Für Patienten: Leichte Sprache
Für die Praxis:  Beruf & Wissen
Informationen zur Berufsausübung und Weiterbildung für Zahnmediziner und Praxismitarbeiter
Aktuelles Thema:

Datenschutz

Das Recht des Patienten auf Datenschutz ergibt sich bereits aus dem Grundgesetz – auch wenn es dort keine explizite Erwähnung findet. Der Datenschutz ist Bestandteil des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung und damit verfassungsrechtlich verankert.
Artikel

Alle relevanten Dokumente finden Sie im Reiter "Dokumente" bei diesem Artikel.

Neues Datenschutzrecht ab Mai 2018

Am 25. Mai 2018 wird die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Deutschland in Kraft treten. Die Besonderheit der EU-Verordnung ist, dass sie unmittelbar in Deutschland gilt und nicht in ein nationales Gesetz umgewandelt werden muss. Daneben hat der Bund die Möglichkeit ergriffen, das bestehende Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ebenfalls zum 25. Mai 2018 zu ändern. Das BDSG und die DSGVO sind ab dem 25. Mai 2018 nebeneinander anzuwenden und enthalten zahlreiche Änderungen des bisherigen Datenschutzrechts, die auch für die Mitglieder der Zahnärztekammer Nordrhein relevant sein werden. Dies wird eine große Herausforderung für die Zahnärzteschaft darstellen.

Die Zahnärztekammer Nordrhein informiert in der Ausgabe 3/2018 des Rheinischen Zahnärzteblatts ihre Mitglieder über das neue Datenschutzrecht und erläutert die rechtlichen Neuerungen für die Zahnarztpraxis. Hierzu zählen u.a die Themen Datenschutzbeauftragter in der zahnärztlichen Einrichtung, Datenschutz-Folgenabschätzung als auch die Erstellung und Führung eines Verarbeitungsverzeichnisses. In Zusammenarbeit mit den anderen Heilberufskammern des Landes Nordrhein-Westfalen wurden die Vorgänge analysiert und bewertet. In der Ausgabe 4/2018 des Rheinischen Zahnärzteblatts werden weitere Erläuterungen und Hilfestellungen sowohl zu den Informationspflichten des Zahnarztes, zu den Rechten der betroffenen Personen, zur Auftragsverarbeitung als auch zu den Folgen bei Verstößen gegen das Datenschutzrecht erfolgen.

Derzeit sind leider noch viele Punkte hinsichtlich der Umsetzung des neuen Datenschutzrechts in der täglichen Praxis ungewiss. Wegen der oftmals bestehenden Auslegungsmöglichkeiten setzen wir uns dafür ein,  im Sinne der Zahnärzteschaft praxisnahe Lösungen und Umsetzungsmöglichkeiten zu finden und die unklaren Punkte mit den zuständigen Stellen zu klären. Am 26. April 2018 fand ein Treffen der Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder (Datenschutzkonferenz) statt. Den für Zahnarztpraxen wichtigen Beschluss zur Bestellpflicht eines Datenschutzbeauftragten finden Sie hier: https://www.ldi.nrw.de/mainmenu_Service/submenu_Entschliessungsarchiv/Inhalt/Entschliessungen_Datenschutzkonferenz/Inhalt/95_Konferenz/Datenschutzbeauftragten-Bestellpflicht-nach-Artikel-37-Abs_-1-lit_-C/DSB-Bestellpflicht.pdf

Die Zahnärztekammer Nordrhein wird ihre Mitglieder über aktuelle Entwicklungen zum Datenschutzrecht auf dem neuesten Stand halten.

