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Informationen zur Berufsausübung und Weiterbildung für Zahnmediziner und Praxismitarbeiter
Aktuelles Thema:

Corona

Inzwischen sind in allen Bundesländern in Deutschland Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt worden. Die Zahnärztekammer Nordrhein hat für ihre Mitglieder hier relevante Informationen und Links zusammengestellt.
Artikel

AKTUELL:

Achtung: Engpässe im Bereich PSA sind schon länger bekannt, nun kommt es auch zu Engpässen im Bereich Anästhetika wie zum Beispiel Ultracain. Wir können keine Materialien bereitstellen, aber bitte geben Sie uns Rückmeldung an info(at)zaek-nr.de, damit wir die entsprechende Info auf unserer Webseite veröffentlichen können.


Seite zuletzt aktualisiert am 06.04.2020:

  • Schutzausrüstung: Mögliche Maßnahmen zum ressourcenschonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP-Masken
  • Warnung vor gefälschten Serien-E-Mails → Kurzarbeitergeld
  • neue Rubrik: Informationen der Berufsgenossenschaft BGW
  • Risikogebiete aktualisiert → Risikomanagement
  • RZB-Artikel "COVID-19 konkret" (04/2020) eingefügt → Reiter "Dokumente"
  • "Zahnärzte ohne Rettungsschirm" - PM der BZÄK zur wirtschaftlichen Situation der Zahnarztpraxen → Informationen der berufsständischen Vertretungen.

Das Geschehen entwickelt sich überaus dynamisch, die Lage kann sich täglich ändern. Die Zahnärztekammer Nordrhein ist in engem Kontakt mit den Bundesorganisationen. Alle aktuellen Informationen sind umgehend auf dieser Seite verfügbar.

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Bitte informieren Sie sich vor einer persönlichen Kontaktaufnahme zunächst hier.


Behandlung

Die Zahnärztekammer Nordrhein hat zusammen mit Dr. Frank Müller, Vorstandsmitglied des Deutschen Arbeitskreises Hygiene in der Zahnmedizin (DAHZ), Handlungsempfehlungen für die Zahnarztpraxis erstellt.

Empfehlungen zur Vermeidung von Aerosolen in Zahnarztpraxen

Zur Übertragung des SARS-CoV-2 durch Aerosole liegen unterschiedliche Aussagen vor. Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes ist zu empfehlen, für die Sicherheit von Patienten, Personal sowie Zahnärztinnen und Zahnärzten die Entstehung von Aerosolen in Zahnarztpraxen in der derzeitigen Pandemielage zu vermeiden.

Aufgrund der Ausführungen im Steckbrief des Robert Koch-Instituts (RKI) zu COVID-19 (23.3.2020) zu den Übertragungswegen empfehlen wir, die Entstehung von Aerosolen wirksam zu verhindern. Dabei steht eine wirksame Absaugtechnik im Vordergrund. Ferner sollte Folgendes berücksichtigt werden:

a) Die Verwendung von Ultraschallhandstücken, piezoelektrischen betriebenen Ultraschall- und Chirurgie-Geräten vermeiden.

b) Die Verwendung von Pulverstrahlgeräten (z.B. "Air-Flow") vermeiden.

c) Die Verwendung von Turbinen vermeiden.

d) Antiseptische Mundspülungen können dazu beitragen, eine Infektionsübertragung zu minimieren. Geeignete Mundspülungen (vgl. DAHZ-Leitfaden):

  • Chlorhexidin (0,2 %)
  • Octenidin (0,1 %)
  • Natriumhypochlorit (0,08 %)
  • Povidon-Iod (7-11 %)

e) In Abhängigkeit von Art und Umfang der Exposition und des Infektionsrisikos entsprechende persönliche Schutzausrüstung konsequent und ordnungsgemäß tragen. Die zusätzliche Verwendung von Visieren/Schutzschilden bei der zahnärztlichen Behandlung kann die Sicherheit weiter erhöhen.

Weiterhin sollte jede Form der Behandlung von Risikogruppen (Senioren, multimorbide Patienten, immunsupprimierte oder immunreduzierte Patienten oder anders einschlägig gesundheitlich vorgeschädigte Patienten) auf ein absolut notwendiges Maß reduziert werden, besonders um Kontakte im Wartezimmer oder in der Praxis zu vermeiden.

Behandlungspflicht

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) informiert auf ihrer Webseite zur Behandlungspflicht von Erkrankten:

Risikomanagement

Sobald Patienten mit akuter respiratorischer Symptomatik (z.B. Husten) in Ihre Praxis kommen, sollten Sie zunächst eine Reise- und Kontaktanamnese durchführen.

Risikogebiete sind (Stand 02.04.2020):

  • Ägypten: ganzes Land
  • Frankreich: ganzes Land
  • Iran: ganzes Land
  • Italien: ganzes Land
  • Niederlande: ganzes Land
  • Österreich: ganzes Land
  • Schweiz: ganzes Land
  • Spanien: ganzes Land
  • Südkorea: Daegue und die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
  • USA: ganzes Land
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland: ganzes Land

Die örtlichen Gesundheitsbehörden in Nordrhein zählen den besonders betroffenen Kreis Heinsberg teilweise ebenso zu den Risikogebieten. Für aktuelle Informationen zu den Risikogebieten beachten Sie bitte die entsprechende Webseite des Robert Koch Instituts (RKI):

Falls der Patient entweder innerhalb der letzten 14 Tage aus einem Risikogebiet eingereist ist oder Kontakt zu einem bestätigten COVID-19 -Fall hatte, sollte unmittelbar Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt aufgenommen werden. Die stationäre Einweisung ist lediglich bei schwerer Erkrankung angezeigt. 

Ihr zuständiges Gesundheitsamt finden Sie:

Bei Patienten, die über Fieber klagen, oder bei Verdachtsfällen auf COVID-19 müssen in jedem Fall besondere Verhaltensmaßnahmen zur Infektionsprävention, die über die Basishygiene hinausgehen, veranlasst werden:

  • Der betroffene Patient ist unmittelbar vom Empfang in einen separaten Raum (Türen geschlossen), getrennt von anderen Personen zu bringen. Der Kontakt des Erkrankten zu anderen Personen ist zu vermeiden.
  • Im Rahmen des Arbeitsschutzes müssen Mitarbeiter, die Kontakt zum Patienten haben, zum Schutz vor respiratorischen (Tröpfchen-) Infektionen eine FFP2-Maske tragen.

