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Angst vorm Zahnarzt: Tipps für eine entspannte Behandlung

Von A wie Angst wie Angst vorm Zahnarzt bis Z wie Zahnzusatzversicherung - hier gibt es Tipps und Informationen zu wichtigen Themen für Patientinnen und Patienten.
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Auch Zahnärzte fühlen sich nicht unbedingt wohl, wenn sie – was zugegeben eher selten vorkommt – einmal selbst als Patient auf dem Behandlungsstuhl Platz nehmen. So zitierte eine große Kölner Tageszeitung vor einigen Monaten den ausgewiesenen „Experten für Zahnbehandlungsangst“, Prof. Dr. Hans-Peter Jöhren, in einem Interview mit den Worten:

Sehr angenehm finde ich die Situation im Zahnarztstuhl ehrlich gesagt auch nicht. Ich kann die Angst vieler Patienten sehr gut verstehen. Als Patient liege ich auf dem Rücken, während in meiner Mundhöhle etwas passiert, was ich selbst nicht sehen kann. Dazu kommen mehrere Geräte, die unangenehme Geräusche machen. Sprechen kann ich nicht, so entsteht ein Gefühl des Ausgeliefertseins…“

Praxisteam ist gut geschult

Nach Jöhrens Einschätzung gehen ungefähr 70 Prozent der Menschen mit einem mehr oder weniger großen Unbehagen in eine Zahnarztpraxis. Nur bei 5 bis 10 Prozent bestehe allerdings eine wirkliche „Zahnbehandlungsphobie“ – also extrem stark ausgeprägte Angstgefühle „mit Krankheitswert“, die nicht so ohne weiteres überwunden werden können.

Da immerhin mehr als zwei Drittel aller Patienten ein unterschiedlich stark ausgeprägtes Unwohlsein oder Befürchtungen mit Blick auf ihre Behandlung empfinden, ist dies natürlich in jeder Zahnarztpraxis tagtägliches Thema. Die meisten Zahnärzte sind für die speziellen psychologischen Anforderungen beim Umgang mit „Angstpatienten“ bestens geschult und wissen ganz genau, wie sie mit der Situation umgehen müssen. Das gilt für das gesamte Praxisteam: Auch die Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA, früher „Zahnarzthelferinnen“) lernen bereits in ihrer Ausbildung, worauf es beim Kontakt mit ängstlichen Patienten ankommt. Ein freundliches und beruhigendes Praxisambiente kann eine zusätzliche Rolle spielen.

Kein Grund zur Furcht

Zudem steht fest, dass es heutzutage – auch wegen der zahlreichen und hochwirksamen Möglichkeiten der modernen örtlichen Betäubung („Lokalanästhesie“) – nur noch selten wirkliche Gründe für eine größere Furcht vor zahnärztlichen Behandlungen gibt. Folgende Tipps für einen möglichst entspannten Zahnarztbesuch können zudem hilfreich sein:

  • Gehen Sie – schon bei der Terminvereinbarung! – offen mit dem Thema um, Sie sind nicht allein mit dem Problem (s.o.). 

  • Machen Sie unbedingt auch einen entsprechenden, deutlichen Vermerk auf dem Praxis-Fragebogen, den Sie ggf. vor der ersten Behandlung in Ihrer Praxis zum Ausfüllen erhalten. Reden Sie mit Ihrer Zahnärztin / Ihrem Zahnarzt direkt über Ihre Angst.

  • Verschieben Sie keinen einmal vereinbarten Termin.

  • Organisieren Sie sich eventuell eine Begleitung durch eine vertraute Person für den Praxisbesuch.

  • Lassen Sie sich über die Möglichkeiten einer örtlichen Schmerzausschaltung (Lokalanästhesie), Entspannungstechniken, möglicherweise auch die Behandlung in Hypnose oder unter Zuhilfenahme von Medikamenten informieren. Alleine schon so einfache Dinge wie beruhigende Musik über Kopfhörer können die Angst reduzieren, da dadurch die Praxisgeräusche in den Hintergrund treten und die Schmerzempfindung vermindert werden kann.

  • Wenn Ihnen das gut tut, lassen Sie sich ausführlich über die Behandlungsschritte und den -ablauf informieren.

  • Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben.

  • Vereinbaren Sie Zeichen für den Fall, dass Sie die Behandlung kurz unterbrechen wollen.

  • Machen Sie nach einer Akutbehandlung sofort weitere Termine und bleiben dann am Ball, bis die gesamte Behandlung abgeschlossen ist.

  • Nutzen Sie den Terminservice („Recall“) Ihrer Praxis, um regelmäßige Zahnvorsorge zu betreiben.    

  • Folgen Sie den Empfehlungen des Zahnarzt-Teams zur Gesunderhaltung Ihrer Zähne / zur Pflege Ihres Zahnersatzes.

Eine Behandlung unter Vollnarkose ist übrigens wenig geeignet, um Ängste abzubauen. Sie kommt nach Expertenmeinung nur in besonderen Fällen (beispielsweise bei akuten entzündlichen Erkrankungen, bei großen chirurgischen Eingriffen oder bei Unverträglichkeiten von örtlichen Betäubungsmitteln) in Betracht, weil bei einer Narkose immer das Risiko ernsthafter Komplikationen besteht.

