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Mundgesundheit: Kranke Zähne – kranker Mensch

Die Mundgesundheit steht in enger Wechselwirkung mit der Gesundheit des gesamten Körpers. Eine gute Mundgesundheit ist auch die beste Voraussetzung für einen guten Gesamtorganismus - gesund sein beginnt also im Mund!
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Schöne Zähne, weiße Zähne, glatte Zähne, gerade Zähne, gesunde Zähne – um all dies kümmert sich der Zahnarzt. Er ist als Zahn-Arzt Spezialist für alle Erkrankungen der Mundhöhle und weiß, welche Folgen kranke Zähne auf den ganzen Körper haben. Bleiben Karies und Parodontitis unbehandelt, können sich Bakterien durch die neue Eintrittspforte im Körper weiter ausbreiten.

Beispiel Karies

Bakterien zerstören die äußeren Zahnschichten und erreichen dann das durchblutete Zahnmark. Bleibt das Zahnloch unbehandelt, stirbt das Zahnmark ab und durch die Entzündung löst sich der Knochen an der Wurzelspitze auf. Später folgen eitrige Gesichtsschwellungen, die sich gefährlich bis in die Kieferhöhle oder die Halsregion ausdehnen können.

Beispiel Parodontitis

Bakterielle Beläge zerstören nicht nur die Zähne, sondern entzünden auch das Zahnfleisch. Ignoriert man dies, kann sich die noch kleine Wunde auf den Zahnhalteapparat mit Wurzelzement, Haltefasern und Knochen ausbreiten und wird somit zur Parodontitis. Addiert man bei einer ausgeprägten Parodontitis alle Wundflächen, summiert sich die Größe leicht auf die Fläche einer ausgewachsenen Männerhand. Das Wort „Entzündung“ sagt es schon: So wie aus einer kleinen Streichholzflamme ein großer Brand entstehen kann, löst ein kleiner Herd im Körper weitere Schäden aus, falls das Immunsystem - die körpereigene „Feuerwehr“ - nicht Schlimmeres verhindert. Deshalb steigt das Risiko für Herzkreislauferkrankungen (Arteriosklerose, Herzmuskelentzündungen und Infarkte) um das Dreifache, Atemwegserkrankungen können ausgelöst oder verschlimmert werden, ein bestehender Diabetes kann verstärkt werden und das Risiko einer Schwangeren, eine Frühgeburt zu erleiden, wächst auf das Siebenfache an.

Die Ursache für Mundgeruch liegt nur selten im Magen, sondern zu 90 Prozent im Mund- und Rachenraum. Meist sind Zahnfleischerkrankungen und schlechte Mundhygiene verantwortlich. Unzureichende Hygiene und schlechter Sitz von herausnehmbarem Zahnersatz begünstigen Pilzerkrankungen.

Zähne sind Teamspieler

Zähne spielen nur im Team zusammen. Jeder Zahn hat seine Aufgabe und sogar jede Neigung und Wölbung auf den Kauflächen hat von der Natur ihre eigens zugewiesene Funktion. Man stelle sich ein Zahnrad vor, bei dem eine Zacke fehlt. Eine Fehlverzahnung entsteht zum Beispiel durch Fehlstellungen, Zahnverlust oder übergroße Füllungen und führt am Ende zu Überlastungen der Kaumuskeln und des Kiefergelenks. Erste Anzeichen sind Verhärtungen der Kaumuskulatur. Unbehandelt macht sich später das Gelenk oft durch Knackgeräusche bemerkbar. Auch Kopfschmerzen, besonders in der Schläfenregion, sind typische Symptome. Wegen der engen Nachbarschaft zum Ohr kann das kranke Gelenk sogar Ohrenschmerzen vortäuschen oder unangenehme dauerhafte Nebengeräusche (Tinnitus) herbeiführen. Man nimmt an, dass heute ca. jede vierte Tinnituserkrankung durch Kiefergelenkprobleme ausgelöst wird.

Können die Zähne ihre Hauptfunktion, die Nahrungsaufnahme, nicht mehr zufriedenstellend ausführen, ändern sich die Ernährungsgewohnheiten entsprechend und es folgen Magen- und Darmprobleme mit Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit. Eine weitere wichtige Aufgabe der Zähne ist die Kommunikation, denn die Zähne sind für Aussprache mit verantwortlich und beeinflussen maßgeblich das äußere Erscheinungsbild.

Zahnarzt erkennt auch Allgemeinerkrankungen

Viele Allgemeinerkrankungen sieht der Zahnarzt als erster. Z. B. Leukämie und Aids erkennt der Zahnarzt frühzeitig an den Mundschleimhäuten. Auch Vorstufen von bösartigen Mundschleimhauterkrankungen kann der Zahnarzt rechtzeitig diagnostizieren und somit Leben retten.

Zähne sind wertvolle Körperteile. Regelmäßige Untersuchungen und frühzeitige Behandlungen sind ein wesentlicher Bestandteil der allgemeinen Gesundheitsvorsorge.