Vergleichen Sie hierzu auch die Arbeitsanweisung "Infektionsprävention fieberhafte Erkrankungen (AA26)" im Login-Bereich für Mitglieder.

Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ):

Wenn eine an einer akuten respiratorischen Infektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z.B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Fremdschutz). Dieser muss vor der zahnärztlichen Behandlung entfernt werden. Nachdem ein Patient mit akutem respiratorischem Syndrom den Raum verlassen hat, sollte gut durchgelüftet werden.

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist ein behülltes Virus, das bereits durch Desinfektionsmittel der Klassifikation „begrenzt viruzid“ sicher inaktiviert wird. Die im Rahmen der Basishygiene standardmäßig eingesetzten, VAH-gelisteten Desinfektionsmittel sind auch im Einsatz gegen diese Virus vollumfänglich geeignet. 

Die Bundesregierung hat am 4. März 2020 die Herstellung von Desinfektionsmittel ohne Zulassung nach Biozid-Verordnung per Allgemeinverfügung erlaubt. Da die Grundstoffe in ausreichendem Umfang auf dem Markt verfügbar sind, soll die genehmigungsfreie Herstellung in Apotheken den gestiegenen Bedarf decken.

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF):

Robert Koch Institut (RKI):

Bundeszahnärztekammer (BZÄK):

Erhöhte Hygienekosten 

Nach § 4 Absatz 3 GOZ sind mit den Gebühren die Hygienekosten (Praxiskosten) abgegolten. Außergewöhnliche Hygienekosten können bei der erbrachten zahnärztlichen Leistungen nach § 5 Abs. 2 Berücksichtigung finden. Lesen Sie hierzu die Position des Ausschusses Gebührenrecht der BZÄK.

Aufsuchende Betreuung

Für Pflegebedürftige und Senioren mit schwerwiegenden chronischen Erkrankungen besteht ein besonders hohes Risiko an COVID-19 zu erkranken. Die DAGZ empfiehlt deshalb, derzeit auf zahnmedizinische Routineuntersuchungen und -behandlungen in der aufsuchenden Betreuung insbesondere in Alten- und Senioreneinrichtungen zu verzichten und sich in Absprache mit den Einrichtungen, Pflegenden und Angehörigen auf Notfallbehandlungen zu beschränken. Viele Einrichtungen sind derzeit bestrebt, die externen Kontaktmöglichkeiten zu den Pflegebedürftigen auf ein Minimum zu beschränken. Die DGAZ empfiehlt die Einrichtungsleitungen hierin zu unterstützen und die Infektionsgefahr für Pflegebedürftige so klein wie möglich zu halten. (Quelle: DGAZ)


Praxisbetrieb

Quarantäne

Muss die ganze Praxis nach dem Besuch eines Infizierten schließen? Das RKI empfiehlt eine 14-tägige Quarantäne nur für Kontaktpersonen der Kategorie I und bei erhöhtem Expositionsrisiko der Kategorie II.

Hinweis: Sollte eine örtliche Behörde Sie oder Ihre Mitarbeiter unter Quarantäne stellen, bitten wir dringend um Mitteilung an die ZÄK Nordrhein – info@zaek-nr.de ( z.Hd. Herrn Dr. Pilgrim, Tel. 0211/44704-0) – und die KZV Nordrhein (Frau Kustos, Tel. 0211/9684-263, E-Mail: mkustos@kzvnr.de )

Arbeitsrecht

Bei SARS-CoV-2-Infektionen in der Praxis sind arbeitsrechtliche Aspekte zur berücksichtigen. Ein Informationsblatt der BZÄK klärt auf.

Entschädigung

Folgende Gründe können eine vorübergehende Praxisschließung verursachen:

  1. Die Praxis wird aufgrund einer amtlichen Anordnung geschlossen.
  2. Die Zahnärztin/der Zahnarzt wird (vorsorglich) selbst unter Quarantäne gestellt.
  3. Die Zahnärztin/der Zahnarzt hat sich mit dem Virus infiziert, ist krank und fällt aus.

Nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 56) können bei 1. und 2. der Zahnärztin/dem Zahnarzt als staatliche Ersatzleistung bei Quarantäne Kosten und entgangener Gewinn ersetzt werden. Wenn man aber tatächlich erkrankt, tritt diese Leistung nicht ein.

Ärzte und Zahnärzte haben Anspruch auf Entschädigung, wenn der Betrieb aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt wird. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat eine Information inkl. einer Liste der zuständigen Behörden veröffentlicht.

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV):

Wir danken der KBV für die freundliche Überlassung der Broschüre.

Landschaftsverband Rheinland (LVR):

Kurzarbeitergeld

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) informiert zum Kurzarbeitergeld in der Zahnarztpraxis unter Berücksichtigung der Änderungen durch die Bundesregierung (26.03.2020).

Auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit erhalten Sie alle Informationen über Kurzarbeitergeld sowie Anzeige und Beantragung von Kurzarbeit. 

im Zuge der Nachfragen zum Thema Kurzarbeit mehren sich die Anfragen, wie Kurzarbeit individualvertraglich zu vereinbaren sei und ob nicht ein Vordruck existiere. Da die Bundesagentur für Arbeit lediglich eine Einverständniserklärung verlangt besteht aber hier seitens der BZÄK die Auffassung, dass eine Mustervorlage in der derzeitigen Lage durchaus eine sinnvolle Ergänzung sein kann. Die Einverständniserklärung der Bundesagentur mag sozialrechtlich ausreichend sein, arbeitsvertraglich führt sie zu Problemen, wenn sie die einzige Vereinbarung darstellt. Fehlt eine wirksame individualvertragliche Vereinbarung über die Kurzarbeit , verliert der Arbeitnehmer bekanntlich seinen Lohnanspruch in vollem Umfang nicht. 

Aus diesem Grund stellt Ihnen die BZÄK eine Mustervorlage zur Vereinbarung von Kurzarbeit zur Verfügung, die die wesentlichen Inhalte aufweist und als Ergänzung zu den jeweiligen Arbeitsverträgen genutzt werden kann. Selbstverständlich kann das Muster auch modifiziert werden. Die von der Bundesagentur verlangte Einverständniserklärung ist unabhängig davon gegenüber der Agentur zu nutzen.

Fragen und Antworten zu Kurzarbeit und Qualifizierung beantwortet auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Zu Fragen zum Kurzarbeitergeld im Zusammenhang mit der Ausbildung zur/zum ZFA lesen Sie bitte auch unsere Informationen im Reiter FAQ.

