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Beitragswesen

Hier finden Sie alle Informationen zu den Mitgliedsbeiträgen der Zahnärztekammer Nordrhein.
Artikel

Die Kammerversammlung der Zahnärztekammer Nordrhein hat am 28. November 2020 nach intensiver Diskussion eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge mit Wirkung zum 1. April 2021 beschlossen, die das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen genehmigt hat. Niedergelassene Zahnärzte zahlen zukünftig 143 Euro, angestellte Zahnärzte 66 Euro pro Monat.

Für Mitglieder, die aus sozialen Gründen bzw. Härtefällen nicht den vollen Mitgliedsbeitrag leisten können, besteht gemäß § 3 der Beitragsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein die Möglichkeit, einen Antrag auf Stundung, Ermäßigung oder Erlass zu stellen. Weitergehende Informationen finden Sie unter dem Punkt "Rechtsgrundlage zur Beitragsreduzierung" sowie unter dem Reiter "Dokumente".

 

Hintergrund der Beitragsanpassung

Die Anpassung des Beitrags ist notwendig, da die Zahnärztekammer Nordrhein in den vergangenen Jahren kontinuierlich zusätzliche Aufgaben im Sinne der Zahnärzteschaft übernommen hat. Die dadurch entstandene knappe Haushaltslage in den zurückliegenden Jahren wird durch die derzeitige Corona-Pandemie noch einmal deutlich verschärft. Während die Ausgaben für Hygienemaßnahmen, zusätzliche Schulungsräume und die Erweiterung der digitalen Infrastruktur gestiegen sind, sanken die Einnahmen im Karl-Häupl-Institut in Folge des Lockdowns.

Bereits zu Beginn des Jahres 2020 und der Legislaturperiode hat das neu gewählte Präsidium die Haushaltssanierung zur Chefsache erklärt, die damalige vorläufige Haushaltsführung beendet und einen strikten Sparkurs eingeleitet. Präsidium, Vorstand und Kammerversammlung verzichteten schon im vergangenen Jahr auf einen Teil der Aufwandsentschädigung und Sitzungsgelder. Durch einen strikten Sparkurs wurden auch die Ausgaben in der Verwaltung und für das Personal reduziert. Durch ein Bündel an Sparmaßnahmen gelingt es uns damit, die Ausgaben in den Jahren 2020 und 2021 um insgesamt über eine Million zu reduzieren. Durch den bevorstehenden Umzug in ein kostengünstigeres Mietobjekt nach Neuss ergeben sich nach Auslaufen des derzeitigen Mietvertrages weitere jährliche Einsparungen von circa 500.000 Euro.

Als Körperschaft ist die Zahnärztekammer verpflichtet, wirtschaftlich und sparsam mit den Mitgliedsbeiträgen umzugehen. Dies bedeutet, dass wir – sobald die laut Haushalts- und Kassenordnung vorgeschriebenen finanziellen Rücklagen wiederaufgebaut sind – die Mitgliedsbeiträge auch wieder senken werden.

 

Was müssen Sie als Mitglied durch die Beitragsanpassung beachten?

Sofern Sie uns ein Lastschriftmandat erteilt haben, werden wir ab dem 1. April 2021 den jeweils gültigen Beitrag von Ihrem angegebenen Konto abbuchen. Anderenfalls bitte wir Sie, uns den nun geltenden Mitgliedsbeitrag zu überweisen beziehungsweise Ihren Dauerauftrag anzupassen.

Die Zahnärztekammer Nordrhein hat zusammen mit den politischen Verantwortlichen wiederholt dazu aufgerufen, auch in Pandemiezeiten zum Zahnarzt zu gehen. Nichtsdestoweniger lässt sich in den Praxen die Verunsicherung in Teilen der Bevölkerung anmerken.

Als Praxisinhaber und Präsidium der Zahnärztekammer Nordrhein wissen wir nach unzähligen Gesprächen daher, welche Belastung die Pandemie für uns alle und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet. Aufgrund dessen haben wir im Vorstand und der Kammerversammlung lange gerungen, die Beiträge in der jetzigen Situation zu erhöhen. Nichtsdestoweniger ist aus den dargelegten Gründen eine Beitragsanpassung derzeit unumgänglich.

Versprechen können wir Ihnen, dass Präsidium und Vorstand, wie Sie anhand der eingeleiteten Maßnahmen erkennen, alles Erdenkliche unternehmen, die Belastungen für die Zahnarztpraxen in Zukunft so gering wie möglich zu halten.

