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Aktuelles Thema:

Beitragswesen

Hier finden Sie alle Informationen zu den Mitgliedsbeiträgen der Zahnärztekammer Nordrhein.
Artikel

Für eine faire Verteilung:

Die Zahnärztekammer Nordrhein ändert ihre Beitragsstruktur

Ab 1. Januar 2022 ändert sich die Beitragsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein. Ziel ist es, vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Mitgliederstruktur für einen stabilen Haushalt und vor allem für eine gerechtere Verteilung der Beitragslast zu sorgen.

Während aktuell angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte einen Jahresbeitrag von 792 Euro zahlen, liegt der Beitrag für niedergelassene Mitglieder bei 1.716 Euro und damit mehr als 900 Euro über diesem Betrag.

Mit der neuen Beitragsstruktur will die Zahnärztekammer Nordrhein diese Lücke verringern und für eine gerechtere Aufteilung der Beiträge sorgen. So wird ab dem 1. Januar 2022 der Jahresbeitrag für niedergelassene Mitglieder auf 1584 Euro (132 Euro pro Monat) reduziert, während gleichzeitig der Beitrag für angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte auf 924 Euro (77 Euro pro Monat) angehoben wird. Damit wird der Beitragsunterschied zwischen den beiden Mitgliedsgruppen deutlich reduziert, ohne dabei den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz und die Vorgaben des Gleichheitssatzes außer Acht zu lassen. Angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte zahlen dann zukünftig 58% des Beitrages der Niedergelassenen. Damit entspricht es in etwa den Einkommensverhältnissen basierend auf Daten von KZBV (statistisches Jahrbuch) und gemittelten Werten des statistischen Bundesamtes.

 

Ziel ist ein stabiler Haushalt ohne weitere Beitragserhöhungen

Der Zahnärztekammer Nordrhein ermöglicht die neue Beitragsordnung eine langfristige und vor allem stabile Haushaltsplanung im Bereich der Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge, sodass sich Beitragserhöhungen durch weitere Strukturverschübe vermeiden lassen.

Hintergrund ist eine sich ständig verändernde Mitgliederstruktur: Seit einigen Jahren ist die Anzahl der niedergelassenen Zahnärztinnen und Zahnärzte rückläufig, während gleichzeitig der Anteil der angestellten Mitglieder und der Zahnärztinnen und Zahnärzte ohne Berufsausübung immer weiter ansteigt. Da die Beiträge der niedergelassenen Mitglieder deutlich höher als die der angestellten Mitglieder sind, Zahnärztinnen und Zahnärzte ohne Berufsausübung bisher beitragsfrei geführt wurden, sinken trotz gleichbleibender Beitragssätze langfristig die Einnahmen der Zahnärztekammer Nordrhein.

Im Jahr 2025 hätten sich im Zuge dieser Entwicklung trotz gleichbleibender Beitragssätze Mindereinnahmen von 250.000 Euro ergeben. Durch die neue Beitragsstruktur wird dies jedoch prognostisch verhindert, sodass die Finanzen der Zahnärztekammer Nordrhein langfristig stabilisiert werden.

 

Systematische Umstellung der Beitragsgruppen

Nicht nur die Beiträge, sondern auch die Beitragsgruppen werden mit der Beitragsstruktur angepasst. Für niedergelassene Mitglieder gibt es zukünftig die Beitragsgruppe 1, die derzeitigen Beitragsgruppen 1.1 bis 1.4 entfallen.

Assistenzzahnärzte werden zukünftig nicht mehr in Gruppe 2.1, sondern in Gruppe 2.4 geführt. Die ehemalige Beitragsgruppe 2.2 für angestellte Zahnärzte in der vertragszahnärztlichen beziehungsweise privaten Praxis wird zu Gruppe 2.1.

Neu eingeführt werden Beitragsgruppen u. a. mit nicht unmittelbar patientenbezogener Tätigkeit wie die Beitragsgruppe 2.2 für Angehörige des öffentlichen Gesundheitsdienstes oder Medizinischen Dienstes und Gutachter.

Ebenfalls neu ist die Gruppe 2.3 für Mitglieder, die ausschließlich an Hochschulen oder Berufsschulen lehren oder nur administrativ und organisatorisch tätig sind.