Die DSGVO finden Sie hier: http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:L:2016:119:FULL&from=DE

Das BDSG in der Fassung ab dem 25. Mai 2018 finden Sie hier: www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav

Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW (LDI)

Für weitere umfassende Erläuterungen verweist die Zahnärztekammer Nordrhein auf die vollständige Sammlung der Kurzpapiere der Datenschutzkonferenz, die über www.ldi.nrw.de/mainmenu_Aktuelles/submenu_EU-Datenschutzreform/Inhalt/EU-Datenschutzreform/Kurzpapiere-der-Datenschutzkonferenz-zur-DS-GVO.html abrufbar ist. Insbesondere die Kurzpapiere Nr. 1, 2, 5, 6, 8, 10, 11, 12, 13, 14, 17 und 18 sind für den Inhaber einer zahnärztlichen Einrichtung lesenswert (Stand: April 2018).

Die LDI hat zudem eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten und Fragen zur Vorbereitung auf das neue Datenschutzrecht veröffentlicht (www.ldi.nrw.de/mainmenu_Aktuelles/submenu_EU-Datenschutzreform/Inhalt/EU-Datenschutzreform/Checkliste-fuer-KMU-zur-DS-GVO_LDI-NRW.pdf).

Aktuell hat die Datenschutzkonferenz (Konferenz aller Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder) zur Bestellpflicht von Datenschutzbeauftragten in Zahnarztpraxen folgenden Beschluss getroffen: https://www.ldi.nrw.de/mainmenu_Service/submenu_Entschliessungsarchiv/Inhalt/Entschliessungen_Datenschutzkonferenz/Inhalt/95_Konferenz/Datenschutzbeauftragten-Bestellpflicht-nach-Artikel-37-Abs_-1-lit_-C/DSB-Bestellpflicht.pdf

In Ergänzung zu dem Beschluss hat die LDI weitere Informationen zur sog. „10-Personen-Regel“ bereitgestellt. Danach ist in der Regel kein Datenschutzbeauftragter in zahnmedizinischen Einrichtungen zu benennen, in denen weniger als zehn Personen ständig mit der Datenverarbeitung beschäftigt werden (https://www.ldi.nrw.de/mainmenu_Aktuelles/Inhalt/Datenschutzbeauftragte-fuer-Arztpraxen-und-sonstige-Angehoerige-eines-Gesundheitsberufs-_-ergaenzende-Informationen/Datenschutzbeauftragte-fuer-Arztpraxen-und-sonstige-Angehoerige-eines-Gesundheitsberufs-_-ergaenzende-Informationen.html).

Sofern Sie einen Datenschutzbeauftragten benannt haben, können Sie diesen nun unter https://www.ldi.nrw.de/mainmenu_Aktuelles/Inhalt/Datenschutzbeauftragte---Meldeportal-fuer-Kontaktdaten/Datenschutzbeauftragte---Meldeportal-fuer-Kontaktdaten.html bei der LDI melden (Art. 37 Abs. 7 DSGVO).

Kontaktdaten der in NRW für den Datenschutz zuständigen Aufsichtsbehörde

Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen

Postfach 20 04 44 | 40102 Düsseldorf

Tel. 0211 38424-0 | Fax 0211 38424-10

poststelle(at)ldi.nrw.de

Heilberufskammern des Landes Nordrhein-Westfalen

In Zusammenarbeit mit den anderen Heilberufskammern des Landes Nordrhein-Westfalen wurden die neuen datenschutzrechtlichen Bestimmungen analysiert und bewertet. Im Rahmen dieser Arbeitsgemeinschaft wurden Informationsblätter erarbeitet, die wir unseren Mitgliedern als weitere Hilfestellung unter dem Reiter "Dokumente" zur Verfügung stellen. Aktuell werden Informationsblätter zu folgenden Themen bereitgestellt:

  • Auftragsverarbeitung
  • Auskunftsrechte
  • Betrieblicher Datenschutzbeauftragter
  • Datenschutzbehörde
  • Datenschutzerklärung auf der Homepage
  • Datenschutzfolgenabschätzung
  • Einwilligung
  • Informationspflichten des Arztes
  • Informationsblatt für Patienten (Muster)
  • Patienteneinwilligung Behandlungsverhältnis (Muster)
  • Patienteneinwilligung Praxisorganisation (Muster)
  • Recht auf Löschung
  • Verhalten bei einer Datenpanne
  • Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten
  • Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (Muster)
  • Videoüberwachung