Antworten auf Ihre Fragen finden Sie unter dem Reiter "FAQ", die aktuelle Beitragsordnung unter dem Reiter "Dokumente".

Die Kammerversammlung der Zahnärztekammer Nordrhein hat am 28. November 2020 nach intensiver Diskussion eine Anpassung der Mitgliedsbeiträge mit Wirkung zum 1. April 2021 beschlossen, die das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen genehmigt hat. Niedergelassene Zahnärzte zahlen zukünftig 143 Euro, angestellte Zahnärzte 66 Euro pro Monat.

Für Mitglieder, die aus sozialen Gründen bzw. Härtefällen nicht den vollen Mitgliedsbeitrag leisten können, besteht gemäß § 3 der Beitragsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein die Möglichkeit, einen Antrag auf Stundung, Ermäßigung oder Erlass zu stellen. Weitergehende Informationen finden Sie unter dem Punkt "Rechtsgrundlage zur Beitragsreduzierung" sowie unter dem Reiter "Dokumente".

 

Hintergrund der Beitragsanpassung

Die Anpassung des Beitrags ist notwendig, da die Zahnärztekammer Nordrhein in den vergangenen Jahren kontinuierlich zusätzliche Aufgaben im Sinne der Zahnärzteschaft übernommen hat. Die dadurch entstandene knappe Haushaltslage in den zurückliegenden Jahren wird durch die derzeitige Corona-Pandemie noch einmal deutlich verschärft. Während die Ausgaben für Hygienemaßnahmen, zusätzliche Schulungsräume und die Erweiterung der digitalen Infrastruktur gestiegen sind, sanken die Einnahmen im Karl-Häupl-Institut in Folge des Lockdowns.

Bereits zu Beginn des Jahres 2020 und der Legislaturperiode hat das neu gewählte Präsidium die Haushaltssanierung zur Chefsache erklärt, die damalige vorläufige Haushaltsführung beendet und einen strikten Sparkurs eingeleitet. Präsidium, Vorstand und Kammerversammlung verzichteten schon im vergangenen Jahr auf einen Teil der Aufwandsentschädigung und Sitzungsgelder. Durch einen strikten Sparkurs wurden auch die Ausgaben in der Verwaltung und für das Personal reduziert. Durch ein Bündel an Sparmaßnahmen gelingt es uns damit, die Ausgaben in den Jahren 2020 und 2021 um insgesamt über eine Million zu reduzieren. Durch den bevorstehenden Umzug in ein kostengünstigeres Mietobjekt nach Neuss ergeben sich nach Auslaufen des derzeitigen Mietvertrages weitere jährliche Einsparungen von circa 500.000 Euro.

Als Körperschaft ist die Zahnärztekammer verpflichtet, wirtschaftlich und sparsam mit den Mitgliedsbeiträgen umzugehen. Dies bedeutet, dass wir – sobald die laut Haushalts- und Kassenordnung vorgeschriebenen finanziellen Rücklagen wiederaufgebaut sind – die Mitgliedsbeiträge auch wieder senken werden.

 

Was müssen Sie als Mitglied durch die Beitragsanpassung beachten?

Sofern Sie uns ein Lastschriftmandat erteilt haben, werden wir ab dem 1. April 2021 den jeweils gültigen Beitrag von Ihrem angegebenen Konto abbuchen. Anderenfalls bitte wir Sie, uns den nun geltenden Mitgliedsbeitrag zu überweisen beziehungsweise Ihren Dauerauftrag anzupassen.

Die Zahnärztekammer Nordrhein hat zusammen mit den politischen Verantwortlichen wiederholt dazu aufgerufen, auch in Pandemiezeiten zum Zahnarzt zu gehen. Nichtsdestoweniger lässt sich in den Praxen die Verunsicherung in Teilen der Bevölkerung anmerken.

Als Praxisinhaber und Präsidium der Zahnärztekammer Nordrhein wissen wir nach unzähligen Gesprächen daher, welche Belastung die Pandemie für uns alle und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet. Aufgrund dessen haben wir im Vorstand und der Kammerversammlung lange gerungen, die Beiträge in der jetzigen Situation zu erhöhen. Nichtsdestoweniger ist aus den dargelegten Gründen eine Beitragsanpassung derzeit unumgänglich.