 

Beitragsanpassungen auch für weitere Mitgliedsgruppen

Die Änderungen der Beitragssätze betreffen nicht nur niedergelassene und angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte, sondern auch andere Mitglieder. So beläuft sich der Beitrag für Assistenzzahnärzte und Assistenzzahnärztinnen ab 2022 auf 492 Euro (41 Euro pro Monat). Beamtete und angestellte Zahnärzte und Zahnärztinnen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder im Medizinischen Dienst arbeiten, zahlen zukünftig 636 Euro pro Jahr (53 Euro pro Monat), beamtete und angestellte Zahnärzte und Zahnärztinnen, die an wissenschaftlichen Hochschulen oder Berufsschulen lehren, zahlen 564 Euro (47 Euro pro Monat) ab 2022.

Darüber hinaus entfallen die beiden Beitragsgruppen für Mitglieder mit Schwerbehinderung und über 70 Jahre alte Zahnärzte und somit ein pauschal niedrigerer Beitrag. Aus Gründen der Gleichbehandlung mussten die automatischen Reduzierungen gestrichen werden, da das Vorliegen einer Schwerbehinderung oder das Erreichen eines bestimmten Alters nicht zwangsläufig zu einer eingeschränkten Berufstätigkeit mit einem verminderten Einkommen führt. Sollte dieses im Einzelfall vorliegen, dann kann selbstverständlich ein Antrag auf Beitragsreduzierung gestellt werden.

Außerdem wird für nicht-berufstätige Mitglieder ein jährlicher Beitrag von 120 Euro (10 Euro pro Monat) eingeführt. Hintergrund ist, dass auch diese Mitglieder Partizipationsrechte bei der Zahnärztekammer Nordrhein und beispielsweise auch Zugriff auf Informationsangebote haben.

 

Tätigkeitsbezug

In der neuen Beitragsordnung wird definiert, dass Kammerangehörige ihren zahnärztlichen Beruf im Sinne der Beitragsordnung ausüben, wenn sie ihre zahnärztlichen Fachkenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in ihre berufliche Tätigkeit einbringen. Als Berufsausübung gelten auch Zeiten, in denen Kammerangehörige an der tatsächlichen Arbeitsverrichtung verhindert sind, aber ein Anspruch auf eine Lohn-/Entgeltfortzahlung oder Entsprechendes besteht. Davon abzugrenzen sind Zeiten der Arbeitsverhinderung, in denen ausschließlich Lohn-/Entgeltersatzleistungen oder Entsprechendes bezogen werden; in diesen Zeiten besteht keine Beitragspflicht. Darüber hinaus wird die bisher bereits tätigkeitsbezogene Beitragsveranlagung konkretisiert und ergänzt. Wenn Mitglieder mehrere Tätigkeiten ausüben, dann erfolgt die Beitragsveranlagung nach der Tätigkeit mit dem höchsten Beitrag. Sofern eine andere Tätigkeit nachweislich den beruflichen Schwerpunkt bildet, dann ist diese Tätigkeit für die Eingruppierung maßgeblich. Folgendes Beispiel sollen das Prinzip verdeutlichen:

Beispiel:

Ein Mitglied ist als angestellte Zahnärztin in einer vertragszahnärztlichen Praxis mit 30 Stunden in der Woche tätig. Zusätzlich ist die Zahnärztin als Berufsschullehrerin 10 Stunden in der Woche tätig. Da die Tätigkeit in der vertragszahnärztlichen Praxis überwiegt, erfolgt die Eingruppierung nach Beitragsgruppe 2.1 mit einem Jahresbeitrag in Höhe von 924 EUR und nicht nach Beitragsgruppe 2.3 mit einem Jahresbeitrag in Höhe von 564 EUR.

 

Beitragsermäßigung auf Antrag möglich

Weiterhin gilt, dass Mitglieder, die ihre Beiträge aus wirtschaftlichen Gründen nicht aufbringen können oder die Beitragszahlung aus anderen persönlichen Gründen (z.B. Krankheit, Behinderung) für sie eine besondere Härte bedeuten würde, eine Stundung, Ermäßigung sowie einen Erlass ihrer Beiträge bei der Zahnärztekammer Nordrhein beantragen können. Das gilt für alle Beitragsgruppen. Zur Entscheidung des jeweils im Einzelfall zu prüfenden Antrags ist folgendes Vorgehen einzuhalten:

Ein formlos einzureichender Antrag ist an die Finanzabteilung der Zahnärztekammer Nordrhein (Zahnärztekammer Nordrhein, Emanuel-Leutze-Str. 8, 40547 Düsseldorf) zu richten und zu begründen (Vorlage im ZÄK-Portal unter Meine ZÄK | Formulare Mitglied| Antrag auf Beitragsreduktion). Im Nachgang dazu sind je nach Ausgangssituation geeignete Nachweise wie ein Einkommensteuerbescheid des Vorjahres, ein Nachweis über den Familienstand oder Kinder einzureichen.