Aktueller Hinweis vom 02.04.2020: Die Bundesagentur für Agentur warnt vor gefälschten Serien-E-Mails. Die Nachrichten würden unter der Adresse kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de vor allem an Firmen versandt und enthielten die Aufforderung, persönliche Angaben preiszugeben. Die Bundesagentur empfahl, die E-Mails sofort zu löschen und keinesfalls darauf zu antworten.

Schul- und Kindergartenschließungen

Wo flächendeckende Schul- und Kindergartenschließungen vorgesehen sind, wird für anspruchsberechtigte (systemrelevante) Berufsgruppen eine Notfallbetreuung eingerichtet. Nur wer KEINE Alternativbetreuung hat, sollte sich in der jeweiligen Einrichtung melden.

Die Entscheidung, ein Kind zur Betreuung in der Schule oder Kindertageseinrichtung aufzunehmen, dessen Eltern in einer der kritischen Infrastrukturen tätig sind, treffen die Leitungen der jeweiligen Schule bzw. Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflegepersonen.

Danach hat der jeweilige Arbeitgeber zu bescheinigen, dass die betroffenen Eltern im Bereich Kritischer Infrastrukturen arbeiten und dort unabkömmlich sind. Die Eltern ihrerseits bestätigen, dass es für sie keine Alternative zu der Notbetreuung gibt. 

Ab dem 23. März 2020 wird die bestehende Regelung erweitert: Einen Anspruch auf Notbetreuung haben alle Beschäftigten unabhängig von der Beschäftigung des Partners oder der Partnerin, die in kritischen Infrastrukturen beschäftigt sind, dort unabkömmlich sind und eine Betreuung im privaten Umfeld nicht gewährleisten können.

Ebenfalls ab dem 23. März 2020 bis einschließlich 19. April 2020 wird ebenfalls der zeitliche Umfang der Notbetreuung ausgeweitet. Ab dann steht die Notbetreuung bei Bedarf an allen Tagen der Woche, also auch samstags und sonntags, und in den Osterferien grundsätzlich mit Ausnahme von Karfreitag bis Ostermontag zur Verfügung.

Schulministerium NRW: 

MAGS NRW:

Familienministerium NRW:

Finanzielle Hilfen

Um den Schaden für Solo-Selbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiterzureichen und dabei zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zu erweitern.

Bitte beachten Sie, dass Sie vor der Antragstellung eine Rücksprache mit Ihrem Steuerberater halten sollten.

Informationen zur Soforthilfe (Wer wird gefördert? Was wird gefördert? etc.) inklusive FAQ zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite des Wirtschaftsministeriums NRW:

Die Landesregierung NRW unterstützt Mittelstand und Wirtschaft mit zusätzlichen Mitteln und Zusagen. So wurden im Wirtschaftsgipfel NRW am 19.03.20 unter anderem steuerliche Maßnahmen beschlossen: Die Finanzverwaltung kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) und der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zu Gunsten der Steuerpflichtigen weitest Möglich aus. Entsprechende Antragsformulare und Hilfen stellt die Finanzverwaltung NRW bereit.

Finanzverwaltung NRW:

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW:

Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Bundesverband der Freien Berufe (BFB) haben in Kooperation hilfreiche Übersichten über die Soforthilfen für Freiberufler der einzelnen Bundesländer und des Bundes erstellt. 

  • Übersicht der bundesweiten Hilfen für Freiberufler: Link / PDF
  • Übersicht der länderspezifischen Hilfen für Freiberufler: Link NRW / PDF

Informationen der Berufsgenossenschaft BGW

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) gibt Mitgliedsbetrieben und Versicherten über die Telefon-Hotline (040) 202 07 - 18 80 Auskünfte zu Fragen rund um das neuartige Virus aus Sicht der gesetzlichen Unfallversicherung.

Die BGW hat auf ihrer Webseite auch Angaben zum Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung, Schutzmaßnahmen für ärztliche Praxen, Kliniken und andere versicherte Betriebe, Infos zu persönlicher Schutzausrüstung und Mutterschutz, Antworten auf häufige Fragen (FAQ), Quellen für Hygienetipps und Aktuelles eingestellt.

Hinweis: Bei Fragen zum Beschäftigungsverbot (Mutterschutzgesetz) von schwangeren Mitarbeiterinnen im Zusammenhang mit COVID-19 können Sie sich im Vorfeld auch an die für Ihren Praxissitz zuständige Bezirksregierung Düsseldorf oder Köln (jeweils Dezernat 56) wenden.

  • Telefon (Zentrale) Bezirksregierung Düsseldorf: 0211 4750
  • Telefon (Zentrale) Bezirksregierung Köln: 0221 1470

Schutzausrüstung

Die Bestellung von FFP-2 Masken und Flächendesinfektion ist für Mitglieder der ZÄK Nordrhein für kurze Zeit über die Webseite der ZÄK NR Service GmbH möglich: http://zaek-nr-service-gmbh.de/

Informationen zu weiteren Verbrauchsmaterialien erhalten Sie über die KZV Nordrheinhttps://www.kzvnr.de/coronavirus/news/#c3044

Mund-Nasen-Schutz versus FFP2

Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz durch den behandelnden Arzt schützt in erster Linie den Patienten vor über Mund oder Nase abgegebene, potentiell infektiöse Speichel- bzw. Schleimtröpfchen des Arztes.

Als Referenz für Mund-Nasen-Schutz (Medizinische Gesichtsmasken) ist die DIN EN 14683 zu beachten. Diese Norm unterscheidet zwischen Typ I und Typ II Masken. Die bakterielle Filterleistung ist bei Typ I Masken (>95 %) etwas geringer als bei Typ II Masken (> 98 %). Die Zusatzbezeichnung R bedeutet höhere Beständigkeit gegen Flüssigkeiten und Aerosole.

Medizinische Gesichtsmasken des Typs I sollten ausschließlich bei Patienten und anderen Personen zur Verminderung des Risikos einer Infektionsverbreitung insbesondere in epidemischen oder pandemischen Situationen verwendet werden. Masken des Typs I sind nicht für medizinisches Fachpersonal in Operationsräumen oder in anderen medizinischen Einrichtungen mit ähnlichen Anforderungen gedacht.

Aerosol-generierende Behandlungsmethoden, insbesondere beim Einsatz von Spraynebeln, bergen die Gefahr der Durchfeuchtung der Maske. Mit zunehmender Durchfeuchtung steigt der Filterwiderstand und somit die Randleckage, d.h. die Keimpassage zwischen Maskenrand und Gesichtshaut nimmt zu.