Versprechen können wir Ihnen, dass Präsidium und Vorstand, wie Sie anhand der eingeleiteten Maßnahmen erkennen, alles Erdenkliche unternehmen, die Belastungen für die Zahnarztpraxen in Zukunft so gering wie möglich zu halten.

Antworten auf Ihre Fragen finden Sie unter dem Reiter "FAQ", die aktuelle Beitragsordnung unter dem Reiter "Dokumente".

Beitragsermäßigung/-befreiung gemäß § 3 der Beitragsordnung

§ 3 der Beitragsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein besagt: "Über Stundung, Ermäßigung oder Erlass von Beiträgen aus sozialen Gründen bzw. Härtefällen entscheidet der Vorstand auf Antrag des Beitragspflichtigen." Zur Entscheidung des jeweils im Einzelfall zu prüfenden Antrags ist folgendes Vorgehen einzuhalten: Ein formlos schriftlich einzureichender Antrag ist an die Finanzabteilung der Zahnärztekammer Nordrhein (Zahnärztekammer Nordrhein | Emanuel-Leutze-Str. 8 | 40547 Düsseldorf) zu richten (Vorlage im ZÄKPortal https://portal.zaek-nr.de - Einwahl mit ZÄK NR ID-App oder Signaturkarte > Formulare | für Kammermitglieder | Antrag auf Beitragsreduktion <).

Im Nachgang dazu sind je nach Ausgangssituation geeignete Nachweise wie ein Einkommensteuerbescheid des Vorjahres, ein Nachweis über den Familienstand, Kinder oder eine Kopie des Ausweises über eine Schwerbehinderung einzureichen. Eine Checkliste der je nach Antragsgrund einzureichenden Unterlagen kann auf dieser Seite heruntergeladen werden. Für Rückfragen steht die Finanzabteilung der Zahnärztekammer Nordrhein unter 0211/44704-212 zur Verfügung. Nach Prüfung des jeweiligen Einzelfalls erhält die Zahnärztin oder der Zahnarzt einen Bescheid über eine eventuelle Beitragsstundung, Beitragsermäßigung oder Beitragsbefreiung.

FAQ's

Eine Beitragserhöhung ist zum aktuellen Zeitpunkt leider unumgänglich. Die Ausgaben der Zahnärztekammer übersteigen seit Jahren die Einnahmen, sodass dadurch stetig die finanziellen Rücklagen abgebaut wurden. Ohne diese Rücklagen wären Beitragserhöhungen schon viel früher notwendig geworden. Ein Grund dafür ist, dass die Zahnärztekammer im vergangenen Jahr immer mehr Aufgaben für ihre Mitglieder übernommen hat.

Dennoch wurde bereits zu Beginn des vergangenen Jahres ein harter Sparkurs eingeschlagen, der in den kommenden Jahren fortgesetzt wird. 2020 und 2021 werden bereits Einsparungen von mehr als einer Million Euro im Vergleich zu 2019 erzielt. Das jährliche strukturelle Defizit lag in den vergangenen Jahren jedoch bei circa 1,7 Millionen Euro. Diese Situation hat sich nun trotz der vielen Sparmaßnahmen infolge der Corona-Pandemie noch einmal drastisch verschärft. Das liegt unter anderem am Wegfall von Einnahmen im Karl-Häupl-Institut (KHI) bei gleichzeitig höheren Aufwendungen durch Hygiene und Abstandsregeln, die in dem Fortbildungsinstitut berücksichtigt werden müssen.

Somit ist eine Beitragserhöhung trotz der massiven Sparanstrengungen leider unumgänglich.

Auf der einen Seite hat die Zahnärztekammer Nordrhein in den vergangenen zehn Jahren eine Vielzahl von zusätzlichen Aufgaben übernommen, von denen die Mitglieder profitieren. Auf der anderen Seite sind die Anforderungen an die Zahnärztekammer kontinuierlich gestiegen.

Zunächst zwei Beispiele der zusätzlich übernommenen Aufgaben:

Zuerst die Begehungen nach dem Medizinproduktegesetz (MPG). Bevor diese durch die Zahnärztekammer Nordrhein im Auftrag der Bezirksregierungen durchgeführt wurden, wusste keine Zahnarztpraxis, welche Anforderungen bei einer Begehung gestellt werden. Die fehlende Planungssicherheit führte zu massiver Verunsicherung in der Kollegenschaft. Das ist inzwischen anders: Die Kammer berät die Praxen, bietet Schulungen an und steht bei konkreten Fragen vor einer Begehung zur Verfügung. Damit wissen die Praxen, welche Anforderungen auf sie bei einer Begehung zukommen. Auch die Begehungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) haben hier die Planungssicherheit und die Hygienestandards erhöht.