Weitergehende Informationen hierzu finden Sie im Artikel unten. Für Rückfragen steht die Finanzabteilung der Zahnärztekammer Nordrhein gerne unter 0211 44704-212 zur Verfügung.

 

Beitragsumstellung

Unsere Mitglieder werden zum 1. Januar 2022 anhand der bisherigen Einstufung und den uns vorliegenden Informationen eingruppiert. Wenn Sie mehrere Tätigkeiten ausüben und sich aufgrund des Schwerpunktes Ihrer beruflichen Tätigkeit eine andere als die bisherige Beitragsgruppe ergibt, dann teilen Sie uns dieses bitte zeitnah mit, damit eine Berücksichtigung zum 1. Januar 2022 erfolgen kann. Üben Sie eine Tätigkeit aus, die bisher keine eigene Beitragsgruppe beinhaltete, zum Beispiel für Angehörige des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, dann bitten wir Sie, uns dieses ebenfalls mitzuteilen, damit eine unmittelbare Einstufung in die neue Beitragsgruppe erfolgen kann.

 

Beitragstabelle

Beitragsgruppe

Mitglieder

Mitgliedsbeitrag

1

 
  • Niedergelassene Zahnärzte in einer Praxis oder einem Medizinischen Versorgungszentrum
  • beamtete/angestellte Zahnärzte mit Liquidationsrecht oder vergleichbarem Beteiligungsrecht
  • zahnärztliche Leiter von Medizinischen Versorgungszentren mit Geschäftsführungsbefugnissen

 

Für jede weitere Niederlassung fällt ein weiterer Beitrag in Höhe von 50 % des zuvor festgelegten Beitrages an.

1.584,00 € (Jahresbeitrag)

132,00 € (Monatsbeitrag)

2.1

 
  • Angestellte Zahnärzte im Sinne des § 32 b ZV-Z / § 95 SGB V
  • angestellte Zahnärzte in Privatpraxen
  • sonstige angestellte Zahnärzte, sofern nicht von einer anderen Beitragsgruppe erfasst
 

924,00 € (Jahresbeitrag)

77,00 € (Monatsbeitrag)

2.2

 
  • Beamtete/angestellte Zahnärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst oder im Medizinischen Dienst, sofern nicht von einer anderen Beitragsgruppe erfasst
  • gutachterlich tätige Zahnärzte
 

636,00 € (Jahresbeitrag)

53,00 € (Monatsbeitrag)

2.3

 
  • Beamtete/angestellte Zahnärzte, die an wissenschaftlichen Hochschulen oder Berufsschulen nur in theoretischen Fächern lehren oder reine Grundlagenforschung betreiben
  • beamtete/angestellte Zahnärzte, die allein administrativ und organisatorisch tätig sind
 

564,00 € (Jahresbeitrag)

47,00 € (Monatsbeitrag)

2.4

 
  • Assistenzzahnärzte (Vorbereitungsassistenten, Weiterbildungsassistenten, Entlastungsassistenten),
  • Zahnärzte, die vertretungsweise tätig sind
 

492,00 € (Jahresbeitrag)

41,00 € (Monatsbeitrag)

3

 
  • Zahnärzte ohne Berufsausübung
 

120,00 € (Jahresbeitrag)

10,00 € (Monatsbeitrag)

 

Beitragsermäßigung/-befreiung gemäß § 3 der Beitragsordnung

§ 3 der Beitragsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein besagt: "Über Stundung, Ermäßigung oder Erlass von Beiträgen aus sozialen Gründen bzw. Härtefällen entscheidet der Vorstand auf Antrag des Beitragspflichtigen." Zur Entscheidung des jeweils im Einzelfall zu prüfenden Antrags ist folgendes Vorgehen einzuhalten: Ein formlos schriftlich einzureichender Antrag ist an die Finanzabteilung der Zahnärztekammer Nordrhein (Zahnärztekammer Nordrhein | Emanuel-Leutze-Str. 8 | 40547 Düsseldorf) zu richten (Vorlage im ZÄKPortal https://portal.zaek-nr.de - Einwahl mit ZÄK NR ID-App oder Signaturkarte > Formulare | für Kammermitglieder | Antrag auf Beitragsreduktion <).