Um eine Herabsetzung der Effizienz der Masken durch Feuchtigkeit zu vermeiden, sollte im Rahmen der Standardhygiene zum Patientenschutz in Zahnarztpraxen Mund-Nasen-Schutz gemäß DIN EN 14683: Typ II R für das Behandlungsteam zur Verfügung stehen.

FFP-Masken: Schutz vor lungengängigen Aerosolen

Zum Schutz der behandelnden Personen vor Aerosol-übertragenen Krankheiten ist dieser einfache Mund-Nasen-Schutz nicht ausreichend, sondern der Arbeitsschutz verlangt, dass Atemschutzmasken getragen werden (PSA-Benutzungsverordnung).

Die einfachste Form der Atemschutzmasken sind filtrierende Halbmasken (Filtering Face Piece = FFP) nach europäischer Norm DIN EN 149. Diese Masken bieten neben einer definierten Gesamtleckage auch Schutz vor kleinen Tröpfchenkernen („airborne particles“) < 5 µm. Diese feinen Aerosole, die länger in der Luft verbleiben und sich über Luftbewegungen im Raum verteilen, entstehen, wenn die Wasserhülle kleinerer Tröpfchen verdunstet.

Masken der FFP-Klasse 1 dürfen eine Gesamtleckage von höchstens 25 % aufweisen, Masken der FFP-Klasse 2 von höchstens 11 % und Masken der FFP-Klasse 3 von höchstens 5 %, bei einem mittleren Partikeldurchmesser von 0,6 µm. Je höher die Klasse, desto schwerer fällt das Atmen. Daher muss bei einer längeren beruflichen Nutzung – über 30 Minuten täglich –eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung nach dem DGUV Grundsatz G 26 angeboten werden (vgl. ArbMedVV Anhang Arbeitsmedizinische Pflicht und Angebotsvorsorge).

Aufgrund gesteigerter Nachfrage im Rahmen des COVID-19-Ausbruchs (Coronavirus disease 2019) sowie Lieferschwierigkeiten aufgrund ruhender Produktionen in China besteht ein Lieferengpass sowohl für Mund-Nasen-Schutz als auch für Atemschutzmasken FFP.

Auf Nachfrage beim Robert Koch Institut (RKI), was wir den Zahnärzten nun empfehlen sollen, antworteten die Experten vom RKI, dass es keine Behelfslösung für Zahnärzte gibt. Mund-Nasen-Schutz für den Patientenschutz muss der Norm DIN EN 14683 genügen, im Falle von aerogen übertragbaren Krankheiten müssen für den Mitarbeiterschutz Atemschutzmasken nach der Norm DIN EN 149 verwendet werden.

Schutzausrüstung ohne Zertifizierung

Waschbarer Mund-Nasen-Schutz ohne Zertifizierung kann während der COVID-19-Pandemie im öffentlichen Bereich, sowie in Verwaltung und Industriebetrieben hilfreich gegen die Übertragung von Viren eingesetzt werden. Insbesondere die Verbreitung infektiöser Tröpfchen während des Sprechens und Hustens sowie die Keimübertragung durch direkte Berührung des Gesichts mit den Händen kann so reduziert werden. 

Das zahnärztliche Team sollte waschbaren Mund-Nasen-Schutz ohne Zertifizierung für die Behandlung von Patienten nicht verwenden.

Zur Beseitigung von Engpässen bei notwendiger PSA angesichts des COVID-19-Ausbruchs wurde die Empfehlung (EU) 2020/403 vom 13.03.2020 erlassen. Bei gegebenem zumindest grundlegendem Schutz- und Sicherheitsniveau nach EU-Recht brauchen CE-Normen während der derzeitigen Gesundheitsbedrohung (hier wurde keine konkrete zeitliche Befristung angegeben) nicht voll erfüllt sein. Die Marktüberwachungsbehörden sind angehalten Maßnahmen zu ergreifen, damit die Produkte für medizinisches Fachpersonal verfügbar werden.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat der Zahnärztekammer Nordrhein Listen entsprechender Hersteller zur Verfügung gestellt. Die Zahnärztekammer eruiert derzeit die Verfügbarkeiten von geeigneter PSA.

Wir machen darauf aufmerksam, dass zurzeit viele unseriöse Anbieter auf dem Markt sind, die laut Aussagen der Marktüberwachungsbehörden, hier die Bezirksregierungen, Produkte anbieten, die nicht den Anforderungen entsprechen würden. Die Zahnärztekammer ist im intensiven Austausch, um den Engpass an PSA zu beheben.

Mögliche Maßnahmen zum ressourcenschonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP-Masken

Bisher hatte das Robert Koch-Institut (RKI) lediglich während einer Schicht die patientenbezogene Wiederverwendung von Mund-Nasen-Schutz (MNS) und FFP-Masken als vorläufige (bis zum 31. August 2020 begrenzte) Maßnahme zugelassen.
Diese Möglichkeit bezog sich jedoch nicht auf die Anwendung von Masken in der Zahnarztpraxis (zum Dokument).

Am 31.03.20 haben nun das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) eine weitere Empfehlung bei Lieferengpässen von MNS und FFP-Masken erstellt:

http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/Thema-Arbeitsschutz/einsatz-schutzmasken-einrichtungen-gesundheitswesen.pdf?__blob=publicationFile

Die Maßnahmen werden befristet (auf maximal 6 Monate, um eigene Produktionskapazitäten in Deutschland aufzubauen).

Bei den MNS kann für diesen Zeitraum auf Anforderungen nach DIN EN 14683 verzichtet werden. Es können alle Formen von MNS genutzt werden, die einen Schutz vor Tröpfchenübertragung gewährleisten.

Für die Wiederverwendung existiert eine zwischen dem RKI und dem Ausschuss für Biologische Stoffe (ABAS) abgestimmte Verfahrensweise:

Dekontamination von MNS und FFP-Masken durch Hitze-Inaktivierung von SARS-CoV-2 mittels trockener Hitze bei 65°C-70 °C für 30 Minuten.

Das Verfahren kann z. B. in einem Trockenschrank durchgeführt werden. Falls Trockenschränke in der Praxis nicht zur Verfügung stehen, ist sowohl während des Transports als auch während der Behandlung im Wärmeschrank auf den notwendigen Kontaminationsschutz zu achten (Verpackung der gebrauchten Masken in Sterilisationspapier oder einer anderen wärmebeständigen Verpackung).