Ein weiteres Beispiel ist die sehr erfolgreiche Ausbildungskampagne, um über die Ausbildung und den Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) zu informieren. In Zeiten des Fachkräftemangels profitieren Zahnärzte, wenn sich junge Menschen für eine Ausbildung in diesem Beruf entscheiden. Durch die Ausbildungskampagne konnte die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge um mehr als 30 Prozent steigern. Hiervon profitiert der Berufsstand ebenfalls enorm.

Auch die Fragen, die die Zahnärztekammer aus der Kollegenschaft erreichen, werden immer komplexer. Früher hatten wir beispielsweise in der Rechtsabteilung einen Rechtspfleger angestellt. Heute türmen sich bei vier Juristen die Akten. Dieser Service ist natürlich mit Kosten verbunden. Auch die Anfragen von Patienten oder Patientenbeschwerden werden immer mehr.

Durch die Beitragserhöhung 2019 wurden tatsächlich zusätzliche Einnahmen in Höhe von circa 1,9 Millionen Euro erzielt. Diese wurden durch verschiedene Faktoren jedoch quasi aufgefressen.

Zuerst sind hier die seit 2019 fehlenden Einnahmen aus Wertpapieren zu nennen. So ist im Januar 2019 ein Festgeld ausgelaufen, das uns zuvor jährliche Einnahmen in Höhe von circa 500.000 Euro eingebracht hat. Statt Einnahmen aus Wertpapieren werden nun Strafzinsen bezahlt. Ein Schicksal, das viele Sparer teilen.

Zweitens sind die Einnahmen aus Fortbildungen eingebrochen. Dies war bereits im Jahr 2019 der Fall. Einerseits sinken die regulären Kurseinnahmen, da die Anmeldezahlen rückläufig sind. Der Fortbildungsmarkt ist immer stärker umkämpft, das spüren auch die Kammer gewaltig. Da die laufenden Kosten jedoch gleichbleibend sind, mussten Einnahmeeinbußen in der Fortbildung durch die zusätzlichen Einnahmen aus Kammerbeiträgen aufgefangen werden.

Deshalb wird daran gearbeitet, dass das Fortbildungsangebot durch neue Konzepte und Investitionen wettbewerbsfähig bleibt. So wurde bereits in acht neue Behandlungseinheiten und Technikarbeitsplätze investiert. Auch die Sanitäranlagen wurden saniert. Schließlich sollen sich die Teilnehmenden am Institut wohlfühlen.

Drittens stehen steigende oder zusätzliche Kosten den erhöhten Einnahmen aus Kammerbeiträgen entgegen. So steigen zum Beispiel die Personalaufwendungen jährlich durch vertraglich verankerte Anpassungen an den Verbraucherpreisindex. Dies kann bedeuten, dass trotz sinkender personeller Kapazitäten die Personalausgaben steigen.

Ein wesentlicher Grund ist aber auch eine Veränderung in der Zusammensetzung der Mitgliederschaft. Während die Anzahl der niedergelassenen, selbstständigen Zahnärzte kontinuierlich sinkt, erhöht sich der Anteil der angestellten und beitragsfreien Zahnärzte. Durch die unterschiedlichen Gebühren führt dies zu einem Rückgang der Mitgliedseinnahmen. Hier muss mittelfristig durch eine Beitragsstrukturreform gegensteuert werden.

Leider waren die Einnahmen in der Fortbildung bereits vor der Corona-Pandemie rückläufig und die Pandemie legt hier – wie in allen anderen Branchen auch – Schwächen schonungslos offen. Deshalb muss und wird das Fortbildungsinstitut neu aufgestellt. Dazu wurden 2020 bereits eine Vielzahl von Investitionen getätigt und unter anderem acht neue Behandlungseinheiten angeschafft beziehungsweise geleast, die Technikarbeitsplätze erneuert und die Sanitäranlagen im Erdgeschoss saniert.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass künftig auf einen Mix aus Online- und Präsenzfortbildungen gesetzt wird. Mit dem International Medical College (IMC) in Duisburg wurde eine Kooperation im Bereich der Online-Fortbildung geschlossen. Diese sowie das eigene Online-Angebot gilt es auszubauen. Aber ganz klar ist auch: Zahnmedizin ist und bleibt ein praktischer, handwerklicher Beruf. Deshalb wird auch weiterhin auf die praktische Ausbildung vor Ort gesetzt.