Im Nachgang dazu sind je nach Ausgangssituation geeignete Nachweise wie ein Einkommensteuerbescheid des Vorjahres, ein Nachweis über den Familienstand, Kinder oder eine Kopie des Ausweises über eine Schwerbehinderung einzureichen. Eine Checkliste der je nach Antragsgrund einzureichenden Unterlagen kann auf dieser Seite heruntergeladen werden. Für Rückfragen steht die Finanzabteilung der Zahnärztekammer Nordrhein unter 0211/44704-212 zur Verfügung. Nach Prüfung des jeweiligen Einzelfalls erhält die Zahnärztin oder der Zahnarzt einen Bescheid über eine eventuelle Beitragsstundung, Beitragsermäßigung oder Beitragsbefreiung.

FAQ's

Die pauschale Reduzierung des Beitrags um 50 % wird ab Januar 2022 entfallen und es erfolgt eine Veranlagung zum vollen Beitrag. Sofern Sie den Beitrag nicht aufbringen können oder eine persönliche Härte vorliegt, können Sie einen Antrag gemäß § 2 auf Stundung, Ermäßigung sowie einen Erlass ihrer Beiträge bei der Zahnärztekammer Nordrhein einreichen.

Ja, durch die neue Beitragsordnung werden nichtberufstätige Kammerangehörige mit einem geringen Grundbeitrag veranlagt. Die generelle Beitragspflicht resultiert maßgeblich aus den mit der Mitgliedschaft verbundenen Partizipationsrechten eines jeden kammerangehörigen Zahnarztes. Sofern die Aufbringung des Beitrages aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist, besteht für Mitglieder aller Beitragsgruppen gleichermaßen die Möglichkeit, einen Antrag auf Stundung, Ermäßigung oder Erlass zu stellen

Innerhalb der Mutterschutzfristen vor und nach der Entbindung liegt eine Beitragspflicht nicht vor. Bitte informieren Sie uns zeitnah, damit wir Ihre Beitragsveranlagung entsprechend anpassen.

Davon abweichend liegt in Zeiten von Beschäftigungsverboten nach dem Mutterschutzgesetz die Beitragspflicht unverändert vor, da ein Anspruch auf eine Lohn- beziehungsweise Entgeltfortzahlung besteht.

In den Zeiten in denen ein Anspruch auf eine Lohn- beziehungsweise Entgeltfortzahlung oder Entsprechendes besteht, sind Sie beitragspflichtig. In der Regel besteht ein solcher Anspruch für eine Dauer von 6 Wochen. Bei einer darüber hinaus andauernden Arbeitsunfähigkeit teilen Sie uns dieses bitte mit, damit Ihre Beitragshöhe angepasst wird.

Die Entwicklung der letzten Jahre, dass die Gruppe der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen sinkt und die Gruppen der angestellten Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie Mitgliedern ohne Ausübung der zahnärztlichen Tätigkeit steigt, setzt sich weiterhin fort. Ohne ein Gegensteuern würden die Beitragseinnahmen in den nächsten Jahren kontinuierlich sinken. Mit der Reform der Beitragsstruktur und einer Umrelationierung zwischen den Beitragsgruppen soll ein tragfähiges und zukunftsorientiertes Beitragsmodell erreicht werden. Insgesamt wird somit eine faire und zukunftsgerichtete Verteilung der Beitragslast erreicht.

Die pauschale Reduzierung des Beitrags um 50 % wegen des Erreichens einer bestimmten Altersgrenze wird ab Januar 2022 entfallen und es erfolgt eine Veranlagung zum vollen Beitrag. Sofern Sie aus wirtschaftlichen Gründen den Beitrag nicht aufbringen können oder die Beitragszahlung aus anderen persönlichen Gründen (z.B. Krankheit, Behinderung) für sie eine besondere Härte bedeuten würde, können Sie eine Stundung, Ermäßigung sowie einen Erlass ihrer Beiträge bei der Zahnärztekammer Nordrhein beantragen.

Für Zeiten der Arbeitslosigkeit sind Sie nicht beitragspflichtig. Bitte informieren Sie uns zeitnah, damit wir Ihre Beitragsveranlagung entsprechend anpassen.

Kammerangehörige, die zugleich beitragspflichtiges und berufstätiges Pflichtmitglied in einer oder mehreren anderen Zahnärzte- oder Ärztekammer/n sind, zahlen die Hälfte ihres jeweiligen Beitrages.

Bitte teilen Sie uns diese Mitgliedschaften mit und reichen einen Nachweis über die Pflichtmitgliedschaft, Berufstätigkeit und Beitragspflicht ein.

Mit der Tätigkeit wird der zahnärztliche Beruf ausgeübt, so dass eine Beitragspflicht nach der Beitragsgruppe 2.3 für angestellte Zahnärzte, die allein administrativ und organisatorisch tätig sind, besteht.

