. Auf „zahnbande.de“ präsentiert die Initiative proDente für 5- bis 12-Jährige kleine Geschichten, Filme, Spiele, Animationen und Ausmalbilder.

Natürlich geht es um Zähne und was die Beißerchen so alles leisten. Also Essen, Trinken und beim Sprechen helfen. Auch Zähneputzen und der Besuch beim Zahnarzt dürfen nicht fehlen. Doch wichtiger als Belehrungen sind Geschichten und Figuren, die Kinder und deren Phantasie ansprechen. Auch ein Menüpunkt mit Spielen, Geschichten und Ausmalbildern darf nicht fehlen. Und wie herrlich schrill ein Bohrer klingt hören die Kids auch.

www.zahnbande.de

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