Zudem überprüft die Kammer ihr Angebot, um dies an der Nachfrage und den Bedürfnissen der Mitglieder auszurichten. So wird beispielsweise die Aufstiegsfortbildung zum Assistenten für zahnärztliches Praxismanagement (AZP) zum Betriebswirt im Gesundheitswesen fortentwickelt. Seit diesem Herbst wird zudem zusammen mit dem IMC ein gemeinsamer Masterstudiengang angeboten. Zudem soll das Angebot umstrukturiert werden, sodass beispielsweise die Mitglieder bei einer jährlichen Gebühr aus einem Pool an Fortbildungsveranstaltungen wählen können, um die vorgeschriebenen Fortbildungspunkte zu erzielen. Wichtig ist zudem, dass der Markenkern besser herausstellt wird. Das KHI ist unabhängig. Hier stehen Wissenschaft und praktische Fertigkeiten im Vordergrund und keine Vertriebsinteressen wie bei der Dentalindustrie.

Es ist richtig, dass früher ein Sparkurs hätte einschlagen werden müssen. Dass die Ausgaben lange die Einnahmen überstiegen, lag daran, dass die Zahnärztekammer Rücklagen abbauen musste. Als Kammer dürfen wir nicht uneingeschränkt Vermögen aufbauen. Die Mitgliedsbeiträge dienen schließlich dazu, die laufenden Ausgaben zu decken. Da die Zahnärztekammer über Rücklagen, sprich Vermögen, verfügte, das sie gemäß einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nicht in diesem Umfang besitzen durfte, musste sie dieses Vermögen abbauen. Daher war es eine Zeit lang legitim, dass mehr ausgegeben als eingenommen wurde. In dieser Zeit wurden die zusätzlich übernommenen Aufgaben durch die Rücklagen finanziert. Anderenfalls hätten schon früher die Mitgliedsbeiträge erhöht werden müssen.

Seit einiger Zeit lässt sich ein Wandel in der Mitgliederstruktur beobachten. Insgesamt nimmt die Anzahl der tätigen Zahnärzte zu, die Beitragseinnahmen insgesamt sinken jedoch. Grund dafür ist, dass die Anzahl der niedergelassenen, selbstständigen Zahnärzte kontinuierlich abnimmt, während die Menge der angestellten und auch beitragsfreien Zahnärzte steigt. Da die niedergelassenen einen wesentlich höheren Mitgliedsbeitrag bezahlen als die angestellten Zahnärzte, führt diese Entwicklung im Ergebnis zu einem Rückgang der Mitgliedseinnahmen. Für die Zukunft bedeutet das, dass eine umfassende Beitragsstrukturreform durchgeführt werden muss. Nur so kann es gelingen, die Einnahmesituation zukunftsfest zu gestalten. Einen Entwurf dazu wird im Frühjahr 2021 vorgelegt.

Präsidium, Vorstand und Geschäftsleitung haben bereits zu Beginn des einen harten Sparkurs eingeschlagen. Dies hat zu einer langen Liste mit Einsparungen geführt.

Dazu ein paar Beispiele:

Vorstand und Präsidium verzichten auf einen Teil der Aufwandsentschädigungen, die Kammerversammlungsdelegierten auf die Hälfte ihrer Sitzungskosten. Zudem wurde der Vorstand um zwei Beisitzer verkleinert. Durch diese Maßnahmen können bereits 166.000 Euro eingespart werden. Auch die Reise- und Sitzungstätigkeit wurden reduziert. Durch Online-Sitzungen sollen zukünftig zusätzlich Reisekosten eingespart werden.

Aber nicht nur beim Ehrenamt wird gespart, auch die Verwaltungsabläufe werden auf Kosteneffizienz überprüft. So wurden unter anderem die Druckkosten gesenkt, Telefonverträge umgestellt, Lieferanten ausgetauscht, Abonnements, Mitgliedschaften sowie externe Dienstleister gekündigt. Gespart wird zudem künftig bei den Portokosten, indem Informationen direkt im Portal der Zahnärztekammer Nordrhein den Mitgliedern bereitgestellt werden und nicht mehr per Post verschickt werden. Auch bei den Personalausgaben wird gespart. Einige Stellen sind unbesetzt, andere Stellen zusammengelegt.