Für beamtete/angestellte Zahnärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst oder im Medizinischen Dienst, wurde eine eigenständige Beitragsgruppe eingeführt. Sie werden ab dem 01.01.2022 in der neuen Beitragsgruppe 2.2 mit einem Jahresbeitrag von 636 EUR bzw. monatlich 53 EUR eingestuft.

Die Beitragsreduzierung wird grundsätzlich zu Beginn des Quartals der Antragstellung berücksichtigt.

Für die Monate, in denen die Beitragspflicht beginnt oder endet, ist je ein voller Monatsbeitrag zu entrichten. Für August wird demnach ein voller Beitrag fällig.

Wenn Mitglieder mehrere Tätigkeiten ausüben, dann erfolgt die Beitragsveranlagung nach der Tätigkeit mit dem höchsten Beitrag. Sofern eine andere Tätigkeit nachweislich den beruflichen Schwerpunkt bildet, dann ist diese Tätigkeit für die Eingruppierung maßgeblich. Folgendes Beispiel soll das Prinzip verdeutlichen:

Beispiel 1:

Ein Mitglied ist als angestellte Zahnärztin in einer vertragszahnärztlichen Praxis mit 30 Stunden in der Woche tätig. Zusätzlich ist die Zahnärztin als Berufsschullehrerin 10 Stunden in der Woche tätig. Da die Tätigkeit in der vertragszahnärztlichen Praxis überwiegt, erfolgt die Eingruppierung nach Beitragsgruppe 2.1 mit einem Jahresbeitrag in Höhe von 924 EUR und nicht nach Beitragsgruppe 2.3 mit einem Jahresbeitrag in Höhe von 564 EUR.

Weiterhin gilt, dass Mitglieder, die ihre Beiträge aus wirtschaftlichen Gründen nicht aufbringen können oder die Beitragszahlung aus anderen persönlichen Gründen (z.B. Krankheit, Behinderung) für sie eine besondere Härte bedeuten würde, eine Stundung, Ermäßigung sowie einen Erlass ihrer Beiträge bei der Zahnärztekammer Nordrhein beantragen können. Das gilt für alle Beitragsgruppen. Zur Entscheidung des jeweils im Einzelfall zu prüfenden Antrags ist folgendes Vorgehen einzuhalten:

Ein formlos einzureichender Antrag ist an die Finanzabteilung der Zahnärztekammer Nordrhein (Zahnärztekammer Nordrhein | Emanuel-Leutze-Str. 8 | 40547 Düsseldorf) zu richten und zu begründen (Vorlage im ZÄKPortal https://portal.zaek-nr.de Einwahl mit ZÄK NR ID-App oder Signaturkarte > Meine ZÄK | Formulare Mitglied| Antrag auf Beitragsreduktion). Im Nachgang dazu sind je nach Ausgangssituation geeignete Nachweise wie ein Einkommensteuerbescheid des Vorjahres, ein Nachweis über den Familienstand oder Kinder einzureichen.

Weitergehende Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite www.zahnaerztekammernordrhein.de in der Kategorie „Beruf und Wissen“ unter dem Reiter „Beitragswesen“. Für Rückfragen steht die Finanzabteilung der Zahnärztekammer Nordrhein gerne unter 0211/44704—212 zur Verfügung.

Sie werden zunächst regulär in die Beitragsgruppe 1 eingestuft. Gem. § 2 der Beitragsordnung können Sie jedoch ohne Weiteres eine Stundung Ihres Beitrages beantragen.

Sie üben den zahnärztlichen Beruf im Sinne der Beitragsordnung aus, wenn Sie Ihre zahnärztlichen Fachkenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in Ihre berufliche Tätigkeit einbringen.

Niedergelassene Zahnärzte in einem MVZ werden wie bisher auch nach der Beitragsgruppe 1 zum Kammerbeitrag herangezogen; dies gilt ungeachtet der zahnärztlichen Leitung. Angestellte Zahnärzte, die in einem MVZ als zahnärztlicher Leiter tätig sind und Geschäftsführungsbefugnisse haben, werden gleichermaßen nach der Beitragsgruppe 1 veranlagt. Bestehen keine Geschäftsführungsbefugnisse, erfolgt die Veranlagung nach der Beitragsgruppe 2.1.

Dokumente
Beitragsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein ab April 2021

gültig ab 01.04.2021

Bestätigung ärztliche Weiterbildung
Bestätigung zahnärztliche Weiterbildung
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