Die Masken sollten maximal zweimal dekontaminiert und danach nicht mehr verwendet werden. Dazu sollte die Praxis ein System einrichten, das anzeigt, dass eine Maske dekontaminiert wurde, und das die Anzahl der Dekontaminationsschritte pro Maske verfolgt (z. B. durch geeignete Kennzeichnung auf der Maske bzw. dem Band der Maske). 

Achtung! Die Dekontamination beseitigt u. a. Corona-Viren – dies gilt aber nicht für alle Viren und Bakterien. Daher ist nur eine personalisierte Wiederverwendung zulässig. Nach Einsatz bei Patienten mit Tuberkulose oder anderen Infektionen mit erhöhter Persistenz der Erreger sind die Masken zu entsorgen.  

Die Deutsche Lungenstiftung e.V. hat einen wichtigen Artikel zu N95-Masken basierend auf internationalen randomisierten Studien erstellt. 

Deutsche Lungenstiftung e.V.:

Betriebsrisiko

PraxisinhaberInnen tragen grundsätzlich das unternehmerische Betriebsrisiko. Im Falle von Lieferengpässen, wie von notwendiger Schutzkleidung, ist ein Antrag auf Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit zu prüfen. Vor einem Antrag auf Kurzarbeit wegen Lieferengpässen notwendiger Schutzkleidung haben PraxisinhaberInnen allerdings alles Zumutbare zu unternehmen, um sich die notwendige Schutzausrüstung zu beschaffen.


Fortbildung / Karl-Häupl-Institut

Aufgrund des aktuellen Erlasses des MAGS NRW vom 15.03.2020 wird der Kursbetrieb des Karl-Häupl-Instituts vorübergehend eingestellt. Über die weitere Entwicklung informieren wir hier

Informationen zu einer möglichen Übergangsregelung bezüglich der Aktualisierungsfristen im Strahlenschutz finden Sie im Reiter "FAQ".

Ebenso werden die OBF-Prüfungen vom 23. bis 25. April 2020 verschoben. Die Prüfungen werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Ein genauer Termin kann jedoch noch nicht mitgeteilt werden. Über die weitere Entwicklung informieren wir hier.


Ausbildung ZFA / Informationen für Ausbilder

Die für den 25.03.2020 geplante Abschlussprüfung für die Ausbildung zur/zum Zahnmedizinischen Fachangestellten kann nicht stattfinden und wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben! Mehr Infos finden Sie hier

Information zur Beschäftigung der Auszubildenden in der Praxis während des Ruhen des Unterrichtsbetriebes an den Berufskollegs in NRW

Gemäß Erlass des MAGS ist „der Unterrichtsbetrieb an allen Schulen bis zum 19.04.2020 einzustellen, der Einsatz der Auszubildenden in den Praxiseinrichtungen aber möglich. Der Einsatz darf nur dem jeweiligen Kenntnisstand entsprechend und unterstützend erfolgen.“

Die Weisung der Schulschließung gilt für alle Schulformen, so dass auch die Schülerinnen und Schüler der Fachklassen zur/zum ZFA keinen Unterricht an den Berufskollegs bis zum Ende der Osterferien erhalten.

Der Unterrichtsausfall ist jedoch weder als Freizeit für die Auszubildenden zu verstehen, noch bedeutet dies für die Ausbildungsbetriebe den uneingeschränkten Einsatz der Auszubildenden:

  • Sofern von den Klassenlehrern oder Fachlehrern ein Online-Unterricht eingerichtet wurde, ist dieser im Sinne der dualen Ausbildung zu absolvieren. Der/die Auszubildende ist für diese Zeit entsprechend dem Unterricht am Berufskolleg freizustellen.
  • Sind nach Aussage der/des Auszubildenden umfangreiche Aufgaben von den Fach-/Klassenlehrern aufgegeben worden, die zu bestimmten Zeiten via Chat o.ä. abgegeben werden müssen, ist auch dies mit dem Unterricht am Berufskolleg vergleichbar. Zur Kontrolle und Bestätigung sollten die Azubis den Fach- oder Klassenlehrer bitten, dies dem Ausbilder via Mail zu erläutern und idealerweise auch mitzuteilen, wie zeitaufwändig diese Aufgaben sein werden.  Der/dem Auszubildenden ist für die Bewältigung dieser Aufgaben ein entsprechendes Zeitkontingent einzuräumen, sei es in den Praxisräumen, sei es zu Hause.
  • Sofern mangels ausreichender digitaler Möglichkeiten an den jeweiligen Berufskollegs dies nicht umsetzbar ist, können die Auszubildenden (wie auch in der unterrichtsfreien Zeit) in der Praxis beschäftigt werden. Gleiches gilt auch für nur „vage“ Angaben zum Erarbeiten von Unterrichtsstoff (z.B. lernt die nächsten Seiten im Buch), dies ist wie Hausaufgaben zu werten, kann und muss somit nach dem regulären Praxisdienst (Feierabend oder Wochenende) erfolgen.

Bei ergänzenden Fragen können Sie selbstverständlich auch telefonisch Kontakt mit dem Ressort Ausbildung aufnehmen: 0211-44704226.

Zu Fragen zum Kurzarbeitergeld im Zusammenhang mit der Ausbildung zur/zum ZFA lesen Sie bitte auch unsere Informationen im Reiter FAQ.


Informationen zum Virus und zum Infektionsschutz

Inzwischen sind in allen Bundesländern in Deutschland Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt worden. Das Akronym SARS steht dabei für Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Die Lungenkrankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann, wird COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) genannt.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) hat ein Bürgertelefon für allgemeine Fragen zum Coronavirus eingerichtetdas montags bis freitags zwischen 7.00 und 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags zwischen 10.00 und 18.00 Uhr unter 0211 / 9119 1001 zu erreichen ist.

Robert Koch Institut (RKI):

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):

Zahnärztliche Mitteilungen (zm)

Wissenschaftliche Veröffentlichungen:


Informationen der berufsständischen Vertretungen

Aufruf an die Zahnärzteschaft von BZÄK und KZBV

"Die Menschen in unserer Gesellschaft werden uns Zahnärzte ganz genau beobachten und sich ein Bild davon machen, wie wir uns in der Krise verhalten. Lassen Sie uns alle, jeder an seinem Platz, zusammenhalten und vorbildlich und verantwortungsvoll handeln, dann werden wir nicht nur die Coronakrise überstehen, sondern auch als Berufsstand und Heilberufler gestärkt aus ihr hervorgehen."