ZQMS-Hilfestellung beim Umsetzen der DSGVO

Auf den gemeinsamen Großveranstaltungen der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein und der Zahnärztekammer Nordrhein im Frühjahr 2017 hatten der Präsident der ZÄK Dr. Johannes Szafraniak und der Vizepräsident Dr. Ralf Hausweiler den ZQMS Kompass im Portal der Zahnärztekammer Nordrhein (https://portal.zaek-nr.de) als Hilfsmittel zur Umsetzung von Qualitäts- und Praxismanagement vorgestellt.

Jetzt hat die Zahnärztekammer Hessen eine Ausbaustufe zum Thema „Datenschutzgrundverordnung“ (DSGVO) entwickelt. Diese Ergänzung ist ab jetzt auf dem Portal der ZÄK Nordrhein https://portal.zaek-nr.de eingestellt. Sie soll erste Hilfestellungen bieten rund um die praktische Umsetzung der Verpflichtungen nach Datenschutzgrundverordnung zum 25. Mai 2018.

Weitere rechtliche Neuerungen und etwaige Besonderheiten für die Umsetzung in der täglichen Praxis werden wir Ihnen auch an dieser Stelle mitteilen.

Weitere interessante Links

Die Zahnärztekammer Nordrhein beobachtet für ihre Mitglieder die Entwicklungen im Datenschutzrecht und informiert über solche. Die nachfolgende Linksammlung ist für die Mitglieder der Zahnärztekammer Nordrhein lesenswert:

Entschließungsantrag zur DSGVO

Mit den Stimmen der CDU und FDP- Landtagsfraktion in NRW wurde ein Entschließungsantrag zur Umsetzung des neuen Datenschutzrechtes beschlossen. In dem Antrag sprechen sich die Fraktionen für eine Unterstützung bei der Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben unter anderem für Freiberufler aus. Der Fokus soll zudem auf Entbürokratisierung und Vereinfachung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen unter anderem für Freiberufler gerichtet werden.

Die vollständige Entschließung finden Sie hier.

 

In der Aktuellen Stunde vom 16. Mai 2018 debattierte der Landtag NRW über die neue EU-Verordnung. Zum Bericht geht es hier.

FAQ's
FAQ zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) - ohne SGB V-Themen -

Es sind grundsätzlich alle Personen mitzuzählen, die in der Regel ständig mit der automatisierten Datenverarbeitung beschäftigt sind. Als vereinfachte Faustformel gilt: „Inhaber plus Mitarbeiter (angestellte Zahnärzte und ZFAs) minus Reinigungskraft“.

Datenverarbeitung ist insbesondere auch die Aufnahme von Patienten- und Gesundheitsdaten in die Patientenkartei.

In der Regel“ bedeutet eine Dauerbeschäftigung von zumindest einem Jahr. Dabei ist es unerheblich, ob die Person in Teil- oder Vollzeit tätig ist.

„Ständig“ beschäftigt ist eine Person, wenn sie für die Aufgabe, die nicht ihre Hauptaufgabe sein muss, auf unbestimmte, zumindest aber längere Zeit vorgesehen ist und sie entsprechend wahrnimmt. Das Merkmal ist auch erfüllt, wenn die Aufgabe nur gelegentlich erfüllt wird (z. B. 1x/Mo), die Person die Aufgabe aber grundsätzlich wahrzunehmen hat. Mitarbeiter in Mutterschutz- und Elternzeit zählen nicht dazu.

Die ÜBAG ist im „rechtlichen Kern“ eine Gemeinschaftspraxis. Insofern gelten die Datenbestände der einzelnen Praxissitze als ein „Datenstamm“. Sofern der Zugriff auf die „regionalen“ Datenbestände jeweils auch vom anderen Praxissitz aus möglich ist, muss die „10-Personen-Regel“ Berücksichtigung finden.