 Dr. med. dent. Jürgen Zitzen

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Die neue App "Alles sauber?" soll das Zähneputzen bei Kindern fördern. Die Kinder füttern je nach Vorliebe ein Pferd, einen Hund oder einen Hasen. Doch wie werden deren Zähne wieder sauber? Da hilft die rote Zahnbürste weiter. Die Kinder wischen mit der Bürste über den Bildschirm und nach und nach strahlen die Zähne wieder. Dann werden die Kinder aufgefordert, ihre eigenen Zähne zu putzen. Zu guter Letzt darf ein Foto der sauberen Zähne geschossen werden. Wer noch etwas Hilfe bei der Technik benötigt, bekommt wichtige Tipps der Initiative proDente, die die App auch sponsort. Die App steht kostenlos im iTunes App Store zur Verfügung: https://itunes.apple.com/de/app/alles-sauber-zahne-putzen/id642318964?mt=8

Frühkindliche Karies, oder auch Nuckelflaschenkaries, ist ein zunehmendes Problem. Zu viele Kleinkinder haben bereits stark zerstörte Zähne. Die Bundeszahnärztekammer hat daher gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband einen textfreien Comic zur Zahnpflege und Mundgesundheit bei Kleinkindern herausgegeben. Der Comic richtet sich an alle jungen Eltern. Durch den sparsamen Gebrauch von Worten wird er auch von denen verstanden, die nicht gut oder gerne lesen.

Seit dem 1. Juli 2018 gilt die EU-Quecksilberverordnung. Danach darf Dentalamalgam nicht mehr für zahnärztliche Behandlungen von Milchzähnen, von Kindern unter 15 Jahren und von schwangeren oder stillenden Patientinnen verwendet werden. Für die Behandlung der genannten Patientinnen und Patienten muss regelmäßig ein alternatives plastisches Füllungsmaterial gewählt werden, das dauerhaft haltbar und erprobt ist und dem Stand der Wissenschaft entspricht.

Die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) hat zu dem Thema einen Katalog mit wichtigen Fragen und Antworten erarbeitet, um Patientinnen und Patienten über die neuen Vorgaben, Ausnahmen von diesen Vorgaben und Behandlungsmöglichkeiten bei Zahnfüllungen zu informieren. Die Auflistung gibt unter anderem Auskunft darüber, welche Alternativen zu Dentalamalgam in der Füllungstherapie verfügbar sind und welche Leistungen gesetzliche Krankenkassen übernehmen.

Der Frage- und Antwortkatalog kann auf der Website der KZBV unter www.kzbv.de/eu-quecksilberverordnung abgerufen werden. Auch die aktualisierte KZBV-Patienteninformation „Zahnfüllungen – Was Sie als Patient wissen sollten“ ist dort zum kostenlosen Download verfügbar oder kann als gedruckte Broschüre bestellt werden.

Patientinnen und Patienten in NRW stehen im Patientenwegweiser des Patientenbeauftragten für Nordrhein-Westfalen unterschiedliche Informations-, Beratungs- und Selbsthilfeangebote zur Verfügung.

Das umfangreiche Adressverzeichnis soll dazu beitragen, die Suche nach geeigneten Ansprechpartnerinnen und -partnern zu vereinfachen.

Für Patienten wurde eigens eine Telefon-Hotline eingerichtet. Diese erreichen Sie montags von 12.00 bis 15.00 Uhr und donnerstags von 09.00 bis 12.00 Uhr unter der Telefonnummer 0211 / 44 704 280. Dort werden Ihre allgemeinen Fragen rund um die zahnärztliche Behandlung – soweit möglich – von unseren zahnmedizinisch fachkundigen Mitarbeitern beantwortet.

Ergänzend dazu bieten wir Ihnen jeden 2. Mittwoch im Monat von 15.00 bis 17.00 Uhr ebenfalls unter der Telefonnummer 0211/44 704 280 die Möglichkeit mit einem Zahnarzt/ einer Zahnärztin alle medizinisch relevanten Fragen zu erörtern.

Das Bilderbuch „Zahnbande“ begeistert schon seit Herbst 2016 Kinder und Erwachsene. Jetzt kommen Abenteuer, Spiele und spannende Infos über gesunde Zähne mit allen Mitgliedern der Zahnbande auch ins Internet. Auf „zahnbande.de“ präsentiert die Initiative proDente für 5- bis 12-Jährige kleine Geschichten, Filme, Spiele, Animationen und Ausmalbilder.

Natürlich geht es um Zähne und was die Beißerchen so alles leisten. Also Essen, Trinken und beim Sprechen helfen. Auch Zähneputzen und der Besuch beim Zahnarzt dürfen nicht fehlen. Doch wichtiger als Belehrungen sind Geschichten und Figuren, die Kinder und deren Phantasie ansprechen. Auch ein Menüpunkt mit Spielen, Geschichten und Ausmalbildern darf nicht fehlen. Und wie herrlich schrill ein Bohrer klingt hören die Kids auch.

www.zahnbande.de

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