Informationen von ZÄK Nordrhein und KZV Nordrhein

Das Sonderrundschreiben vom 05.03.2020 umfasst neben einer Sammlung von Informationen und Links auch die Anlage "Coronavirus: Anspruch auf Entschädigung bei untersagter Tätigkeit oder Quarantäne - Hinweise und zuständige Behörden" der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)

Das Sonderrundschreiben vom 19.03.2020 umfasst auch die folgenden Anlagen: Praxisplakat "Stop! Corona?", "Standardvorgehensweise für Zahnarztpraxen zur Behandlung von SARS-CoV-2-Patientinnen und -Patienten" des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ), Information der BZÄK zur Behandlungspflicht von Erkrankten, Mustervorlage für Arbeitgeber bei Ausgangssperren, Information der BZÄK zum Kurzarbeitergeld, Vorlage der Agentur für Arbeit zur Beantragung von Kurzarbeitergeld

Zahnärztekammer und KZV Nordrhein haben am 24.03.2020 eine gemeinsame Stellungnahme zur aktuellen Situation veröffentlicht.


Weitere Informationen

FAQ's

Ein Zahnarzt hat grundsätzlich nur in Notfällen eine Pflicht zur Behandlung. Sie können – möglichst in Abstimmung mit dem Patienten – unter Berücksichtigung der medizinischen Dringlichkeit eigenverantwortlich entscheiden, ob Sie eine Behandlung jetzt durchführen müssen, d. h. ob es sich um einen zahnmedizinischen Notfall handelt oder die Behandlung verschoben werden kann.

Ausführliche Informationen unter: https://www.bzaek.de/berufsausuebung/sars-cov-2covid-19/behandlungspflicht-von-erkrankten.html

Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes ist zu empfehlen, für die Sicherheit von Patienten, Personal sowie Zahnärztinnen und Zahnärzten die Entstehung von Aerosolen in Zahnarztpraxen in der derzeitigen Pandemielage zu vermeiden.

Darf ich Kindern die Behandlung verweigern, da bei diesen potenziell ein größeres Übertragungsrisiko vermutet wird?

Hier gilt die gleiche Regelung wie oben. Auch aus der Berufsordnung geht hervor: Der Zahnarzt kann die zahnärztliche Behandlung ablehnen, wenn die Behandlung ihm nach pflichtgemäßer Interessenabwägung (vgl. Berufsordnung §1 Abs. 6 b) nicht zugemutet werden kann.

Stand: 23.03.2020

Nein. Aufgrund des aktuellen Erlasses des MAGS NRW vom 15.03.2020 wird der Kursbetrieb des Karl-Häupl-Instituts vorübergehend eingestellt. Die behördliche Weisung gilt zunächst bis zum 19. April 2020.

Wann der reguläre Betrieb am KHI wieder aufgenommen wird, können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschätzen. Der Kursbetrieb kann erst wieder aufgenommen werden, wenn sich die Gefährdungslage ändert und die entsprechenden Weisungen der Behörden aufgehoben werden. Kursbuchungen und -tickets behalten bis auf Weiteres ihre Gültigkeit.

Über die weitere Entwicklung informieren wir hier

Stand: 16.03.2020

Sofern eine mitarbeitende Person der Praxis positiv auf COVID-19 getestet wird, sollte sich diese unmittelbar in Quarantäne begeben.

Bitte wenden Sie sich in einem solchen Fall ausschließlich an das zuständige Gesundheitsamt. Wir wissen, dass es derzeit wegen Überlastung zu längeren Wartezeiten kommen kann.

Stand: 26.03.2020

Wie im regulären Praxisbetrieb benötigen Sie eine vertretende Praxis. Sie können jedoch im Rahmen der Regelungen zur kassenzahnärztlichen Versorgung die Praxiszeiten reduzieren. Bitte stimmen Sie dies unbedingt mit der KZV Nordrhein ab (Tel. 0211 / 9684-0). Eine Erreichbarkeit für Notfälle muss in den regulären Praxiszeiten weiterhin gewährleistet sein.

Stand: 23.03.2020

Ärzte und Zahnärzte haben Anspruch auf eine angemessene Entschädigung, wenn der Praxisbetrieb aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt wird (§ 56 Infektionsschutzgesetz). Anspruch haben sowohl Praxisinhaber als auch angestellte Mitarbeiter.

Anträge und Zahlungen werden im Kammerbereich Nordrhein über den Landschaftsverband Rheinland abgewickelt. Ausführliche Informationen unter: https://www.lvr.de/de/nav_main/soziales_1/soziale_entschaedigung/taetigkeitsverbot/taetigkeitsverbot.jsp

Stand: 23.03.2020

Der Erlass des Ministeriums ist hier nicht eindeutig. Ob Praxismitarbeiter/innen derzeit einen Betreuungsanspruch haben, gilt es, vor Ort mit den zuständigen Städten und Kreisen zu klären.

Den notwendigen Antrag samt Arbeitgeberbescheinigung finden Sie im Reiter "Artikel" unter dem Punkt "Schul- und Kindergartenschließungen".

Stand: 23.03.2020

Bitte nutzen Sie das Plakat „Betreten Sie bitte nicht sofort die Praxis“ auf unserer Webseite, um Ihre Patientinnen und Patienten zu sensibilisieren: Download Plakat

Stand: 23.03.2020

Bei ordnungsgemäßem Tragen der Schutzkleidung besteht kein Anlass zur Sorge. Sofern Sie die Praxis (urlaubsbedingt) schließen, verweisen wir auf die Regelungen des SGB V.

Stand: 23.03.2020

Das RKI empfiehlt hier eine 14-tägige Quarantäne nur für Kontaktpersonen der Kategorie I („Höheres“ Infektionsrisiko“, s. u.) und bei erhöhtem Expositionsrisiko der Kategorie II („Geringeres Infektionsrisiko“, s. u.). Konkrete Fälle sind mit dem zuständigen Gesundheitsamt zu besprechen.

Kategorie I „Höheres Infektionsrisiko“:

Hatten Sie und/oder Ihre Mitarbeitenden engen Kontakt, also weniger als 2 Meter Distanz, zu einem bestätigten COVID-19-Fall, und das ohne adäquate Schutzausrüstung, so gilt ein „höheres Infektionsrisiko“.

