Datenschutz

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Das Recht des Patienten auf Datenschutz ergibt sich bereits aus dem Grundgesetz – auch wenn es dort keine explizite Erwähnung findet. Der Datenschutz ist Bestandteil des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung und damit verfassungsrechtlich verankert. Das Bundesdatenschutzgesetz (BSDG) regelt den Datenschutz für Bundesbehörden und den kompletten privaten Bereich (d.h. Privatpersonen gegenüber Privatpersonen: Zahnarzt gegenüber Patient!).

Die sechzehn Landesdatenschutzgesetze regeln daneben die Datenschutzvorgaben für das Handeln der Landes- und Kommunalbehörden. Der Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht - als ein Bestandteil des Datenschutzgrundgedankens - wird strafrechtlich gemäß § 203 StGB geahndet. Die berufsrechtlichen Regelungen zum Datenschutz in der Zahnarztpraxis sind in § 3 der Berufsordnung der Zahnärztekammer Nordrhein verankert.

Abschließend dazu findet sich der Datenschutz zudem sogar auf der Ebene des für Vertragszahnarztpraxen seit dem 01.01.2011 verbindlichen Qualitätsmanagementsektors wieder. Der Gemeinsame Bundesausschuss erwähnt die gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz ausdrücklich in § 4 der „Qualitätsmanagement-Richtlinie vertragszahnärztliche Versorgung“ im Kontext der für das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement notwendigen Instrumente.

06.11.2013
Datenschutz in der Zahnarztpraxis (RZB 05/2011)
06.11.2013
Datenschutz und Datensicherheit (RZB 11/2013)
21.07.2015
Datenschutz- und Datensicherheits-Leitfaden für die Zahnarztpraxis-EDV
06.11.2013
Datenschutzerklärung EDV-Dienstleister Praxis
22.10.2012
Derzeit fehlerhafte Informationen zum Datenschutz durch private Dienstleister
06.11.2013
Verschwiegenheitserklärung Mitarbeiter