Die Anforderungen des Gesetzgebers sind hoch angesetzt. Es werden sowohl gute technische als auch rechtliche Kenntnisse (Datenschutz) verlangt. Rechtliche Anforderungen und tatsächliche Umsetzung fallen gerade in diesem Bereich oftmals auseinander. Es sollte jedoch zumindest eine Schulung hierzu besucht, um eine gewisse Grundqualifikation zu erwerben. Ein entsprechendes Kurszertifikat wird als Nachweis gegenüber der Datenschutzaufsicht ausreichen.

Nein.

Der Datenschutzbeauftragte kann nicht selbst Inhaber der Praxis sein. Die Gesellschafter der Praxisgemeinschaft sind Inhaber.

Ein gesetzliches Verbot besteht nicht.

Der Datenschutzbeauftragte muss aber in seiner Aufgabe und Funktion weisungsfrei agieren können, um den Verantwortlichen (=Praxisinhaber) objektiv beraten zu können.

Sofern die auserwählte Person sich etwa aufgrund ihrer persönlichen Nähe zum Praxisinhaber als „befangen“ ansieht und dadurch eine Beeinflussung ihrer Weisungsfreiheit befürchtet, sollte sie ggf. Abstand von der avisierten Aufgabe nehmen.

Nein. Hierzu bedarf es grundsätzlich der Zustimmung des Mitarbeiters, da dies nicht vom sogenannten Direktionsrecht (§ 106 GewO – Gewerbeordnung) des Arbeitgebers umfasst ist. Es bedarf daher immer einer einvernehmlichen Einigung hierüber. Die Einigung sollte aus Beweiszwecken verschriftlich werden.

Nein. Es kann sowohl ein interner (Mitarbeiter) als auch externer Datenschutzbeauftragter eingesetzt werden. Auch mit dem externen Datenschutzbeauftragten muss eine schriftliche Vereinbarung hierüber getroffen werden.

Der Datenschutzbeauftragte ist der Datenschutzaufsicht zu melden. Diese ist die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit – LDI NRW – (nicht die Zahnärztekammer).

Hierbei handelt es sich um ein allgemeines Informationspapier, welches der Zahnarzt seinen Patienten und Mitarbeitern vorlegen muss, um über die Datenverarbeitung in seinem Betrieb zu informieren. Hierzu besteht eine gesetzliche Verpflichtung. Die Unterschrift der Kenntnisnahme der Information durch den Patienten bzw. den Mitarbeiter ist aus Nachweiszwecken zu empfehlen. Die LDI NRW spricht sich gegen einen Aushang aus.

Zu beachten ist, dass die Unterschrift des Patienten zur Information nach Art. 13 DSGVO nicht automatisch eine Einwilligung des Patienten in die Datenverarbeitung darstellt!

Alle Patienten müssen diese Information erhalten. „Altpatienten“ ist das Informationspapier auszuhändigen, sobald sie wieder einen Termin in der Praxis wahrnehmen.

Ja.

Die Information nach Art. 13 DSGVO muss jedoch von der Anamneseerhebung optisch hervorgehoben werden (z. B. durch einen Kasten). Wir empfehlen zudem entsprechend auch zwei Unterschriften.

Werden die Gesundheitsdaten zur Durchführung des Behandlungsvertrags verarbeitet (Eintragungen in die Patientenakte), bedarf es hierfür keiner ausdrücklichen Einwilligung des Patienten und somit auch keiner besonderen Nachweislegung.

Sofern Daten dergestalt verarbeitet werden, dass z. B. eine Datenweitergabe an Dritte erfolgt, bedarf es hingegen einer ausdrücklichen Einwilligung des Patienten. Diese sollte aus Nachweiszwecken schriftlich erfolgen. Sowohl der Zweck der Datenweitergabe als auch der Datenempfänger müssen benannt werden.

Hier gilt die bisherige Rechtslage weiter. Es ist eine vorherige Einwilligung zum Recall erforderlich. Auf dem zu unterzeichnenden Papier muss der der Hinweis vermerkt werden, dass die Einwilligung jederzeit widerrufen werden kann.