Beispiele hierfür, die ein „höheres Infektionsrisiko“ mit sich bringen, sind etwa Handberührungen ohne Handschuhe oder ein mindestens 15-minütiger Gesichts-„face to face“-Kontakt, z. B. im Rahmen eines Gesprächs in einem geschlossenen Raum, ohne dass beide einen Mund-Nasen-Schutzgetragen haben.

In diesen Fällen begeben Sie sich bitte unmittelbar in Quarantäne und warten auf weitere Anweisungen des Gesundheitsamtes.

Kategorie II „Geringeres Infektionsrisiko“:
Sie und/oder Ihr zahnmedizinisches Personal haben sich ohne angemessene Schutzbekleidung in demselben Raum (Behandlungszimmer) wie ein bestätigter Covid-19 Patient aufgehalten, aber eine Distanz von 2 Metern immer eingehalten.

  • Hier hängt das Vorgehen von der Einschätzung des Expositionsrisikos durch das Gesundheitsamt ab: Wird es als hoch angesehen (Aerosolexposition), ist häusliche Quarantäne angezeigt. Bei geringerem Expositionsrisiko dagegen entspricht das Vorgehen der Kategorie III.

Kategorie III:
Sie und/oder Ihre Mitarbeitenden haben während der gesamten Zeit der Behandlung eines infizierten Patienten eine adäquate Schutzausrüstung getragen. Bei Einhaltung der empfohlenen Schutzmaßnahmen besteht kein Anlass für eine Absonderung oder regelmäßige Untersuchung asymptomatischer Mitarbeiter.

Achten Sie und Ihre Mitarbeiter jedoch auf sich selbst und darauf, ob Sie Symptome haben (Husten, Fieber, Atemnot).

Nähere Informationen:https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Management.html

Stand: 30.03.2020

Nein. Für medizinisches Personal schon bei begrenztem Expositionsrisiko, z.B. medizinisches Personal mit Kontakt unter 2 m zu bestätigten Covid-19-Fällen ohne Schutzausrüstung, ≥15 Min face-to-face Kontakt, gilt immer noch häusliche Absonderung in Absprache mit dem Gesundheitsamt.

Erst wenn die adäquate Versorgung der Patienten durch Personalengpässe nicht mehr möglich, kann es notwendig sein, die bestehenden Empfehlungen zum Umgang von Kontaktpersonen (www.rki.de/covid-19-kontaktpersonen) für medizinisches Personal anzupassen.

Stand: 25.03.2020

Laut Aussage der KZV Nordrhein wird die Assistenzzeit verlängert, wenn die Praxis bei der KZV Nordrhein einen entsprechenden Antrag stellt.

Stand: 26.03.2020

Benutzte FFP-Masken und Mund-Nase-Schutz dürfen nicht mit Desinfektionsmittel behandelt werden, da dies die Funktionalität der Maske negativ beeinflussen kann.

Bei Covid-19 Patienten und begründeten Verdachtsfällen auf Covid-19 darf die Maske auf keinen Fall wiederverwendet werden!

Stand: 23.03.2020

Als Praxisinhaber/in haben Sie alles Zumutbare zu unternehmen, um eine persönliche Schutzausrüstung zu beschaffen. Sollten alle Anstrengungen ohne Erfolg bleiben, ist keine Behandlung mehr möglich.

Für die Behandlung von nicht Risikopatienten ist normale Schutzausrüstung (Mund-Nasen-Schutz) ausreichend. Nur für die Behandlung von Covid-19 Patienten ist die FFP2/3 Maske unbedingt erforderlich.

Stand: 23.03.2020

Das zahnärztliche Team sollte waschbaren Mund-Nasen-Schutz ohne Zertifizierung für die Behandlung von Patienten nicht verwenden.

Waschbarer Mund-Nasen-Schutz ohne Zertifizierung kann während der COVID-19- Pandemie z. B. im öffentlichen Bereich oder in Büros hilfreich gegen die Übertragung von Viren eingesetzt werden, aber nicht für die zahnmedizinische Behandlung.

Wir machen darauf aufmerksam, dass zurzeit viele unseriöse Anbieter auf dem Markt sind, die laut Aussagen der Bezirksregierung Produkte anbieten, die nicht den Anforderungen entsprechen würden. Die Zahnärztekammer ist im intensiven Austausch, um den Engpass an PSA zu beheben.

Stand: 26.03.2020

Aufgrund der aktuellen Lage muss bei jedem Patienten zunächst eine Kontakt- und Reiseanamnese durchgeführt werden. Im Verdachtsfall sollten aufschiebbare Behandlungen zunächst für mindestens 14 Tage verschoben werden.

Sofern die zuvor im Rahmen der Anamnese gestellten Fragen (Kontakt zu einem bestätigten Covid-19 Fall oder Aufenthalt in einem Risikogebiet) und auch klinische Symptome keinen Verdacht begründen, kann die Behandlung mit den üblichen Schutzmaßnahmen (konsequente Basishygiene mit Mund-Nasen-Schutz) durchgeführt werden.

Stand: 23.03.2020

Als Praxisinhaber haben Sie alles Zumutbare zu unternehmen, um Desinfektionsmittel/
Händedesinfektionsmittel zu beschaffen. Sollten alle Anstrengungen ohne Erfolg bleiben, ist die Praxis zu schließen. In diesem Fall kann man sich auch an die Arbeitsagentur wenden und Kurzarbeit beantragen.

Die Bundesregierung hat am 4. März 2020 die Herstellung von Desinfektionsmittel ohne Zulassung nach Biozid-Verordnung per Allgemeinverfügung erlaubt. Da die Grundstoffe in ausreichendem Umfang auf dem Markt verfügbar sind, soll die genehmigungsfreie Herstellung in Apotheken den gestiegenen Bedarf decken: https://www.baua.de/DE/Angebote/Aktuelles/Meldungen/2020/2020-03-04-Desinfektionsmittel.htm

Stand: 23.03.2020

Die Zahnärztekammer Nordrhein hält keine Schutzausrüstung vor.

Über das Problem der zunehmenden Verknappung von Teilen der persönlichen Schutzausrüstung stehen BZÄK und KZBV mit dem Bundesgesundheitsministerium, KZV und ZÄK Nordrhein mit dem Ministerium für Arbeit,Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) in engem Kontakt.

