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Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)

Die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), die seit dem 1. Januar 2012 gültig ist, regelt die Rechtsgrundlage für die Honorargestaltung der Behandlung
Artikel

PA-Behandlung – Bundesgesundheitsministerium bestätigt analoge Berechnung

Mit einer Klarstellung zur Abrechnung bestätigt das Bundesgesundheitsministerium die Auffassung der BZÄK über eine analoge Berechnung von PA-Behandlungen. Nun ist der PKV-Verband gefordert, seine Widerstände aufzugeben.

Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie in Zusammenarbeit mit Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) die „Richtlinie zur systematischen Behandlung von Parodontitis und anderer Parodontalerkrankungen“ erstellt, die eine wesentliche Verbesserung der Behandlung von gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten mit Parodontitis ermöglicht.

Hintergrund war die durch eine Zusammenarbeit von 36 wissenschaftlichen Fachgesellschaften, der KZBV, der BZÄK sowie Patientenorganisationen erfolgten Anpassung der europäischen S3-Leitlinie zur gesamten Therapiestrecke der Parodontitis der Stadien I bis III an das deutsche Gesundheitssystem sowie ein großes politisches Engagement der KZBV zur Umsetzung dieser Leitlinie.

Um auch privat versicherten Patienten einen Zugang zu einer modernen Parodontitistherapie zu ermöglichen, übertrug die Bundeszahnärztekammer diese Leitlinie nun analog auf die Abrechnung mit Privatversicherten. Eine tabellarische Übersicht der BZÄK finden Sie hier.

Hierbei gibt es jedoch Widerstände vonseiten des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband). Hintergrund ist, dass zahlreiche für eine Parodontitis-Therapie notwendige Leistungen in der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) nicht beschrieben sind, sodass aus Sicht der Bundeszahnärztekammer eine analoge Berechnung auf Grundlage § 6 Abs. 1 GOZ erforderlich wird.

Der PKV-Verband verweist dagegen darauf, dass alle Parodontitis-Leistungen im Gebührenverzeichnis der GOZ abgebildet seien.

Insoweit ist es sehr erfreulich, dass das Bundesgesundheitsministerium (BMG) nun in einer Stellungnahme klargestellt, dass sie die Auffassung der Bundeszahnärztekammer zur analogen Berechnung von Parodontitisbehandlungen für privat versicherte Patienten teilt. Anlass dazu war eine Frage des CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Pilsinger an das BMG, warum die GOZ nicht an die Entwicklungen des BEMA angepasst werde. Darauf entgegnete das BMG, dass eine Anpassung nicht notwendig sei, da stattdessen eine Abrechnung der Leistungen über die Analogberechnung, wie von der BZÄK beschrieben, möglich sei. Wörtlich heißt es:

 

Frage:

„Aus welchen Gründen entwickelt das BMG die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) nicht analog zum Einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA) weiter, der seit Kurzem zum Beispiel eine neue Paradontitis-Strecke beinhaltet (vgl. etwa hier:

https://www.quintessence-publishing.com/deu/de/news/praxis/dokumentation/die-moderne-parodontitis-behandlung-in-der-goz), obwohl dies im Sinne des Patientenschutzes und der Patientenversorgung nach Auffassung der einschlägigen zahnärztlichen und Patientenverbände dringend notwendig wäre?“

 

Antwort:

„Die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) und der Einheitliche Bewertungsmaßstab (BEMA) sind voneinander unabhängige und hinsichtlich Rechtsgrundlage und Ausrichtung grundsätzlich unterschiedliche Vorgaben. Daher ist eine ständige Anpassung der GOZ an die BEMA nicht zwingend erforderlich und im Hinblick auf den komplexen und langwierigen Novellierungsprozess der GOZ für einzelne Leistungen bzw. Leistungskomplexe auch nicht sinnvoll.

Für die Sicherstellung einer leitliniengerechten Versorgung ist eine Anpassung der GOZ ebenfalls nicht erforderlich, da nicht im Gebührenverzeichnis der GOZ enthaltene Leistungen über den Weg der Analogabrechnung in Rechnung gestellt werden können. Die Bundeszahnärztekammer veröffentlicht hierzu Abrechnungsempfehlungen zum Beispiel auch für die angesprochene Parodontitis Versorgung (veröffentlicht im Internet unter https://www.bzaek.de/goz/stellungnahmen-zur-goz/stellungnahme/analoge-leistungen-der-s3-leitlinie-die-behandlung-von-parodontitis-stadium-i-bis-iii.html).

Das Bundesgesundheitsministerium stärkt damit die Ansprüche privat versicherter Patienten auf eine moderne Parodontitis-Therapie und stärkt die Position der Zahnärztinnen und Zahnärzte bei der Abrechnung der Leistungen.“

 

Nun ist der PKV-Verband gefordert, der Auffassung des Ministeriums zu folgen und zu verhindern, dass Privatversicherte zu Patienten zweiter Klasse werden. Denn wenn es schon nicht zu einer Anpassung des GOZ-Punktwertes oder zu einer Neubeschreibung der GOZ kommt, ist die Analogberechnung der einzige Weg, um auch privat versicherten Patienten eine moderne und hochwertige Parodontitistherapie bieten zu können.