Sofern die Einwilligung vorliegt und der Recall erfolgen kann, sollte die Erinnerung im Umschlag versandt werden.

Das Einstellen von Fotos der Mitarbeiter ins Internet bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des jeweiligen Mitarbeiters.

Ja.

Selbstverständlich sollte wie bisher auch auf Diskretion am Empfang geachtet werden. Insbesondere Daten wie der Geburtstag, die Telefonnummer und die Adresse sollten diskret behandelt werden. Der Name ist zwar ebenfalls ein „Datum“ im Sinne des Datenschutzrechts. Dieses ist jedoch im Vergleich zu den zuvor genannten allgemein „gesellschaftsfähig“ und quasi alltäglich im Gebrauch. Sofern ein Patient jedoch ausdrücklich ein Synonym oder eine Nummer wählt, um aufgerufen zu werden, sollte dies auch umgesetzt werden.

Da der Zahnstatus ebenso wie z. B. Muttermale oder Narben der Identifikation einer Person dienen können, sollte vor einer solchen Umsetzung auf jeden Fall im Vorfeld die Einwilligung des Patienten hierzu schriftlich vorliegen.

Laut Auskunft der LDI NRW ist lediglich dann mit Bußgeldern zu rechnen, sofern erkennbar ist, dass sich der Datenschutzverantwortliche überhaupt nicht mit dem Thema Datenschutz beschäftigt bzw. lediglich eine sehr oberflächliche Umsetzung der Vorgaben erfolgt. Sofern die seitens der Zahnärztekammer Nordrhein zur Verfügung gestellten Information praxisindividuell umgesetzt werden, sollten Bußgelder vermeidbar sein.

Hinsichtlich der Vertragsschließung mit einem externen Dentallabor zur Auftragsverarbeitung ist festzuhalten, dass derzeit noch unklar ist, ob die Datenweitergabe vom Zahnarzt an das Labor als Auftragsverarbeitung im Sinne des Art. 28 DSGVO und § 62 BDSG einzustufen ist. Dies ist nach hiesiger Einschätzung derzeit noch klärungsbedürftig. Eine entsprechende Anfrage wurde seitens der Zahnärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe im Juli 2018 an die LDI NRW gerichtet.

Hinweis: Sofern eine solche Vereinbarung geschlossen wurde, bedarf es für die Weitergabe der Patientendaten an das Labor keiner ausdrücklichen Einwilligung des Patienten in die Datenweitergabe.

Ja.

Es muss ein entsprechender Vertrag geschlossen werden. Auch muss die beauftragte Person zur Verschwiegenheit angehalten werden. Die Beauftragung ist zudem in das Informationspapier für die Patienten nach Art. 13 DSGVO mit aufzunehmen.

Nach derzeitiger Antwort seitens der LDI NRW sei insbesondere entscheidend, ob dem Steuerberater im Rahmen seiner vertraglich vereinbarten Aufgaben eine eigene Entscheidungskompetenz übertragen wird oder nicht:

  1. Führt der Steuerberater ausschließlich die reine Lohn- und Gehaltsabrechnung oder eine rein technische Dienstleistung im Auftrag des Praxisinhabers aus, und hat er dabei keine eigenverantwortliche Entscheidungsbefugnis, sei allgemein von einer Auftragsverarbeitung auszugehen. Dann müsste ein Auftragsdatenverarbeitungsvertrag zwischen Zahnarzt und Steuerberater geschlossen werden.
  2. Erbringt der Steuerberater hingegen eine Leistung, die über eine weisungsabhängige, technische Dienstleistung hinausgeht (z.B. Erstellung des Jahresabschlusses, Steuerberatung etc.), handelt der Berater nach § 32 Abs. 2 Steuerberatungsgesetz komplett eigenverantwortlich und damit somit weisungsfrei. In dieser Situation kommt kein Auftragsverarbeitungsvertrag in Betracht. Als Konsequenz folgt daraus, dass für die Weitergabe von Patientendaten an den Steuerberater eine Einwilligung des Patienten vorliegen muss. Nur dann, wenn die Patientendaten (Name, Adresse usw.) vor der Übergabe an den Steuerberater geschwärzt werden, ist eine Einwilligung nicht erforderlich.
  3. Sollte der Steuerberater sowohl für die Lohn-/Gehaltsabrechnung als auch für die Steuerberatung beauftragt werden, liegen eine Auftragsverarbeitung und eine Datenverarbeitung in eigener Verantwortung vor.
Dokumente
Aufbewahrungsfristen