Stand: 26.03.2020

Aktueller Hinweis vom 24.03.2020:

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat am 13.3.2020 per Erlass verfügt, dass die Bezirksregierungen gebeten werden, bis auf Weiteres eine verspätete Aktualisierung – die durch verzögerte Strahlenschutzkurse aufgrund von SARS-CoV-2 begründet ist – anzuerkennen.

Die Entscheidung im jeweiligen Einzelfall obliegt letztendlich der zuständigen Bezirksregierung (Strahlenschutzaufsichtsbehörden NRW).

Stand: 17.03.2020

Nein.  Aufgrund der derzeitigen Lage sieht sich die Zahnärztekammer Nordrhein in der Verpflichtung, die Abschlussprüfung am 25.03.2020 im Ausbildungsberuf Zahnmedizinische/r Fachangestellter an allen Berufskollegs in Nordrhein abzusagen.

Die Prüfungen werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Wir werden hier in Absprache mit den zuständigen Behörden den neuen Prüfungstermin nach den Osterferien festsetzen. Wir bitten um Verständnis, dass wir bis dahin keine genaueren Angaben machen können.

Wir sind bemüht, sowohl die schriftliche als auch die praktische Abschlussprüfung bis zum Beginn der Sommerferien abzuschließen.

Wir informieren auf unserer Webseite und über die sozialen Medien über alle wichtigen Entscheidungen und empfehlen allen Prüflingen sowohl die Homepage ihres Berufskollegs als auch die der Zahnärztekammer Nordrhein regelmäßig aufzurufen.

Stand: 16.03.2020

Gemäß Erlass des MAGS ist „der Unterrichtsbetrieb an allen Schulen bis zum 19.04.2020 einzustellen, der Einsatz der Auszubildenden in den Praxiseinrichtungen aber möglich. Der Einsatz darf nur dem jeweiligen Kenntnisstand entsprechend und unterstützend erfolgen.“

Die Weisung der Schulschließung gilt für alle Schulformen, so dass auch die Schülerinnen und Schüler der Fachklassen zur/zum ZFA keinen Unterricht an den Berufskollegs bis zum Ende der Osterferien erhalten.

Der Unterrichtsausfall ist jedoch weder als Freizeit für die Auszubildenden zu verstehen, noch bedeutet dies für die Ausbildungsbetriebe den uneingeschränkten Einsatz der Auszubildenden:

  • Sofern von den Klassenlehrern oder Fachlehrern ein Online-Unterricht eingerichtet wurde, ist dieser im Sinne der dualen Ausbildung zu absolvieren. Der/die Auszubildende ist für diese Zeit entsprechend dem Unterricht am Berufskolleg freizustellen.
  • Sind nach Aussage der/des Auszubildenden umfangreiche Aufgaben von den Fach-/Klassenlehrern aufgegeben worden, die zu bestimmten Zeiten via Chat o.ä. abgegeben werden müssen, ist auch dies mit dem Unterricht am Berufskolleg vergleichbar. Zur Kontrolle und Bestätigung sollten die Azubis den Fach- oder Klassenlehrer bitten, dies dem Ausbilder via Mail zu erläutern und idealerweise auch mitzuteilen, wie zeitaufwändig diese Aufgaben sein werden.  Der/dem Auszubildenden ist für die Bewältigung dieser Aufgaben ein entsprechendes Zeitkontingent einzuräumen, sei es in den Praxisräumen, sei es zu Hause.
  • Sofern mangels ausreichender digitaler Möglichkeiten an den jeweiligen Berufskollegs dies nicht umsetzbar ist, können die Auszubildenden (wie auch in der unterrichtsfreien Zeit) in der Praxis beschäftigt werden. Gleiches gilt auch für nur „vage“ Angaben zum Erarbeiten von Unterrichtsstoff (z.B. lernt die nächsten Seiten im Buch), dies ist wie Hausaufgaben zu werten, kann und muss somit nach dem regulären Praxisdienst (Feierabend oder Wochenende) erfolgen.

Bei ergänzenden Fragen können Sie selbstverständlich auch telefonisch Kontakt mit dem Ressort Ausbildung aufnehmen: 0211-44704226.

Stand: 18.03.2020

Grundsätzlich sind Auszubildende von Kurzarbeit ausgenommen, da nach Auffassung des Gesetzgebers es dem ausbildenden Betrieb zuzumuten ist, die Ausbildungszeit sinnvoll zu nutzen und Auszubildende entsprechend einzusetzen. Nur wenn alle Ausbildungsmöglichkeiten erschöpft wurden, kann Kurzarbeit in Betracht kommen (Herkert, Kommentar zum Berufsbildungsgesetz).

Sofern Kurzarbeit als Ultima Ratio auch im Bereich der Ausbildung erfolgen muss, sind zwei Formen zu unterscheiden:

  • Die Kürzung der wöchentlichen oder täglichen Ausbildungszeit ist nicht als Ausfall der Berufsausbildung einzustufen, und die Ausbildungsvergütung ist in voller Höhe weiter zu zahlen.
  • Sofern die Kurzarbeit durch eine zusammenhängende Schließung realisiert werden muss, ist die Ausbildungsvergütung dennoch 6 Wochen lang weiter in voller Höhe zu zahlen. Fällt die Ausbildung tatsächlich aus, hat die/der Auszubildende gemäß den Regelungen des Berufsausbildungsvertrages dennoch den Anspruch auf Zahlung der Vergütung. Erst nach 6 Wochen kommt dann die Zahlung von Kurzarbeitergeld in Betracht (Herkert, Kommentar zum Berufsbildungsgesetz).

Stand: 19.03.2020

Grundsätzlich rechtfertigt die Zahlung von Kurzarbeitergeld keine Kündigung, vielmehr sollen gerade mit der Beantragung von Kurzarbeit Kündigungen vermieden werden.

Dies gilt auch für Auszubildende. Nur wenn der Ausbildungsbetrieb über eine längere Zeit nicht aktiv betrieben werden kann (hier wird von einem Zeitraum von mehr als drei Monaten auszugehen sein), käme eine Kündigung des Berufsausbildungsvertrages in Betracht. Dann wäre jedoch der Ausbildende verpflichtet, sich rechtzeitig mit Hilfe der Zahnärztekammer Nordrhein und der zuständigen Agentur für Arbeit um die Möglichkeit eines Anschlussausbildungsvertrages in einer anderen Zahnarztpraxis zu bemühen.

Stand: 19.03.2020

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COVID-19 konkret

"Aktuelle Infos für die Praxis" / "Schutzmaßnahmen in Zeiten der Pandemie" (RZB 04/2020)

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