Sobald wir neue Informationen zu diesem Thema haben, werden wir Sie umgehend informieren.

Hilfestellung zur richtigen analogen Abrechnung der neuen PAR-Richtlinie in der GOZ erhalten Zahnärzte/innen, Praxismitarbeiter/innen (ZFA) sowie das gesamte Praxisteam am 24. August im kompakten Online-Kurs der ZÄK Nordrhein: GOZ direkt – geht auch analog? 

GOZ direkt – geht auch analog?
Hilfestellung der ZÄK Nordrhein:
Neue PAR-Richtlinie richtig analog abrechnen


Mittwoch, 24. August 2022, 18 bis 19.30 Uhr

Veranstaltungsort:      online per ZOOM Meeting

Referenten:                
Dr. Ursula Stegemann, Mitglied des Vorstands der ZÄK Nordrhein, Gebührenrecht
Dr. Ralf Hausweiler, Präsident der ZÄK Nordrhein
Dr. Michael Striebe, GOZ-Referent des Vorstands der ZÄK Niedersachsen

Fortbildungspunkte:     2
Kurs-Nr.:                      22139
Teilnehmergebühr:       58 Euro
Anmeldung:                  portal.zaek-nr.de/kursanmeldung/22139

Die Anmeldung zu der Veranstaltung ist ab sofort möglich! Nähere Informationen zum Inhalt finden Sie unter www.khi-direkt.de.


Hier finden Sie die GOZ 2012, erstellt auf Grundlage der "Ersten Verordnung zur Änderung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) (Kabinettsbeschluss vom 16.11.2011 nach Befassung des Bundesrates)".

Die hier eingestellten Patienteninformationen dürfen ausgedruckt und in den Praxen an die Patienten ausgegeben werden.

Das GOZ-Referat informiert

Die seit dem 1. Januar 2012 geltende GOZ 2012 hat, wie zu erwarten war, zu unterschiedlichen Auslegungen der einzelnen Gebührenpositionen in verschiedenen Kommentaren geführt. Das GOZ-Referat hat daher bis 2015 in regelmäßigen Abständen im RZB Artikel zu verschiedenen GOZ-Positionen veröffentlicht, um die Auffassung der Zahnärztekammer Nordrhein darzulegen.

Der Nordrheinische Kommentar zur GOZ 2012

Der NoKo oder auch Nordrheinische Kommentar zur GOZ 2012 ist auf der Grundlage der vielen im Referat eingegangenen Fragen entstanden. Es gibt zahlreiche Kommentare, wie zum Beispiel den der  Bundeszahnärztekammer (BZÄK), den Kommentar von Liebold, Raff, Wissing und viele weitere, nämlich die der einzelnen Zahnärztekammern.

Die Auslegung der GOZ 2012 ist in vielen Punkten der verschiedenen Kommentare gleichlautend. Einige aber  unterscheiden sich, sodass die Kammerversammlung der Zahnärztekammer (ZÄK) Nordrhein in einem Antrag  beschlossen hat, diese unterschiedlichen Auslegungen für die Kollegenschaft in einem eigenen Kommentar  festzuhalten. Seit 2017 ist der Nordrheinische Kommentar auf der Homepage der Zahnärztekammer  Nordrhein (www.zaek-nr.de) abrufbar. Er wurde bereits einige Male aktualisiert und verbessert.

Der NoKo greift lediglich die Punkte auf, bei denen die Zahnärztekammer Nordrhein eine andere Auslegung als die BZÄK vertritt, sowie die Punkte, zu denen häufig im Referat der GOZ-Abteilung Fragen eintreffen. Trotz dieser  Beschränkungen ist der NoKo recht umfangreich geworden - zu umfangreich, um ihn im RZB abdrucken zu können.  Deshalb gibt es nun die Sammlung an Fragen zu den einzelnen Abschnitten der GOZ 2012.

 

Die zurückliegenden Erfahrungen zeigen leider, dass sowohl bei der Kostenerstattung durch Private Krankenversicherungen als auch durch Beihilfestellen sehr häufig Schwierigkeiten eingetreten sind.

Die Gründe hierfür lagen - und werden auch zukünftig liegen - in der meist unbekannten Verschiedenheit der beiden im Rahmen der Privatbehandlung zu berücksichtigenden und streng voneinander zu trennenden Rechtsbeziehungen.

Erstattung der Professionellen Zahnreinigung

In letzter Zeit wird die Erstattung der Professionellen Zahnreinigung durch private Krankenversicherungen zunehmend mit der Begründung abgelehnt, dass es sich bei der PZR lediglich um Prophylaxemaßnahmen handeln würde. Diese wären von der Erstattung ausgeschlossen.

Die Zahnärztekammer Nordrhein stellt ihren Mitgliedern aus diesem Grund ein Merkblatt zur Information der privat versicherten Patienten zur Verfügung. Die ZÄK Nordrhein dankt der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg für die freundliche Überlassung des Textmaterials.