Übersicht über Aufbewahrungsfristen mit datenschutzrechtlicher Relevanz

Datenschutz: Das neue Datenschutzrecht (gesamt)

"Relevante Regelungen und gesetzliche Neuerungen für die zahnärztliche Praxis" (RZB 03/2018 und 04/2018)

Datenschutz: Das neue Datenschutzrecht (Teil 1)

"Relevante Regelungen und gesetzliche Neuerungen für die zahnärztliche Praxis - Teil 1" (RZB 03/2018)

Datenschutz: Das neue Datenschutzrecht (Teil 2)

"Relevante Regelungen und gesetzliche Neuerungen für die zahnärztliche Praxis - Teil 2" (RZB 04/2018)

DSGVO - kein Grund zur Panik!

Interview mit Dr. Johannes Szafraniak (RZB 07_08/2018)

Muster-Informationsblatt (ausfüllbar)

Muster-Informationsblatt gemäß Artikel 13 DSGVO

Muster-Informationsblatt (Ausfüllhilfe)

Ausfüllhilfe zum Muster-Informationsblatt gemäß Artikel 13 DSGVO

Verarbeitungsverzeichnis (ausfüllbar)

Muster-Verarbeitungsverzeichnis gemäß Artikel 30 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Verarbeitungsverzeichnis (Ausfüllhilfe)

Ausfüllhilfe zum Muster-Verarbeitungsverzeichnis gemäß Artikel 30 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Verpflichtungserklärung auf das Datengeheimnis (Muster)

Verpflichtungserklärung auf das Datengeheimnis für Mitarbeiter einer Zahnarztpraxis (inkl. Merkblatt)

Videoüberwachung

"Videoüberwachung in der Zahnarztpraxis: Ja oder nein?" (RZB 07_08/2018)

Infoblätter der Heilberufskammern NRW
Auftragsverarbeitung

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (26.04.2018)

Auskunftsrechte

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (23.04.2018)

Betrieblicher Datenschutzbeauftragter

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (15.05.2018)

Datenschutzbehörde

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (23.04.2018)

Datenschutzerklärung auf der Homepage

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (15.05.2018)

Datenschutzfolgenabschätzung

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (15.05.2018)

Einwilligung

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (23.04.2018)

Informationsblatt für Patienten (Muster)

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (23.04.2018)

Informationspflichten des Arztes

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (23.04.2018)

Patienteneinwilligung Behandlungsverhältnis (Muster)

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (24.04.2018)

Patienteneinwilligung Praxisorganisation (Muster)

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (23.04.2018)

Recht auf Löschung

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (15.05.2018)

Verhalten bei einer Datenpanne

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (15.05.2018)

Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (23.04.2018)

Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (Muster)

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (23.04.2018)

Videoüberwachung

Informationsblatt der Heilberufskammern NRW zum neuen Datenschutz in der ambulanten Versorgung (15.05.2018)

Behandlungen und Kosten
Service
Kontakt
Unsere Services für Sie auf einen Blick:
Themensuche
Finden Sie in unseren Themensammlungen Interessantes und Informatives rund um die Zahngesundheit, Ausbildung, Fortbildung und Berufsausübung:
Infocenter
Profitieren Sie von unserem Know how:
KHI

 

Diese Webseite nutzt Cookies

Unsere Webseite nutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer: