Zahnbürste nach Erkältung unbedingt tauschen

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Die Zeit der Grippewellen und Erkältungskrankheiten ist angebrochen. Das Abwehrsystem des Körpers bekommt im Winter von allen Seiten etwas zu tun. Dabei spielt auch die eigene Zahnbürste eine Rolle.

Schon bei der ersten Benutzung einer Zahnbürste wird diese durch Keime besiedelt. Dies geschieht durch Speichel, Blut oder Beläge, die sich auf den Zähnen oder in den Zahnfleischtaschen befinden. Man schätzt, dass sich auf einer Zahnbürste durchschnittlich 100 Millionen Keime aufhalten. Mit diesen „hauseigenen“ Keimen kann der Körper allerdings recht gut umgehen, denn sie sind ihm bekannt.

Keime überleben außerhalb des Körpers

Leidet man an einer Erkältung oder Grippe, kommen jedoch Keime ins Spiel, die sehr krank machen können: Die Viren der Schweinegrippe H1N1 zum Beispiel überleben etwa acht Stunden auf einer Zahnbürste. Es gibt aber auch Keime, die noch widerstandsfähiger sind und noch wesentlich länger außerhalb des menschlichen Körpers überleben können.

Nach einer Erkältung, einer Grippe oder einem sonstigen Infekt sollte die Zahnbürste daher sofort ausgetauscht werden – ansonsten droht eine erneute Infektion durch die eigene Zahnbürste.

Allgemeine Regeln für den Umgang mit der Zahnbürste:

  • Die Zahnbürste niemals mit jemandem teilen
  • Nach der Benutzung die Zahnbürste unter fließendem Wasser gründlich ausspülen
  • Durch Ausschlagen überschüssiges Wasser aus dem Bürstenfeld klopfen
  • Die Zahnbürste mit dem Kopf nach oben trocknen lassen
  • Transport nur in luftdurchlässigen Behältnissen
  • Keine Zahnbürsten mit Naturborsten verwenden
  • Nach einem Infekt die Zahnbürste sofort auswechseln
  • Ansonsten alle acht Wochen eine neue Zahnbürste nehmen

Dr. med. dent Thomas Heil