FAQ's
Dokumente
GOZ 2012
Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)
gültig ab ab 01.01.2012, Ausgabe 1.5, in Euro
Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) in englischer Sprache
gültig ab 01.01.2012, in Euro (Stand: 5. Dezember 2011)
GOZ-Kommentar der BZÄK

Kommentar der Bundeszahnärztekammer, Stand: Oktober 2018

Online lesen
GOZ-Kommentar der ZÄK Nordrhein

"Nordrheinischer Kommentar GOZ 2012", Stand: Mai 2021

Information der BZÄK zu §5 GOZ
Mitteilung der Bundeszahnärztekammer, Mai 2012
Nordrheinischer Kommentar zur GOZ 2012
Abrechnung delegierbarer Leistungen

Nordrheinischer Kommentar - Teil 8, RZB 12/2019

Abrechnung der Periimplantitis und der Nachsorge am Implantat

Nordrheinischer Kommentar - Teil 9, RZB 01/2020

Abrechnung endodontischer Leistungen

Nordrheinischer Kommentar - Teil 5, RZB 07_08/2019

Abrechnung prophylaktischer Leistungen

Nordrheinischer Kommentar - Teil 3, RZB 05/2019

Abrechnung von Füllungen

Nordrheinischer Kommentar - Teil 4, RZB 06/2019

Online lesen
Abrechnung von Modellen und Anästhesien

Nordrheinischer Kommentar - Teil 2, RZB 04/2019

Abweichende Leistungen nach § 2 GOZ

Nordrheinischer Kommentar - Teil 7, RZB 11/2019

Die endodontische Schnittstelle zwischen GOZ und BEMA

Nordrheinischer Kommentar - Teil 6, RZB 09/2019

GOZ-Kommentar der ZÄK Nordrhein

"Nordrheinischer Kommentar GOZ 2012", Stand: Mai 2021

Nordrheinischer Kommentar

Nordrheinischer Kommentar - Teil 1, RZB 03/2019

Online lesen
Zusammenfassung NoKo

Nordrheinischer Kommentar - Teil 1 bis 9 (RZB 2019-2020)

Online lesen
"Das GOZ-Referat informiert"
Analogberechnung

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 09/2014)

Online lesen
Berechnungsfähige Materialien gemäß § 4 Absatz 3 ohne KFO-Materialien

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 09/2013)

Erste rechtskräftige Urteile zur GOZ 2012

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 02/2015)

Erste rechtskräftige Urteile zur GOZ 2012 Kieferorthopädie

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 03/2015)

Funktionsanalytische und funktionstherapeutische Leistungen

"Das GOZ-Referat" informiert (RZB 10/2013)

GOÄ 34

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 10/2014)

Online lesen
Download GOÄ 34
GOZ 2012 – ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich?

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 04/2015)

GOZ 2012: Fünf wichtige Beschlüsse

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 06/2014)

GOZ-Nr. 2197 und kieferorthopädische Leistungen

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 11/2014)

GOZ-Nr. 2197: keine Fortführung neben GOZ-Nrn. 2060 ff

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 02/2022)

Neues Urteil zur 2197 neben Füllungsleistungen

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 06/2015)

Position 2197

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 06/2013)

Online lesen
Position 4110 GOZ vs. Position 2442 GOÄ

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 12/2013)

Provisorien im Notdienst

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 07-08/2014)

Online lesen
Provisorische Versorgungsarten und deren Berechnung

"Das GOZ-Referat informiert" (RZB 11/2013)

PZR: Warum nur steht die PZR im Abschnitt „B. Prophylaktische Leistungen?“

"Das GOZ-Referat infomiert" (RZB 07/2013)

Zusammenfassung

"Das GOZ Referat informiert" - Teil 1 bis 15 (RZB 2013-2015)

Online lesen
GOZ 2012 - Patienteninformationen
Berechnung der GOZ-Nummer 2197

Patienteninformation der ZÄK Nordrhein zur GOZ (Stand: März 2022)

Die neue Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)
Informationsflyer für Patienten
Erstattung der Professionellen Zahnreinigung (PZR)
Patienteninformation der ZÄK Nordrhein zur GOZ (Stand: 2012)
Erstattung von funktionsanalytischen Maßnahmen
Patienteninformation der ZÄK Nordrhein zur GOZ (Stand: Mai 2014)
Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)
gültig ab ab 01.01.2012, Ausgabe 1.5, in Euro
Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) in englischer Sprache
gültig ab 01.01.2012, in Euro (Stand: 5. Dezember 2011)
Information für Zahnarztpraxen und beihilfeberechtigte Patienten
Vereinbarung mit dem Finanzministerium NRW (17.04.2013)
Merkblatt der BZÄK zu Paragraph 5
Information der Bundeszahnärztekammer (12. Mai 2012)
Merkblatt zur Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)

Patienteninformation der ZÄK Nordrhein (Stand: Januar 2012)

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