Dr. med. dent. Dirk Erdmann

Weiterführende Informationen – auch zum Thema „Zahnbehandlungsphobie“ - finden Sie hier:

  • Patienteninformation der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK): „Die Angst vor der Zahnbehandlung

  • Zahnarztsuche, z.B. mit dem Tätigkeitsschwerpunkt "Hypnose“ der Zahnärztekammer Nordrhein

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Behandlungen und Kosten
Service

Die neue App "Alles sauber?" soll das Zähneputzen bei Kindern fördern. Die Kinder füttern je nach Vorliebe ein Pferd, einen Hund oder einen Hasen. Doch wie werden deren Zähne wieder sauber? Da hilft die rote Zahnbürste weiter. Die Kinder wischen mit der Bürste über den Bildschirm und nach und nach strahlen die Zähne wieder. Dann werden die Kinder aufgefordert, ihre eigenen Zähne zu putzen. Zu guter Letzt darf ein Foto der sauberen Zähne geschossen werden. Wer noch etwas Hilfe bei der Technik benötigt, bekommt wichtige Tipps der Initiative proDente, die die App auch sponsort. Die App steht kostenlos im iTunes App Store zur Verfügung: https://itunes.apple.com/de/app/alles-sauber-zahne-putzen/id642318964?mt=8

Gesetzlich Versicherte erhalten einen Heil- und Kostenplan von ihrem Zahnarzt, wenn sie Zahnersatz benötigen. Das Formular und die Eintragungen sind für Laien jedoch schwer zu verstehen. Die Initiative proDente stellt daher jetzt eine interaktive Online-Erklärung zur Verfügung, die den Heil- und Kostenplan (HKP) für Patienten aufschlüsselt. Ein ergänzenden Informationsblatt zum HKP kann von Patienten kostenfrei unter 01805/55 22 55 bestellt werden.

Seit dem 1. Juli 2018 gilt die EU-Quecksilberverordnung. Danach darf Dentalamalgam nicht mehr für zahnärztliche Behandlungen von Milchzähnen, von Kindern unter 15 Jahren und von schwangeren oder stillenden Patientinnen verwendet werden. Für die Behandlung der genannten Patientinnen und Patienten muss regelmäßig ein alternatives plastisches Füllungsmaterial gewählt werden, das dauerhaft haltbar und erprobt ist und dem Stand der Wissenschaft entspricht.

Die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) hat zu dem Thema einen Katalog mit wichtigen Fragen und Antworten erarbeitet, um Patientinnen und Patienten über die neuen Vorgaben, Ausnahmen von diesen Vorgaben und Behandlungsmöglichkeiten bei Zahnfüllungen zu informieren. Die Auflistung gibt unter anderem Auskunft darüber, welche Alternativen zu Dentalamalgam in der Füllungstherapie verfügbar sind und welche Leistungen gesetzliche Krankenkassen übernehmen.

Der Frage- und Antwortkatalog kann auf der Website der KZBV unter www.kzbv.de/eu-quecksilberverordnung abgerufen werden. Auch die aktualisierte KZBV-Patienteninformation „Zahnfüllungen – Was Sie als Patient wissen sollten“ ist dort zum kostenlosen Download verfügbar oder kann als gedruckte Broschüre bestellt werden.

Das Thema Hygiene geht jeden etwas an! Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat eine neue Informationsseite ins Leben gerufen: www.infektionsschutz.de. Diese Homepage bietet umfassende Inhalte zum Thema und ist ansprechend und interessant gestaltet. Eine hilfreiche Infoseite gerade auch für den Patienten.

Patientinnen und Patienten in NRW stehen im Patientenwegweiser des Patientenbeauftragten für Nordrhein-Westfalen unterschiedliche Informations-, Beratungs- und Selbsthilfeangebote zur Verfügung.

Das umfangreiche Adressverzeichnis soll dazu beitragen, die Suche nach geeigneten Ansprechpartnerinnen und -partnern zu vereinfachen.

Für Patienten wurde eigens eine Telefon-Hotline eingerichtet. Diese erreichen Sie mittwochs in der Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 52 60 500. Dort beantworten Zahnärzte Ihre Fragen rund um die zahnärztliche Behandlung.

Das Bilderbuch „Zahnbande“ begeistert schon seit Herbst 2016 Kinder und Erwachsene. Jetzt kommen Abenteuer, Spiele und spannende Infos über gesunde Zähne mit allen Mitgliedern der Zahnbande auch ins Internet. Auf „zahnbande.de“ präsentiert die Initiative proDente für 5- bis 12-Jährige kleine Geschichten, Filme, Spiele, Animationen und Ausmalbilder.

Natürlich geht es um Zähne und was die Beißerchen so alles leisten. Also Essen, Trinken und beim Sprechen helfen. Auch Zähneputzen und der Besuch beim Zahnarzt dürfen nicht fehlen. Doch wichtiger als Belehrungen sind Geschichten und Figuren, die Kinder und deren Phantasie ansprechen. Auch ein Menüpunkt mit Spielen, Geschichten und Ausmalbildern darf nicht fehlen. Und wie herrlich schrill ein Bohrer klingt hören die Kids auch.

www.zahnbande.de

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