Insgesamt addieren sich die einzelnen Einsparungen auf mehr als eine Million Euro für die Jahre 2020 und 2021. Auch in den kommenden Jahren wird dieser Sparkurs fortgeführt.

Zu Beginn wird für ein Jahr ein Haushaltsplan aufgestellt. Dieser wird zunächst durch den Vorstand, anschließend durch den Haushaltsausschuss und schließlich durch die Kammerversammlung beraten und verabschiedet. Hier wird genau festgelegt, wie viel Geld für einzelne Aufgaben ausgegeben werden soll. Nach Verabschiedung des Haushaltsplans müssen Ausgaben, die oberhalb von 3.000 Euro liegen, nochmals durch einen Vorstandsbeschluss freigegeben werden, sobald diese abgerufen werden sollen. Dies bedeutet, dass diese Ausgaben ein weiteres Mal überprüft werden.

Am Ende des Jahres prüft nach Aufstellung des Jahresabschlusses zunächst ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer sowohl die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung als auch die Umsetzung des Haushaltsplans. Der anschließend erstellte Prüfbericht wird dann wieder dem Vorstand, anschließend dem Rechnungsprüfungsausschuss und schließlich der Kammerversammlung vorgelegt. Wenn sich keine Auffälligkeiten ergeben, erteilt die Kammerversammlung dem Vorstand auf Empfehlung des Rechnungsprüfungsausschusses schließlich Entlastung.

Fest steht: Ausschüsse und Kammerversammlung nehmen ihre Kontrollfunktion sehr ernst. So hat beispielsweise der Rechnungsprüfungsausschuss zuletzt eine Sonderprüfung der Reise- und Sitzungskosten des Vorstands durchgeführt. Wie durch unseren Wirtschaftsprüfer wurde hier die Ordnungsmäßigkeit der gezahlten Reise- und Sitzungskosten für 2019 bestätigt.  

Als Körperschaft darf die Zahnärztekammer Nordrhein nicht unbegrenzt Rücklagen bilden. Die Mitgliedsbeiträge dienen schließlich dazu, die laufenden Verwaltungskosten zu decken und sind nicht dafür gedacht, um die Verwaltungsausgaben künftiger Generationen zu finanzieren. Deshalb ist die Zahnärztekammer sogar gesetzlich verpflichtet, die Mitgliedsbeiträge wieder zu senken, wenn die vorgeschriebenen Rücklagen wiederaufgebaut sind. Als Körperschaft ist sie zudem verpflichtet, wirtschaftlich und sparsam mit den Mitgliedsbeiträgen umzugehen. Der finanzielle Rahmen ist deshalb eng gefasst.

Ganz klar bei den Mietkosten. Zu Beginn des vergangenen Jahres wurde mit dem Vermieter Verhandlungen aufgenommen. Der aktuelle Mietvertrag in Düsseldorf läuft Ende 2023 aus. Dem Vermieter wurde angeboten, den Vertrag vorzeitig zu verlängern, wenn im Gegenzug ein Teil der Mietflächen bereits zum 1. Januar 2021 zurückgeben werden kann, um damit schnellstmöglich die Mietkosten von 1,2 Millionen auf 700.000 Euro zu reduzieren.

Das unterbreitete Angebot des Vermieters war aber nicht nachhaltig und in zu vielen Punkten zum Nachteil der Zahnärztekammer und somit nicht tragbar. Zwar wären für den Moment Mieteinsparungen erzielt worden. Versteckte Kosten hätten jedoch schnell wieder zu höheren Mietausgaben geführt und damit die Kosten auf künftige Generationen abgewälzt. Das ist nicht verantwortbar

Zum Glück hat die Kammer gleichzeitig Verhandlungen mit unserem Versorgungswerk, dem VZN, aufgenommen. Das VZN hat eine Immobilie in Neuss gekauft. Hier laufen derzeit die Vertragsverhandlungen. Das Objekt soll nach den Bedürfnissen der Kammer, insbesondere für den Kursbetrieb des KHIs, umgebaut werden. Das Wichtigste ist aber: Durch Flächenreduzierung werden ab 2024 jährliche Mietausgaben in Höhe von 500.000 Euro gespart. Dies konsolidiert nachhaltig den Haushalt.

Dokumente
Beitragsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein ab April 2021

gültig ab 01.04.2021

Bestätigung ärztliche Weiterbildung
Bestätigung zahnärztliche Weiterbildung
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